57 Euronen ... stolzer Preis ...la-vita hat geschrieben: ↑Do 19. Feb 2026, 11:38 Die alkoholfrei-Welle schwappt nun auch auf das gehobene Segment in Bordeaux über:
https://magazin.wein.plus/news/erster-a ... st-emilion
Mal schaun wann es den ersten alkoholfreien Petrus gibt![]()
Gruß
Detlef
Bordeaux ganz allgemein!
Re: Bordeaux ganz allgemein!
Gruss, Sascha
„Riesling geht immer“!
„Riesling geht immer“!
Re: Bordeaux ganz allgemein!
Der australische Weinproduzent Penfolds streckt seine Fühler nach Frankreich aus.
https://bellevue.nzz.ch/kochen-geniesse ... ld.1925732
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Viele Grüße
Rainer
"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
Rainer
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Lars Dragl
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- Registriert: Mo 3. Okt 2016, 23:24
Re: Bordeaux ganz allgemein!
Hallo!
Sowohl Ch. Lanessan als auch Weine von Penfolds hatte ich früher öfters. Lanessan habe ich wegen den Presskorken aussortiert und Penfolds ist vom PGV her irgendwann einfach durchgefallen. Den Stil kann ich hin und wieder noch ab, aber die Preise sind mir für die gehobenen Sachen einfach zu ambitioniert. Es wird sich auch zeigen, ob das in diesen Zeiten überhaupt ein kluger Schachzug war.
Herzliche Grüße
Lars
Sowohl Ch. Lanessan als auch Weine von Penfolds hatte ich früher öfters. Lanessan habe ich wegen den Presskorken aussortiert und Penfolds ist vom PGV her irgendwann einfach durchgefallen. Den Stil kann ich hin und wieder noch ab, aber die Preise sind mir für die gehobenen Sachen einfach zu ambitioniert. Es wird sich auch zeigen, ob das in diesen Zeiten überhaupt ein kluger Schachzug war.
Herzliche Grüße
Lars
Re: Bordeaux ganz allgemein!
Moin zusammen,
gibt es eigentlich handfeste Erkenntnisse welche Reben auf welchen Böden in Bordeaux am besten mit den klimatischen Veränderungen zurecht kommen?
Ich habe mir gerade Lobenbergs "Epizentrum St. Emilion" durchgelesen und mich gefragt ob da irgendeine Erkenntnis draus zu gewinnen ist außer dem "Kauft jetzt meine Weine" (wofür ich diesen Artikel wahrhaft nicht gebraucht hätte).
Mit wenigen Winzern in Baden und Südtirol habe ich den Klimawandel zwar nur angerissen, aber alle suchten ihr Glück in anderen Reben, wobei in Südtirol teils wohl auch das Wasser zum Problem werden wird. Wenn die Gletscher weg sind wird Wein und Obstbau vielerorts nicht mehr möglich sein.
Gruß Armin
gibt es eigentlich handfeste Erkenntnisse welche Reben auf welchen Böden in Bordeaux am besten mit den klimatischen Veränderungen zurecht kommen?
Ich habe mir gerade Lobenbergs "Epizentrum St. Emilion" durchgelesen und mich gefragt ob da irgendeine Erkenntnis draus zu gewinnen ist außer dem "Kauft jetzt meine Weine" (wofür ich diesen Artikel wahrhaft nicht gebraucht hätte).
Mit wenigen Winzern in Baden und Südtirol habe ich den Klimawandel zwar nur angerissen, aber alle suchten ihr Glück in anderen Reben, wobei in Südtirol teils wohl auch das Wasser zum Problem werden wird. Wenn die Gletscher weg sind wird Wein und Obstbau vielerorts nicht mehr möglich sein.
Gruß Armin
als erstes Wunder verwandelte Jesus Wasser in Wein - na das nenne ich mal einen lebensfrohen Gott
Re: Bordeaux ganz allgemein!
https://open.spotify.com/episode/66VOjT ... 2cc4c5496e
oder hier
https://www.podcast.de/episode/70200798 ... -monarchie
Dazu ganz interessant die Folge des Podcasts Genuss im Bus "Frankreich 2026: Labor der Disruption (1) - Das Ende der Kies-Monarchie".
VG Nora
oder hier
https://www.podcast.de/episode/70200798 ... -monarchie
Dazu ganz interessant die Folge des Podcasts Genuss im Bus "Frankreich 2026: Labor der Disruption (1) - Das Ende der Kies-Monarchie".
VG Nora
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Re: Bordeaux ganz allgemein!
...es sind ja seit einiger Zeit auch in Mengen < 10 % Arinamoa, Castets, Marselan, Touriga Nacional sowie in weiß Alvarinho und Liliorila erlaubt, hab aber noch nie irgendwo eine Cuvéezusammensetzung gesehen, bei der eine dieser Sorten auftaucht. Ein mißlungener Versuch?
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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Re: Bordeaux ganz allgemein!
Wenn das so einfach wäre…
nur ein paar Gedanken
Es ändert sich gerade sehr viel auf einmal:
Klima
Mit diesen Änderungen, die nicht nur die Temperatur betreffen kommt gutes Terroir besser zurecht, auch oder insbesondere Kies- und Kalklagen. Drainage und Unterbodenschichten sind entscheidend, daran wird auch der Klimawandel nichts ändern. Die Extremwettersituationen wie Starkregen, lange Regenperioden, oder extreme Trockenheit sind für eine Rebe mit einem gesunden Wurzelapparat besser wegzustecken (ausgenommen Jungreben). Für gesunde Wurzeln der Reben braucht es nun mal Drainage, weil bei anstehendem Wasser die Wurzeln sehr schnell ‚ertrinken‘. Hitzewellen betreffen alle Standorte gleich; da könnte Merlot Schwierigkeiten bekommen.
Was sich ändern wird ist der frühere Austrieb (verlängerte Spätfrostgefahr) und entsprechend frühere Lese. Die Reife der Cabernets kommt so in wärmere Regionen, das wird die Säurewerte und eventuell die Aromen verändern. Da mache ich mir schon etwas Sorgen.
Demografie
Es werden gerade viel Rebflächen gerodet. Nicht wenige Kollegen verbinden das mit ihrer Rente und geben die Weinproduktion komplett auf. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lagen wollen Ihre Kinder das Weingut nicht übernehmen und Käufer sind auch keine da. Also wir zugemacht…
Wird die Fläche nur reduziert könnte wieder angepflanzt werden, so lange die Pflanzrechte noch bestehen bleiben. Das ist der Fall, wenn keine Rodungsprämie einkassiert wurde und innerhalb von 5 max. 8 Jahren neugepflanzt wird. Hierzu braucht es aber eine ganz andere Marktsituation. Die Preise an den Grosshandel geben das nicht her und für die Zukunft sieht das auch nicht danach aus. Dazu steigen die Kosten für eine Pflanzung und eine Bewässerung der Jungpflanzen ist nötig, aufwendig und teuer. Die Kosten für die Bewirtschaftung steigen sowieso. Die aktuellen Grosshandelspreise im mittleren Preissegment müssten sich verdoppeln – bald verdreifachen damit sich eine neue Rebanlage wirtschaftlich rechnet. Danach sieht es nicht aus!
Für das Bordelais ist die Produktionsmenge bereits unter der Verkaufsmenge. Der zu hohe Lagerbestand wird abgebaut, was gut ist. Aber der ist auch irgendwann weg. Was dann kommt...?
Markt
Getrieben von nachlassender Kaufkraft der Verbraucher haben insbesondere die Supermärkte (Discounter sowieso) ihre Portfoliostrategie geändert.
Es wird nach Kategorien und Preis eingekauft und positioniert. Im Angebot soll z.B. ein Wein mit ein/zwei Goldmedaillen, ein St. Emilion grand cru und ein Médoc Crus Bourgeois stehen entsprechend Kategorisiert der Einkauf. Vor ein paar Jahren wurden die verschiedenen Weine noch probiert. So wie es jetzt aussieht fällt das aus. Der Grosshändler schickt eine Liste seiner Wahl und der Einkäufer nimmt jeweils den billigsten in jeder Kategorie. Dafür braucht es keine Probe, noch nicht einmal eine KI. Kein Wunder, dass dies nicht der beste St. Emilion, Médoc oder was auch immer ist und schon ist der sich auskennende Kunde von der Qualität enttäuscht und bestätigt in seiner Ansicht, dass Bordeaux nix ist. Das habe ich auch schon hier im Forum gelesen. Diese Situation gibt es für Weine aus dem Bordelais schon länger und die Gefahr besteht auch für andere Weinregionen.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
nur ein paar Gedanken
Es ändert sich gerade sehr viel auf einmal:
Klima
Mit diesen Änderungen, die nicht nur die Temperatur betreffen kommt gutes Terroir besser zurecht, auch oder insbesondere Kies- und Kalklagen. Drainage und Unterbodenschichten sind entscheidend, daran wird auch der Klimawandel nichts ändern. Die Extremwettersituationen wie Starkregen, lange Regenperioden, oder extreme Trockenheit sind für eine Rebe mit einem gesunden Wurzelapparat besser wegzustecken (ausgenommen Jungreben). Für gesunde Wurzeln der Reben braucht es nun mal Drainage, weil bei anstehendem Wasser die Wurzeln sehr schnell ‚ertrinken‘. Hitzewellen betreffen alle Standorte gleich; da könnte Merlot Schwierigkeiten bekommen.
Was sich ändern wird ist der frühere Austrieb (verlängerte Spätfrostgefahr) und entsprechend frühere Lese. Die Reife der Cabernets kommt so in wärmere Regionen, das wird die Säurewerte und eventuell die Aromen verändern. Da mache ich mir schon etwas Sorgen.
Demografie
Es werden gerade viel Rebflächen gerodet. Nicht wenige Kollegen verbinden das mit ihrer Rente und geben die Weinproduktion komplett auf. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lagen wollen Ihre Kinder das Weingut nicht übernehmen und Käufer sind auch keine da. Also wir zugemacht…
Wird die Fläche nur reduziert könnte wieder angepflanzt werden, so lange die Pflanzrechte noch bestehen bleiben. Das ist der Fall, wenn keine Rodungsprämie einkassiert wurde und innerhalb von 5 max. 8 Jahren neugepflanzt wird. Hierzu braucht es aber eine ganz andere Marktsituation. Die Preise an den Grosshandel geben das nicht her und für die Zukunft sieht das auch nicht danach aus. Dazu steigen die Kosten für eine Pflanzung und eine Bewässerung der Jungpflanzen ist nötig, aufwendig und teuer. Die Kosten für die Bewirtschaftung steigen sowieso. Die aktuellen Grosshandelspreise im mittleren Preissegment müssten sich verdoppeln – bald verdreifachen damit sich eine neue Rebanlage wirtschaftlich rechnet. Danach sieht es nicht aus!
Für das Bordelais ist die Produktionsmenge bereits unter der Verkaufsmenge. Der zu hohe Lagerbestand wird abgebaut, was gut ist. Aber der ist auch irgendwann weg. Was dann kommt...?
Markt
Getrieben von nachlassender Kaufkraft der Verbraucher haben insbesondere die Supermärkte (Discounter sowieso) ihre Portfoliostrategie geändert.
Es wird nach Kategorien und Preis eingekauft und positioniert. Im Angebot soll z.B. ein Wein mit ein/zwei Goldmedaillen, ein St. Emilion grand cru und ein Médoc Crus Bourgeois stehen entsprechend Kategorisiert der Einkauf. Vor ein paar Jahren wurden die verschiedenen Weine noch probiert. So wie es jetzt aussieht fällt das aus. Der Grosshändler schickt eine Liste seiner Wahl und der Einkäufer nimmt jeweils den billigsten in jeder Kategorie. Dafür braucht es keine Probe, noch nicht einmal eine KI. Kein Wunder, dass dies nicht der beste St. Emilion, Médoc oder was auch immer ist und schon ist der sich auskennende Kunde von der Qualität enttäuscht und bestätigt in seiner Ansicht, dass Bordeaux nix ist. Das habe ich auch schon hier im Forum gelesen. Diese Situation gibt es für Weine aus dem Bordelais schon länger und die Gefahr besteht auch für andere Weinregionen.
Beste Grüße aus Médoc
Stefan
Die Wahrheit liebt es, sich zu verstecken. (Heraklit - Interpretation)