Danke, Nora und Kle, für eure jüngsten, sehr ausführlichen Notizen zu Calon Ségur und Malescot. Das ist, besonders was CS betrifft und entgegen einigen VKN zu kleineren 2016ern von anderen Forumsteilnehmern, eigentlich sehr ermutigend, es auch einmal mit einem mittleren oder höher klassigen 2016er zu versuchen, was ich bislang nicht getan habe.
@Nora: Wenn ich deine Punkte (95 vs 92) auf CT, aber auch deine Notizen richtig lese, hast du bezüglich CS 2016 doch klar weniger Vorbehalte als bezüglich des Malescot. Bei beiden Weinen sehe ich aber, dass sie sich im Verlauf von mehreren Tagen eher positiv entwickelt haben, nicht wahr? Eine Horizontale verlangt also Geduld und (allenfalls) geduldige und interessierte Mitverkoster. Ich frage deshalb, weil ich, 10years on, durchaus auch schon an einen Vergleich einiger mittlerer und höher klassiger 2016 gedacht habe, im Verlauf des nächsten Winters. Malescot und CS habe ich ebenfalls, dazu DdC, SHL, Haut Bailly, Léoville P, Figeac und Feytit-Clinet. Haut-Bailly würde ich ausschließen (fast sicher zu jung), LP und Figeac eher auch.
Gruß
Jean
Bordeaux 2016
Re: Bordeaux 2016
Der Calon-Ségur war in dieser Phase der deutlich schönere und elegantere Wein, der Malescot St. Exupéry etwas bäuerlicher und rumpeliger.pessac-léognan hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 11:48 @Nora: Wenn ich deine Punkte (95 vs 92) auf CT, aber auch deine Notizen richtig lese, hast du bezüglich CS 2016 doch klar weniger Vorbehalte als bezüglich des Malescot.
Dazu muss ich erwähnen, dass die Weine am ersten Tag direkt nach dem Öffnen ins Glas kommen und ich dieses Glas dann verkoste, nicht mehr. Das umfasst fast nie einen längern Zeitraum als eine bis maximal zwei Stunden. Und da hatte ich oft das Gefühl, dass die Weine noch ein bisschen zu sind und sich das am zweiten Tag gebessert hatte. Meine Notizen können also keine Auskunft dazu geben, wie sich die Weine präsentieren würden, wenn man sie ein paar Stunden vor Genuss/Verkostung belüften würden. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass das vollkommen ausreichend sein sollte.pessac-léognan hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 11:48 Bei beiden Weinen sehe ich aber, dass sie sich im Verlauf von mehreren Tagen eher positiv entwickelt haben, nicht wahr? Eine Horizontale verlangt also Geduld und (allenfalls) geduldige und interessierte Mitverkoster.
Jean, ich hätte nach meinen bisherigen Erfahrungen überhaupt keine Bedenken, eine 16er Horizontale auch mit mittel- und höherklassigen Bordeaux zu machen. Dass die noch viel Potential haben, ist aber auch völlig offensichtlich.
Ein sehr schöner Jahrgang!
VG Nora
- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2016
Aktuelle Jahrgangserfahrungen beschränken sich bei mir zwar ausschließlich auf kleinere und Mittelklasse BDX (mit Ausnahme von Pontet Canet), sehe das aber genauso wie Nora!Nora hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 15:20 ...
Jean, ich hätte nach meinen bisherigen Erfahrungen überhaupt keine Bedenken, eine 16er Horizontale auch mit mittel- und höherklassigen Bordeaux zu machen. Dass die noch viel Potential haben, ist aber auch völlig offensichtlich.
Ein sehr schöner Jahrgang!
VG Nora
Wenn man in diesem Thread etwas nach oben scrollt und mal nur Beiträge ab Jan. 2026 anschaut, findet man zu mehr als 20 verschiedenen Weinen Wasserstandsmeldungen von unterschiedlichen Usern. Wie man (auf Grundlage dieser Beschreibungen) da zu diesem Fazit kommen kann, ist mir Schleierhaft ...
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Re: Bordeaux 2016
Bei mir verfängt das Thema, da mich die "Tanninkomponente" (?) bei so manchen Bordeaux-Weinen befremdete, ohne ansatzweise einen Überblick zu haben. Ich frage mich aber, ob es richtig ist, die geschilderten störenden Gerbstoffeindrücke mit Verschluss gleichzusetzen.Jochen R. hat geschrieben: ↑So 20. Sep 2026, 08:44 Aktuelle Jahrgangserfahrungen beschränken sich bei mir zwar ausschließlich auf kleinere und Mittelklasse BDX (mit Ausnahme von Pontet Canet), sehe das aber genauso wie Nora!
Wenn man in diesem Thread etwas nach oben scrollt und mal nur Beiträge ab Jan. 2026 anschaut, findet man zu mehr als 20 verschiedenen Weinen Wasserstandsmeldungen von unterschiedlichen Usern. Wie man (auf Grundlage dieser Beschreibungen) da zu diesem Fazit kommen kann, ist mir Schleierhaft ...Viele Grüße,
Jochen
Gruß, Kle
- Jochen R.
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Re: Bordeaux 2016
Hallo Kle,
ein "verschlossener" oder "vernagelter" BDX ist für mich aromatisch tot - null Frucht, herb, sauer, bitter und was weiß ich noch - halt vollkommen spaßbefreit. Nur störende Gerbstoffe würde ich damit nicht gleichsetzen.
Viele Grüße,
Jochen
ein "verschlossener" oder "vernagelter" BDX ist für mich aromatisch tot - null Frucht, herb, sauer, bitter und was weiß ich noch - halt vollkommen spaßbefreit. Nur störende Gerbstoffe würde ich damit nicht gleichsetzen.
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Re: Bordeaux 2016
so sehe ich es eigentlich auch, Jochen, und habe in die Kommentare hier wohl zu viel hineingelesen.
Re: Bordeaux 2016
Ich hab mich letzthin an zwei 16-er gewagt. Die ersten Erfahrungen vor 2-3 Jahren waren noch nicht das Gelbe vom Ei.
Vor kurzem aber der La Croix Durch-Beaucaillou, also der Zweitwein von Durch-Beaucaillou, Saint-Julien, hat mir mehr als sehr gut gefallen. Ich habe keine Detailnotiz, aber ich erinnere mich an die schöne Balance von Frucht, Frische, etwas Würze und das Ganze sehr elegant verpackt. Der macht richtig Freude.
Und heute der Zweitwein von Rauzan-Ségla, Ségla, Margaux, eine Assemblage mit 63% CS, 33% M und etwas Petit Verdot und Cabernet Franc
Da war meine erste Erfahrung eher ernüchternd, heute gefiel mir der Wein besser. Direkt aus der Flasche noch etwas zurückhaltend, später kamen aber florale Noten zum Vorschein und etwas dunkle Früchte, zart auch Marzipan. Am Gaumen kommt zwar kein Kraftpaket, aber ein schöner, eleganter Wein, passt ausgezeichnet zum Essen (heute Gemüsetopf mit Kartoffeln), ausgewogen. Tannine schön fein, die Frucht noch klar da, schöne reife Früchte, frisch, eine passende Säure. Gefällt mir gut. Vielleicht doch etwas zu "leicht" (nicht wegen den 13.5%), aber insgesamt trinkt sich das ganz gut und macht Freude.
Ich denke, die "kleineren" Gewächse und Zweitweine aus 2016 können durchaus jetzt auf den Tisch kommen. Ich habe noch Branaire-Ducru und Clos Manou im Keller, da wage ich mich mal heran.
Vor kurzem aber der La Croix Durch-Beaucaillou, also der Zweitwein von Durch-Beaucaillou, Saint-Julien, hat mir mehr als sehr gut gefallen. Ich habe keine Detailnotiz, aber ich erinnere mich an die schöne Balance von Frucht, Frische, etwas Würze und das Ganze sehr elegant verpackt. Der macht richtig Freude.
Und heute der Zweitwein von Rauzan-Ségla, Ségla, Margaux, eine Assemblage mit 63% CS, 33% M und etwas Petit Verdot und Cabernet Franc
Da war meine erste Erfahrung eher ernüchternd, heute gefiel mir der Wein besser. Direkt aus der Flasche noch etwas zurückhaltend, später kamen aber florale Noten zum Vorschein und etwas dunkle Früchte, zart auch Marzipan. Am Gaumen kommt zwar kein Kraftpaket, aber ein schöner, eleganter Wein, passt ausgezeichnet zum Essen (heute Gemüsetopf mit Kartoffeln), ausgewogen. Tannine schön fein, die Frucht noch klar da, schöne reife Früchte, frisch, eine passende Säure. Gefällt mir gut. Vielleicht doch etwas zu "leicht" (nicht wegen den 13.5%), aber insgesamt trinkt sich das ganz gut und macht Freude.
Ich denke, die "kleineren" Gewächse und Zweitweine aus 2016 können durchaus jetzt auf den Tisch kommen. Ich habe noch Branaire-Ducru und Clos Manou im Keller, da wage ich mich mal heran.
Gruss, Sascha
„Riesling geht immer“!
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