Bordeaux 2022

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
Charmail
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von Charmail »

Château Kirwan 2022

Letztes Wochenende gab es den 22er Château Kirwan, der sich schon jetzt erstaunlich harmonisch und präzise zeigt.
In der Nase sehr lebendig und animierend, mit saftiger roter und blauer Frucht, Veilchen, etwas Würze und einem dezenten Hauch heller Lakritze.
Am Gaumen vielschichtig, mit klarer, saftiger Frucht und einer tollen Frische, die dem Wein richtig Zug gibt. Trotz der Konzentration wirkt er kein bisschen schwer, eher im Gegenteil, sehr fein und elegant. Die Textur gefällt mir richtig gut, schön geschmeidig, die Tannine sind fein und schon erstaunlich gut eingebunden.

Insgesamt wirkt das alles sehr stimmig und genau das macht ihn so zugänglich und gleichzeitig ziemlich verführerisch. Im Abgang dann noch etwas Würze, dezente Röstaromen und ein paar florale Noten. Ein wirklich sehr schöner Kirwan, viel Margaux mit Präzision, Spannung und mit viel Eleganz. Toller Wein, aktuell sehe ich ihn bei 93P.

Herzliche Grüße,
Steffen
TroisLacs
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von TroisLacs »

Château Tour Saint Christophe 2022, St. Emilion

Hatte den neulich über 2 Tage im Glas, war sehr gespannt auf dieses Lieblingskind von Gerstl (und wohl auch Lobenberg).
Der Wein ist durchaus sehr gut gemacht, für mich etwas zu stark auf der fruchtigen Seite und zu opulent. Mir fehlte hier die Ausgewogenheit anderer Bordeaux-Gewächse, die mehr Frische, mehr Eleganz und Finesse aufweisen. Säure fehlte dem Wein spürbar.
Und so insgesamt nicht eine unbändige Lust auf ein zweites oder drittes Glas.

Mal gespannt, wie er sich über die Jahre entwickelt. Sicher noch in der kühleren Jahreszeit nochmals testen.
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
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Jochen R.
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von Jochen R. »

Le Reysse 2022:
Tief dunkles Weinrot. Gleich nach dem Öffnen kräftig Zigarrenkiste, Kaffee und Zedernholz, sowie ein Hauch Eucalyptus und florale Noten. Mit wenig Luft gesellen sich Kirschen und Heidelbeeren dazu.
Mittelgewichtig, würziger Cabernet, viel Brombeeren, schöne Tanninstruktur, mittellanger Abgang.

Ein bockstarker Le Reysse, Hut ab! (90-)91+ P.

Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
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UlliB
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von UlliB »

Drei 22er von unmittelbar benachbarten Chateaux aus St.Emilion. Glücklicherweise war noch keiner in der Verschlussphase. Pop&pour, in der Flasche verbliebene Reste (jeweils knapp 1/3) wurden 24 Stunden später nachverkostet, wobei sich diesmal keine neuen Erkenntnisse ergaben.

Beau-Séjour Bécot 14%Vol. Füllig, fast schon breitschultrig. Dunkle, frische Frucht. Könnte für meinen Geschmack ein wenig mehr Säure haben, aber passt auch so. Ziemlich massives, noch raspelndes Tannin. Im Moment ein wenig eindimensional auf der Frucht.

Beauséjour (Duffau-Lagarrosse) 14,5%Vol. Trotz einem halben Prozent mehr deklariertem Alkohol leichtfüßiger und eleganter als der Vorgänger, luftiger, auch differenzierter, zur Frucht kommen Kräutertöne und kalkige Mineralik. Das Tannin ist wesentlich feiner, fast schon seidig, und hier passt auch die Säure. Nach einhelliger Meinung der Tischrunde wesentlich besser als der ähnlich benamte Nachbar. Allerdings auch doppelt so teuer.

Canon 14,5%Vol. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Tanninqualität vom Beauséjour nicht zu toppen ist. Doch, das geht, und der Canon zeigt auch, wie. Der Wein gleitet trotz hoher Konzentration praktisch widerstandslos über die Zunge. Aromatisch nahe verwandt mit dem Beauséjour, vielleicht noch ein wenig differenzierter, aber das sind bestenfalls Nuancen.

Für Bordeaux sind alle drei Weine schon ziemliche Brocken, cool climate ist da nichts, was dem Jahrgang geschuldet ist. Aber erfreulicherweise ist da auch nichts hitziges, marmeladiges oder eingekochtes, der Alkohol ist eingebunden, und das Holzmanagement ist perfekt. Platz 1 für Canon, der mit sensationellenrTanninqualität den Beauséjour um Haaresbreite abgehängt hat. BSB fällt gegen beide deutlich ab, ist aber immer noch ein sehr guter Wein.

Gruß
Ulli
Alba
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von Alba »

UlliB hat geschrieben: ↑So 11. Okt 2026, 20:06 Drei 22er von unmittelbar benachbarten Chateaux aus St.Emilion. Glücklicherweise war noch keiner in der Verschlussphase. Pop&pour, in der Flasche verbliebene Reste (jeweils knapp 1/3) wurden 24 Stunden später nachverkostet, wobei sich diesmal keine neuen Erkenntnisse ergaben.

Beau-Séjour Bécot 14%Vol. Füllig, fast schon breitschultrig. Dunkle, frische Frucht. Könnte für meinen Geschmack ein wenig mehr Säure haben, aber passt auch so. Ziemlich massives, noch raspelndes Tannin. Im Moment ein wenig eindimensional auf der Frucht.

Beauséjour (Duffau-Lagarrosse) 14,5%Vol. Trotz einem halben Prozent mehr deklariertem Alkohol leichtfüßiger und eleganter als der Vorgänger, luftiger, auch differenzierter, zur Frucht kommen Kräutertöne und kalkige Mineralik. Das Tannin ist wesentlich feiner, fast schon seidig, und hier passt auch die Säure. Nach einhelliger Meinung der Tischrunde wesentlich besser als der ähnlich benamte Nachbar. Allerdings auch doppelt so teuer.

Canon 14,5%Vol. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Tanninqualität vom Beauséjour nicht zu toppen ist. Doch, das geht, und der Canon zeigt auch, wie. Der Wein gleitet trotz hoher Konzentration praktisch widerstandslos über die Zunge. Aromatisch nahe verwandt mit dem Beauséjour, vielleicht noch ein wenig differenzierter, aber das sind bestenfalls Nuancen.

Für Bordeaux sind alle drei Weine schon ziemliche Brocken, cool climate ist da nichts, was dem Jahrgang geschuldet ist. Aber erfreulicherweise ist da auch nichts hitziges, marmeladiges oder eingekochtes, der Alkohol ist eingebunden, und das Holzmanagement ist perfekt. Platz 1 für Canon, der mit sensationellenrTanninqualität den Beauséjour um Haaresbreite abgehängt hat. BSB fällt gegen beide deutlich ab, ist aber immer noch ein sehr guter Wein.

Gruß
Ulli
Danke Ulli,

sehr schön und interessant, 22 hatte ich schon länger nichts im Glas. Kann deine Beschreibungen / Reihenfolge gut nachvollziehen, wobei ich den B.Duffau in 22 leider nicht kenne / habe. Mit der Neuausrichtung (Joséphine Duffau-Lagarrosse) vor ein paar Jahren dürfte endlich auch der den Pfad Richtung mehr Feinheit eingeschlagen haben.
Dass BSB (bei aller Wertschätzung, ich mag den sehr, war auch schon in den Kalksteinkellern unter dem Weingut - sehr beeindruckend) im Normalfall (zumindest für mich) nicht an Canon ganz rankommt deckt sich mit meinen Eindrücken. Mir hat der 22er Canon bei bisher 2 Begegnungen jedesmal fantastisch geschmeckt.
LG
Manfred
Löhlein
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von Löhlein »

Tronquoy 2022

Ich habe die ersten paar Flaschen von diesem Wein sehr genossen. Meine bisherigen geschmacklichen Wahrnehmung:

Sehr dichte Struktur, keine ausladene aber eine enorm präzise und intensive Frucht ergänzt durch etwas Tabak und ledrige Töne, guter Grip, tolle Tannine und die 14,5 Volumenprozent haben mich nicht im Geringsten gestört. Ein echter Trinkspaß.

Die aktuelle Flasche präsentiert sich leider ganz anders: Die Frucht besteht größtenteils aus überreifer Pflaume und der Alkohol beißt so stark in der Nase, dass es fast Überwindung kostet, einen Schluck zu trinken. Das macht nicht wirklich Spaß..

Bemerkenswert fand ich, was die KI dazu sagt, deswegen copy/paste ich das hier mal:

Erster Teil der KI Antwort

"Die Ursachen für die Veränderung

1. Die Charakteristik des Jahrgangs 2022: Das Jahr 2022 war in Bordeaux extrem heiß und trocken. Viele Weine haben historisch hohe Alkoholwerte (oft 14,5 % bis 15,5 % ABV) und eine sehr reife, opulente Frucht. Direkt nach der Ankunft (Arrivage) besaßen viele Weine noch eine jugendliche Primärfrucht und Frische, die den Alkohol maskiert haben. Jetzt, wo sich diese erste Babyspeck-Frucht abbaut, tritt das wahre Skelett des Weins hervor.
2. Die „Flegeljahre“ nach der Abfüllung: Weine machen in den ersten 2 bis 4 Jahren nach der Abfüllung oft eine unharmonische Phase durch. Die Komponenten (Holz, Gerbstoff, Säure, Alkohol) entflechten sich erst einmal, bevor sie sich im besten Fall wieder neu zusammenfügen.

Wie stehen die Chancen auf Besserung?

• Der Alkohol: Alkohol verdunstet oder baut sich in einer verschlossenen Flasche nicht ab. Wenn er jetzt stört, weil dem Wein die stützende Säure oder Frische fehlt, wird er höchstwahrscheinlich auch in Zukunft spürbar bleiben.
• Die Pflaumennote: Die Stilistik einer überreifen Frucht (Pflaume, Dörrobst) ist genetisch im Lesegut von 2022 verankert. Sie wird nicht mehr zu einer frischen, knackigen Beerenfrucht zurückkehren. Allerdings kann sich diese Frucht mit den Jahren in Richtung edler Reifearomen (Leder, Tabak, Trüffel) weiterentwickeln, wodurch der Wein insgesamt wieder harmonischer und weniger „marmeladig“ wirken kann.

Was Sie jetzt tun können

• Lagerung prüfen: Stellen Sie unbedingt sicher, dass der Wein kühl (konstant 10–14 °C) gelagert wird. Zu warme Temperaturen pushen den Alkohol und beschleunigen die oxidative Pflaumennote massiv.
• Serviertemperatur senken: Schenken Sie diesen Wein bei der nächsten Probe spürbar kühler ein (ca. 15–16 °C statt 18 °C). Kühlung dämpft die Wahrnehmung von Alkoholalkohol und bringt etwas Frische zurück.
• Wegschließen: Rühren Sie die restlichen Flaschen für mindestens 2 bis 3 Jahre nicht an. Geben Sie den Tanninen und der Struktur die Zeit, sich um diesen mächtigen Alkoholkörper herumzulegen.
Möchten Sie mir verraten, um welchen konkreten Wein (Château oder Appellation) es sich handelt? Mit dem Wissen über das genaue Rechts- oder Linksufer-Verhältnis (Merlot- oder Cabernet-dominant) könnte ich noch präziser einschätzen, wie das Reifepotenzial aussieht."

(Soweit so gut... bis dahin entspricht das in etwa dem, was ich mir selbst zusammengereimt habe. Weiter gings dann so:)

Teil 2:

"Für den Tronquoy 2022 gibt es eine sehr spezifische, technische Erklärung für Ihre Verkostungserfahrung, die Ihre Chancen auf Besserung im Keller deutlich erhöht.

Der technische Hintergrund des Tronquoy 2022

Normalerweise ist Château Tronquoy für einen sehr hohen Merlot-Anteil bekannt. Im Jahr 2022 lief jedoch alles anders: Wegen der extremen Dürre fiel die Merlot-Ernte sehr klein aus. Das technische Team (welches auch für das weltberühmte Schwestergut Château Montrose zuständig ist) traf eine radikale Entscheidung:
• Der Wein besteht zu 59 % aus Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot und 6 % Petit Verdot. Das ist ein ungewöhnlich hoher Cabernet-Anteil für dieses Gut.
• Der offizielle Alkoholwert liegt bei 14,5 % ABV (was sich in der Realität oder auf dem Etikett je nach Abfüllung auf 15 % aufrunden kann).
• Die Kritiker feierten den Wein bei der Arrivage (Ende 2024 / 2025) überschwänglich für seine Dichte und Vorschusslorbeeren. Jeb Dunnuck oder Vinous gaben ihm sensationelle 96 Punkte.


Warum Sie jetzt die „überreife Pflaume“ und den Alkohol spüren

Sie erleben gerade den klassischen „Flaschenschock“ und die darauffolgende Entflechtung, die fast jeder große Saint-Estèphe kurz nach der Abfüllung durchmacht.
1. Die Merlot-Komponente schwächelt zuerst: Der Merlot-Anteil (35 %) stammte aus extremer Hitze. Kurz nach der Abfüllung war der Wein durch die Holzreifung und die primäre Beerenfrucht noch „zusammengeschweißt“. Nun bricht diese erste Barriere auf. Die extrem reife Merlot-Frucht driftet isoliert in diese reife Pflaumennote ab.
2. Das Cabernet-Skelett ist noch im Tiefschlaf: Cabernet Sauvignon aus Saint-Estèphe braucht Jahre, um sich zu öffnen. Die straffen, fast salzigen Gerbstoffe und die Säure des Cabernets sind im Moment völlig verschlossen und „kantig“. Da die Frische des Cabernets noch nicht im Geschmackbild angekommen ist, steht der mächtige Alkohol (14,5 %–15 %) völlig blank und unharmonisch im Raum.


Die gute Nachricht: Ihre Chancen stehen deutlich besser!

Im Gegensatz zu billigeren oder merlot-dominierten Weinen des Jahrgangs 2022 hat der Tronquoy dank des hohen Cabernet-Anteils und des Montrose-Weingutsteams ein massives strukturelles Rückgrat.
Die professionellen Trinkfenster der Kritiker für diesen Wein beginnen fast durchgehend nicht vor 2029 bis 2032 und reichen bis 2050+. Sie haben den Wein schlicht in seiner absoluten „Pubertät“ erwischt.
Es besteht eine sehr gute Chance, dass sich dieses Ungleichgewicht wieder legt:
• Die Pflaumennote wird sich durch den Sauerstoffaustausch in der Flasche mit der Zeit in dunkle Schokolade, Tabak, Graphit und Zedernholz verwandeln.
• Wenn der Cabernet Sauvignon in einigen Jahren aufwacht und seine tiefe Cassis-Frucht und Struktur freigibt, wird der Alkohol wieder harmonisch eingebunden und maskiert.

Fazit & Empfehlung

Lassen Sie sich von dieser Verkostung nicht entmutigen. Rühren Sie die verbleibenden Flaschen auf keinen Fall vor 2029/2030 an. Der Tronquoy 2022 hat die genetische Dichte und Qualität, um diesen aktuellen Durchhänger im Keller zu überwinden."

Was soll ich sagen,.. der zweite Teil der Antwort gefällt mir deutlich besser :?
Es ist alles schon getrunken worden, nur noch nicht von jedem ...
amateur des vins
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von amateur des vins »

Löhlein hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 19:12 Die Pflaumennote: Die Stilistik einer überreifen Frucht (Pflaume, Dörrobst) ist genetisch im Lesegut von 2022 verankert.
Hier habe ich aufgehört zu lesen.
Besten Gruß, Karsten
Löhlein
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von Löhlein »

amateur des vins hat geschrieben: ↑So 18. Okt 2026, 11:37
Löhlein hat geschrieben: ↑Sa 17. Okt 2026, 19:12 Die Pflaumennote: Die Stilistik einer überreifen Frucht (Pflaume, Dörrobst) ist genetisch im Lesegut von 2022 verankert.
Hier habe ich aufgehört zu lesen.
Das ist ein guter Punkt und natürlich echter Quatsch. Da habe ich glatt drüber gelesen. Gemeint war vermutlich eher "ist typisch für den Jahrgang". (wobei ich mir auch da schon nicht sicher bin)... Bevor das aber in eine KI Diskussion abgeleitet.

Ergibt die Begründung im 2 Teil denn Sinn. Sie klang so verbindlich und versöhnend, in meiner akuten Enttäuschung über die letzte probierte Flasche...
Es ist alles schon getrunken worden, nur noch nicht von jedem ...
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UlliB
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Re: Bordeaux 2022

Beitrag von UlliB »

La Gaffelière 2022 (St. Emilion) 14,5%Vol. Die "Sicherheitsflasche" für die weiter oben erwähnte Verkostung von drei 22er St.Emilion, die bereitstand, falls einer der Weine einen Korkschmecker gehabt hätte oder sich völlig verschlossen gezeigt hätte. Das war glücklicherweise nicht der Fall, so dass die Flasche nicht benötigt wurde. Aber zurückräumen wollte ich sie auch nicht, und damit war sie jetzt fällig.

Nicht unerwartet ist auch der sehr kräftig, fast schon bullig. Der hohe Cabernet Franc-Anteil (40%) erscheint deutlich mit blauer Frucht und einer floralen Note (Veilchen), sattes, aber feines Tannin, passende Säure. Sehr schön, aber wegen der hohen Konzentration doch mit momentan ziemlich gebremsten Trinkfluss. Distanzvergleiche sind immer problematisch, aber ich meine, dass der unter den anderen drei bestimmt nicht negativ aufgefallen wäre.

Gruß
Ulli
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