Weingut Keller

amateur des vins
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Re: Weingut Keller

Beitrag von amateur des vins »

Man kann von Keller-Weinen halten, was man will. Aber Marketing haben sie schon lange transzendiert, scheint mir.
Besten Gruß, Karsten
mixalhs
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Re: Weingut Keller

Beitrag von mixalhs »

Inwiefern?
amateur des vins
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Re: Weingut Keller

Beitrag von amateur des vins »

mixalhs hat geschrieben: ↑Do 17. Sep 2026, 13:49Inwiefern?
Verkauft sich von alleine. Die Marke ist das Ding.
Besten Gruß, Karsten
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EThC
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Re: Weingut Keller

Beitrag von EThC »

Ursula hat geschrieben: ↑Do 17. Sep 2026, 10:43 Der Original-Gewannename für Fl.274 lautet seit jeher "oberer Hubacker" und bis zum Inkrafttreten des 1971er Weingesetzes wurden diese Kellerweine( schon seit der 1920er Jahre ) auch unter der vollständigen Bezeichnung vermarktet.
Da die Fläche aber unter 5 ha beträgt,durften die Weine daraus fortan nur noch als "Hubacker" (also inkl.der benachbarten Flachlagen von anderen Winzern )in den Verkauf kommen.
...vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung, die mich schon wieder etwas wissender macht! :D
Meine initiale Frage
EThC hat geschrieben: ↑Mi 16. Sep 2026, 19:22 ...steht das "Monopol" eigentlich auf der Flasche oder wird von Keller sonstwie marketingmäßig verwendet?
beantwortet das aber nicht...

Es bleibt dennoch ein Fragezeichen bezüglich der "5 ha", denn bei der Lageneindampfung 1971, bei der im groben Durchschnitt ja aus 10 historischen Lagen eine große gemacht wurde, blieben viele der historischen Lagen erhalten, auch wenn sie sehr klein, teils weit kleiner als 1 ha waren; Voraussetzung dafür war, daß die historische Lage 1971 im Monopolbesitz eines Weinguts war. So hätte Keller eigentlich den "Oberer Hubacker" (soweit es damals eine Lage gemäß Lagenrolle war) behalten können, wenn das Gut damals dort Monopolist gewesen ist. Ich habe leider keine alte Lagenkarte von dort, aber ich mutmaße mal, daß der "Oberer Hubacker" 1971 entweder größer war als das heutige offizielle Gewann und Keller nur das eine Flurstück besaß, (kommt recht häufig vor, daß sich die historischen Lagengrenzen recht deutlich von den neu beantragten Gewanngrenzen unterscheiden und wenn das Gut das beantragt hat, warum sollte es das Gewann für andere mit beantragen?), es auch damals "nur" ein Gewann war oder gar nur ein inoffizielles "lieux-dit".

Das genaue Prozedere hinsichtlich der Beantragung eines Gewanns als engerer Herkunft als die Lagengrenzen kenne ich nicht, aber ich ging schon davon aus, daß der Antragsteller letztlich der Eigner der betreffenden Parzelle(n) ist. Daß der VDP damit aber nichts zu hat, kann ja auch nicht stimmen, letztlich kommt die Klassifizierung als "VDP.Große Lage" von dort und daß das abstimmungsfrei einfach passiert ist, kann ich mir nicht vorstellen. Zumal es ja zumindest in Rheinland-Pfalz so ist, daß nach meiner Wahrnehmung alle GL auch mindestens offizielle Gewanne sind, in anderen Bundesländern scheint das teils anders zu sein, ist aber auch schwerer nachvollziehbar, da es dort nicht so detaillierte Geoinformationssysteme gibt.
amateur des vins hat geschrieben: ↑Do 17. Sep 2026, 10:54 Man kann von Keller-Weinen halten, was man will. Aber Marketing haben sie schon lange transzendiert, scheint mir.
...genau deshalb meine initiale Frage. Es gibt ja Weingüter, die mit dem Begriff hausieren, von Keller hätte ich das jetzt auch eher nicht erwartet...
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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GeStro
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Re: Weingut Keller

Beitrag von GeStro »

EThC hat geschrieben: ↑Do 17. Sep 2026, 19:53
Meine initiale Frage
EThC hat geschrieben: ↑Mi 16. Sep 2026, 19:22 ...steht das "Monopol" eigentlich auf der Flasche oder wird von Keller sonstwie marketingmäßig verwendet?
beantwortet das aber nicht...
Jo, steht auf der Pulle drauf, auch vorne. Wenn ich mich nicht täusche, wird seit dem Jahrgang 21 "Oberer Hubacker - Monopol" aufs Etikett geschrieben.
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

Hallo Forum,

wir genießen den Feierabend auf der Terrasse:

2020 Riesling von der Fels trocken mit 12,5 Vol% Alk, 45er Naturkork ND, a,Pr. Nr. 4 275 04312/21

ganz helles Gelb,glockenklarer und frischer Apfel-Zitrusduft.Das ist Riesling pur.Kein Stinker, keine Reduktionsnoten,einfach klar,echt und sauber.Kochentrocken, viel Biß, knackig und mundwässernd, zartes Bitterl.
Macht seinem Ruf als "kleines GG" alle Ehre und harmoniert bestens mit dem gegrillten Seeteufel ( mit Kartoffelstampf und Tomatensalat ).
Herrlicher Trink- und Genußwein der oberen Mittelklasse.

Gruß Ursus

Zwei Jahre danach die nächste Flasche. Meine Beschreibung von 2024 kann ich gut im Wein wiederfinden. Selbst die Farbe nach wie vor ein helles Gelb,keine Ermüdungsspuren in der Nase und auf der Zunge.

der Wein gibt Gas und gefällt uns wirklich sehr, sehr gut.Das fordernde und gleichzeitig lustmachende Element, das typisch und von uns so geschätzte Rieslinghafte ist hier wunderbar abgebildet.


5 Jahre Flaschenreife stehen dem "von der Fels" ausgezeichnet zu Gesicht, ein Glück, daß wir noch gut davon bevorratet sind.

Gruß Ursus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

Der Höhepunkt unseres Feiertagsvergnügens am 3.Oktober in gewohnter Dreierrunde :

2021 Nierstein Pettenthal, Riesling GG mit 13 Vol.% Alk., Pr.Nr.30/22 und excellentem 49er Naturkork Flor ND

Strahlendes, helles Gelb im Glas.
Die Nase aristokratisch nobel,vielschichtige Würze, etwas Tabak und eine pikante Prise Zitrus.
Auch im Mund ein absoluter Traum:faszinierendes Spiel von feinster Würze und vibrierender Rieslingsäure, salzige Mineralik, samtiger Schmelz dicht gewoben,sehr langer und saftiger, nie sattmachender Abgang.
Schade, daß es keine Magnumflasche war.

Traumwein!

Gruß Ursus
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

2021 Riesling von der Fels trocken mit 12,5 Vol.% Alk., Pr.Nr.31/22 und 45er Naturkork ND

Immer wieder ein Freude, diesen Wein im Glas zu haben.
Von den ehemals 24 Flaschen davon in meiner Kühlzelle haben wir mittlerweile rund die Hälfte mit andauerndem Genuß weggetrunken.
Der Istzustand heute entspricht exakt meiner Wunschvorstellung von einem Wein der gehobenen Mittelklasse zu einem akzeptablen Preis.

Trinkt sich federleicht, verführerisch in Duft und Geschmack, purer Trinkspaß.Saftig, mundwässernd, frisch und ohne Schminke.Feiner Rieslingcharakter mit prägnanter Säure; immer noch jugendlich,fast finessig, wird noch viele Jahre Spaß bereiten.

Wer ihn hat, kann jetzt gerne mal zum Korkenzieher greifen!So wie wir gerade beim Frühschoppen .

Gruß Ursus



Wir können obige VKN in ihrer Substanz nur wieder bestätigen.
Wir haben vor wenigen Tagen diesen trockenen Keller-Riesling-Basiswein quasi als "Trostwein" nach einem nicht ganz glücklichmachenden Riesling GG aus anderem Haus genossen und können unseren großen Respekt und unsere Bewunderung für den Rieslingjahrgang 2021 nur unterstreichen.

Klassischer,feiner,ausdrucksstarker Rieslingwein,nie sattmachend, der sich von Flasche zu Flasche, im Abstand von ca. 6 Monaten verkostet,immer weiter gesteigert hat. Da sind 91P. durchaus angemessen : hervorragend !

Gruß Ursus
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Jochen R.
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Jochen R. »

Riesling von der Fels 2022:
Nase gleich nach dem Öffnen voll da: genial, da könnte ich ständig die Nase ins Glas halten. Erst mal florale Noten, Pfirsich und Nectarinen. Wird schon mit wenig Luft durch feinen hellen Tabak abgerundet. Ständig wechelnde Eindrücke.
Mittelgewichtig, Aprikosen, Nectarinen + Zitrone, mundwässernde Säure, nichts plump/schwerfälliges - da hatte ich aus diesem Jahrgang schon ganz andere Sachen im Glas. Mittellanger Abgang.

Wirklich klasse, läuft runter wie Öl. Und so eine schöne Nase. Für mich locker 91 P.

Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
Ursula
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Re: Weingut Keller

Beitrag von Ursula »

Riesling von der Fels 2022:
Nase gleich nach dem Öffnen voll da: genial, da könnte ich ständig die Nase ins Glas halten. Erst mal florale Noten, Pfirsich und Nectarinen. Wird schon mit wenig Luft durch feinen hellen Tabak abgerundet. Ständig wechelnde Eindrücke.
Mittelgewichtig, Aprikosen, Nectarinen + Zitrone, mundwässernde Säure, nichts plump/schwerfälliges - da hatte ich aus diesem Jahrgang schon ganz andere Sachen im Glas. Mittellanger Abgang.

Wirklich klasse, läuft runter wie Öl. Und so eine schöne Nase. Für mich locker 91 P.

Viele Grüße,
Jochen

Hallo Jochen,

der Riesling "von der Fels" ist bei mir und meinen beiden Weinbrüdern schon seit etlichen Jahren so etwas wie unsere "Hausmarke",aber leider auch für uns als Stammkunden nicht immer in der gewünschten Menge vom Weingut lieferbar.
Natürlich haben auch andere Winzer hübsche Töchter, aber der "von der Fels" betört uns Jahr für Jahr aufs neue.Warum ?
Ich glaube einfach, daß dieser gekonnte "Mix" aus Trauben der Vorlese von den Kellerschen GG-Lagen ( kalkreiche Böden mit bester Humusversorgung) in Verbindung mit reduzierten Pro-Stock-Erträgen der Garant für diesen außergewöhnlichen Basiswein darstellt.

Auf den 26er Jahrgang in vielleicht 6 Monaten freuen wir uns schon heute.

Gruß Ursus
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