Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Nora
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von Nora »

weingollum33 hat geschrieben: ↑Mo 26. Okt 2026, 19:39
2010 ist extrem ausgewogen gewesen - quasi perfekt, keine Extreme und schöne lange Reifezeit in den Herbst hinein.

Hallo Manfred,
du hast Recht. Ich habe die Langhe über einen längeren Zeitraum etwas aus den Augen verloren und erst in in den letzten Jahren für mich wieder entdeckt. Vor ca. 10 Jahren habe ich in diesem Zusammenhang - sozusagen als Gelegenheitskauf - 4 Flaschen Barolo aus 2010 im Fachhandel in Mailand erworben. Es handelt sich um Abfüllungen aus der Lage Cerretta von Ettore Germano und Elio Altare. Da beide Abfüllungen jeweils 15 % Alkohol haben, bin ich von einem eher warmen Jahrgang ausgegangen. Die Jahrgangsbeurteilungen der Weinkritiker sagen etwas anderes und geben dir Recht! Dennoch spiegelt sich auch hier mE die globale Erwärmung in den Alkoholgehalten bereits ein Stück wieder.
Dem Wein hätte sicherlich Dekantieren gut getan. Nach entsprechender Luftzufuhr war er jedenfalls für meinen Geschmack wirklich gut und jung und auch nicht überextrahiert.
Danke für die Rückmeldung!
Gruß Tobias
Tobias, hast du den Cerretta 2010 von Altare schon probiert und kannst etwas dazu sagen? Davon habe ich auch noch ein paar Flaschen im Keller. Eigentlich hatte ich den Cerretta von Altare immer als sehr sehnig und als Kraftpaket mit viel Tannin abgespeichert, der lange braucht. Vor kurzem der 05er war aber überraschend zugänglich und fast feingliedrig.

VG Nora
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EThC
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von EThC »

...ich transportiere die immer in einer 2er Originalverpackung der GGG, die sind ziemlich stabil und nach mittlerweile mehrjährigem Einsatz nur minimal ramponiert. Egal ob im Kühlrucksack, Fahrradtasche, Handgepäck, es ist noch nie was zu Bruch gegangen...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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weingollum33
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von weingollum33 »

Tobias, hast du den Cerretta 2010 von Altare schon probiert und kannst etwas dazu sagen? Davon habe ich auch noch ein paar Flaschen im Keller. Eigentlich hatte ich den Cerretta von Altare immer als sehr sehnig und als Kraftpaket mit viel Tannin abgespeichert, der lange braucht.
Hallo Nora,
ich teile deine Einschätzung, habe den Wein aber bisher noch nicht probiert!
Gruß Tobias
Nora
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von Nora »

Vielen Dank für die Rückmeldung, Tobias!

VG Nora
olifant
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von olifant »

... vor Kurzem im Glas ...

Arie Barolo 2016 DOCG, Beni di Batasiolo - La Morra, alc. 14°, NK ... und sonst keine Infos mehr gefunden ... scheint nicht mehr im Portofolio zu sein. War oder ist wohl kein Lagenbarolo, sondern ein Verschnitt aus Trauben verschiedener, z.T. Cru-, Lagen. Keine Infos zum Ausbau

dunkles transparentes, noch ohne Orangetöne ins Ziegelrote tendierende Farbe; Rosen, Laub, Waldbeeren, Waldboden, Unterholz ...; am Gaumen kräftiger Ansatz, die Fruchtaromatik im Moment sehr schön präsent, korrespondierend zur Nase mit fruchtig, reifen roten Beeren, Rosennoten, feuchtem Laubwald nach einem Regenschauer ..., Orangenzeste?, und und und, ... das Tannin ist noch ordentlich dicht und beginnt gerade etwas Weichheit anzunehmen, ziemliches Gegengewicht zur Frucht ohne diese aber zu killen, sehr schöne Säurebalance, sehr neugierig machend und gleichzeitig sehr ansprechend, böse Zungen würden wohl gefällig sagen, starker Nachschenk-Reflex; langer Abgang auf sehr schöne Frucht mit guter Säure und leicht schmirgelndem Tannin - einfach sehr sehr schön oder 18-18,5/20 op
Natürlich ist der Wein aufgrund des noch vergleichsweise jugendlichen Tannins noch nicht ganz "fertig" aber das dürfte sich in den nächsten 4-6 Jahren prima zusammenfinden. Wenn es da noch etwas auf dem Sekundärmarkt gäbe, wäre es für mich ein Nachkaufkandidat - aber darf man einen Barolo von Batasiolo (Grossproduzent, ges. 156 ha, Firmenzweig der Dogliani-Familie, die noch andere Kellereien ihr Eigen nennen darf), so hoch bewerten, wo der doch noch per Herkunft ganz und gar unnerdig ist, kein Cru und zusätzlich recht "gefällige" Tendenzen aufweist und zudem für einen Barolo als preiswert zu erachten ist, bzw. war :oops:
Das wäre mM ein Wein, mit dem die Korrelation "Preis und Qualität" schön auszuloten wäre.
Grüsse

Ralf

Die Zukunft war früher auch besser.
Karl Valentin
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UlliB
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Re: Barolo - Wein der Könige, König der Weine

Beitrag von UlliB »

Hallo Ralf,

danke für die schöne Notiz. Ich hatte auch schon die eine oder andere Flasche von Batasiolo (nicht nur Barolo, sondern auch andere Sorten), die waren immer sauber und gut gemacht, allerdings auch nichts Bemerkenswertes. Da scheinst du ein wirklich ein besonderes Exemplar erwischt zu haben.
olifant hat geschrieben: ↑Di 27. Okt 2026, 11:19 Arie Barolo 2016 DOCG, Beni di Batasiolo - La Morra, [...] War oder ist wohl kein Lagenbarolo, sondern ein Verschnitt aus Trauben verschiedener, z.T. Cru-, Lagen.
Ich habe mir vor ein paar Jahren eine Barolo-Lagenkarte beschafft (Edit. Masnaghetti). Nach der besteht das gesamte Barolo-Gebiet flächendeckend aus Einzellagen, die (wenn ich das richtig sehe) allesamt MGA-fähig sind und insofern der französischen Definition von "cru" entsprechen. Rebflächen, die nur zur Erzeugung von Weinen mit Gemeindeangabe oder generischem Barolo zugelassen sind, scheint es der Karte nach dort nicht oder jedenfalls nur in sehr geringem Umfang zu geben. Insofern vermute ich, dass praktisch jeder "lagenlose" Barolo aus "crus" stammt, wenn wohl auch fast immer aus einem Lagenverschnitt.

Grß
Ulli
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