Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
2019er Riesling – Neu Bamberg – Rotliegend – trocken – VDP.Aus Ersten Lagen
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
2024 Binger Scharlachberg, Riesling GG mit 12,5 Vol.% Alk.,Pr.Nr.18/25 und 30er DIAM
mittleres Gelb im Glas.
rauchig,ätherisch zartherbe Note im Duft.
Markante, fast raue Rieslingsäure.Grüner Apfel,adstringierend und mundtrocknend,kein schmeckbarer RZ, dezent phenolisch,etwas ungezähmt und widerborstig.Eigenwilliger interessanter Charakter,muß man mögen.Zukunft schwer vorherzusagen. 90-91 P.
Ich habe den Scharlachberg 24 vor einigen Wochen mit Weinfreunden selbst getrunken. Anlass war damals ein Post von Marcus Hofschuster (wein.plus) bei Facebook, der die beiden 24er Scharlachberg von Bischel und Wagner-Stempel sehr gelobt hat. Beide Weine wurden von ihm mit 95 Punkten bewertet. Der Vinum-Weinführer hat für beide Weine 94 Punkte vergeben.
Wir haben ebenfalls beide Weine gegeneinander getrunken, die Mehrheit der Gruppe sogar blind und alle waren ziemlich begeistert.
Sowohl die Bewertung vom Vinum-Weinführer als auch die von wein.plus sind für mich aus der Erinnerung nachvollziehbar.
Scharlachberg Riesling GG 2025 (Wagner-Stempel) 13,0%Vol. Unauffälliges helles Gelb. Und irgendwie unauffällig ist auch der Rest. Minimale Reduktion, schwach rauchig, rieslingtypische Zitrusfrucht, etwas Pfirsich. Mittlere Intensität, normale Rieslingsäure (weder auffällig viel noch zu wenig), im Abgang ganz zart bitter, noch minimal stumpf vom Gerbstoff. Restzucker ist für mich nicht spürbar (laut Weingut 4,7g/L). Irgendeine bodentypische Mineralik kann ich nicht ausmachen.
Der Wein ist gut, gar keine Frage. Aber unspektakulär und "unbesonders", halt hochwertiger trockener Riesling von irgendwo. Da würde ich gerne mal die Experten sehen, die den blind völlig sicher nach Rheinhessen einsortieren, von Bingen ganz zu schweigen.
Beim gestrigen Abend mit Ralf gab es auch diese sehr schöne Scheurebe:
Gerade verkoste ich den Wein nach; im Vergleich zu gestern hat sich so gut wie nichts geändert. Hier handelt es sich mal wieder um einen Weißen, der sowohl Gelegenheitstrinkern wie auch Nerds genug Freude machen dürfte, und neben der hohen geschmacklichen Intensität, die nie ins Plakative abdriftet, sorgen auch die lediglich 12% Alkohol für Pluspunkte. Erstklassige Scheurebe (die Sorte wurde von Ralf im ersten Anlauf blind erkannt), welche keine Wünsche offen lässt, Nachkauf = 3 von 3.
...ich hatte ganz vergessen, daß ich vor Jahren auch mal eine Scheu von W-S im Glas hatte, vermutlich weil ich sie einst eher belanglos fand...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
dann solltest du den oder die aktuellen jahrgänge mal wieder probieren, ich kaufe seit 2020 (der mir besonders gut gefallen hat) jedes jahr mindestens eine probeflasche, er ist immer dann oberhalb des crowdpleasers, wenn er etwas mehr säure hat, wie 20, 21 und 24 bei gleichzeitig saftiger sofort erkennbarer und eben nicht plakativer frucht. ich mache jedes jahr eine weinprobe mit zunehemend gelehrigerer gefolgschaft, und der wein ist immer der einstieg zum aufwecken der geschmackspapillen - und am ende des abends ist die flasche leer, was nicht für alle und deutlich teurere flaschen gilt.
2025 habe ich noch nicht probiert - kommt demnächst dran.
gruss, matthias
...and you may ask yourself - well...how did I get here ?
...der 17er ist zum Einen ja auch schon eine Zeit her, zum Anderen war er damals auch noch recht jung, das seinerzeit "Kaltvergorene" hätte sich vermutlich noch eingeschliffen. 17 war aber auch eher kühler (bzw. nicht ganz so warm) und dennoch war der Wein süße-säure-balancemäßig wohl auch nicht so ganz mein Ding. Was nicht heißt, daß das in aktuelleren Jahrgängen nicht viel besser dastehen kann. Allerdings warte ich dann doch lieber auf ein nicht ganz so warmes Jahr, bis ich da vielleicht mal wieder drangehe, aktuell ist meine Einkaufslust generell stark gedämpft...
Bei rheinhessischer Scheurebe denke ich übrigens in erster Linie an Seehof...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
das ist lustig, bei mir waren es immer die weine vom seehof, die mir etwas belanglos und crowdpleaserig vorkamen und für meinen geschmack auch im basisbereich etwas zu viel restzucker und plakativ. ich gebe allerdings zu, das weingut zuletzt (ab den 20ern) nicht mehr verfolgt zu haben, evtl. kann ich da auch noch dazulernen...
gruss, matthias
...and you may ask yourself - well...how did I get here ?