Pic Saint Loup, Montpeyroux, Faugeres, Minervois, La Clape, Fitou und Co.
Limoux und Umgebung von Carcassonne
Roussillon, Tautavel, Collioure, Rivesaltes, Maury und Banyuls und Co.
Irgendwie verliere ich dieses Weingut viel zu oft und lange aus den Augen. Und bei jeder Flasche Frage ich mich, warum eigentlich? Denn das Zeug ist echt gut.
Roc d'Anglade 2015
Geradeeinmal 12% sind ausgewiesen. Keine Ahnung, wie Pedreno das im heißen Gard ohne grüne Noten immer wieder hinbekommt, aber er tut's. Für den 15er habe ich 65% Chenin blanc, 20% Chardonnay, Rest Grenache blanc+gris sowie Carignan blanc gefunden.
Ich verbinde Chenin mit gelbem mürbem oder sogar Bratapfel, aber das wurde gerade angezweifelt. Dieser ist jedenfalls anders: frisch, knackig, schlank. Nur leicht angreift. Mineralisch, Haselnuß und Mandel, etwas kräuterig - aber eher kein Garrigue, sondern frischer. Sehr elegantes, bestens eingebundenes Holz. Ganz feine Herbe spät im Abgang, weit weg von jeder Bitterkeit. Saftig, harmonisch, leichtgewichtig und doch dicht. Läuft so runter, eröffnet aber auch Façetten.
Ein Südfranzose für alle - auch jene, die sonst keine Südfranzosen mögen.
Chapeau!
...ich bin ja doch eher selten weinmäßig im Languedoc unterwegs, dennoch gibt's auch da für mich immer mal wieder was schön Fließfähiges für mich:
2020er [Cuvée] – Ex Arena – Pays d’Oc IGP, Domaine de Cébène – Brigitte Chevalier
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
Mal etwas ganz Anderes aus dem Languedoc, und zwar etwas mit einer fast schon rieslingartigen Säure:
Wie ein Riesling schmeckt der Wein dann zum Glück doch nicht - vielmehr ist ein eigenständiger Charakter deutlich erkennbar. Gefällt mir gut bis sehr gut und macht jede Menge Lust darauf, auch mal einen der bei Wolfgang Kern gelisteten Roten des Weinguts zu probieren!