Stimmt, ich hab's mit Potensac verwechselt und meine Notizen irgendwie durcheinandergewürfelt. Danke für den Hinweis! Bis ich die richtige Notiz finde, habe ich es mal rausgenommen...
Cheers,
Ollie
Bordeaux 2025
Re: Bordeaux 2025
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Re: Bordeaux 2025
Weiter geht's mit Pauillac:
Mouton Rothschild
Fast reiner Cabernet Sauvignon (2% Merlot), Pauillac, viel Kraft und Dichte und dennoch mit viel Charme, Eleganz und reichem Schmelz, was den Wein bei aller Tiefe natürlich, freundlich und bereits jetzt nahbar macht. Extrem gut, für mich der schönste der drei Groß-Pauillacs und einer der vier Superästheten des Médocs (98-100).
Petit Mouton Viel Stoff und Fett, bei aller Reife gut und quasi sofort trinkbar, aber doch etwas simpel. Ich bin erst vom Glauben abgefallen, weil ich dachte, das hier sei der Grand Vin (PTSD von Haut Brion?). Nicht ganz sicher, was so ein Wein soll, der fast zehn Punkte hinter dem Grand Vin liegt. Die assoziierten Châteaux zeigen doch, daß es viel besser geht.
Clerc Milon Tolle Nase! Viel Stoff und Fett (ein Drittel Merlot). kräftige, durch die saftige Säure etwas ruppige Struktur, aber das wird sich mit dem Ausbau noch abrunden. Die Kalksteinmineralität verleiht Flüü Energie, was den Wein zwischen dem unangestrengt dahingleitenden Mouton und dem etwas abwesenden d’Armailhac charakterlich herausragen lässt. Schöne Länge, hintenraus leicht nachbitternd. Gefällt mir sehr gut (93-95+).
d’Armailhac Auch hier Kalkstein, mehr noch als bei Clerc, viel Frische, aromatisch komplex und sehr, sehr hübsch. Und irgendwie ein sehr typischer d’Armailhac, mit dieser leicht ins Wässrige gehenden Dichte, die den Wein immer etwas zu dünn erscheinen lässt, ihn dafür aber unglaublich süffig macht. Für Fans ist der Jahrgang ein Muss. Von mir 90-92.
Lafite Rothschild
Ha ja. Natürlich. Groß-Pauillac, von allem viel: frisch! fein! saftig! komplex! druckvoll! dicht! präzise! extrem elegant und ausgewogen! lang! was will man mehr, außer vielleicht noch einer Handvoll Ausrufezeichen und etwas weniger emotionale Distanz? Extrem gut, wahrscheinlich der beste, aber nicht der schönste Pauillac (98-100).
Carruades de Lafite
Im Stil des Grand Vin gehalten, aber mit viel Kraft, Frische, Saft und Länge. Beeindruckend, wie lange diese animierende Saftigkeit nachklingt. Vielleicht kein Philosoph, aber ein sehr schöne Energie, mir gefällt das sehr gut (92-94).
Duhart Milon
Hat mich auf der ersten großen Sammelverkostung zum Innehalten gebracht. Insgesamt drei Mal verkostet, zuletzt auf dem Château, und jedesmal fiel seine Noblesse auf. Sehr aristokratisch, edler als Clerc, zedrig (73 CS, 27 Mi), saftig, frisch, mit Fett, durchaus mehrheitsfähig, aber toll (93-95+).
Latour
Uff! Mehr Bollwerk als Wein, streng in Architektur und Aromatik, aber natürlich monumental (ich rechne fest damit, daß Bettane & Desseauve schreiben werden „un Latour d’anthologie!“). Natürlich 98-100, aber eigentlich völlig egal, wie der Wein sich jetzt darstellt, denn er braucht 50 Jahre, um sein Geld zu verdienen. Falls also jemandes Nachwuchs 2025 Abitur gemacht hat, hier wäre ein Wein zur Feier des Renteneintritts. Oder des Reißens des 3-Grad-Ziels, whichever comes first.
Pichon Comtesse de Lalande
Viel Pauillac-Kies (81 CS, 4 CF 15 M, 13 Vol%, pH=3.7) und Schokoladenkaffee (100% neues Holz). Tief, dicht, konzentriert (Ertrag <24 hl/ha, wie fast überall), aber sehr fein, sehr präzise und elegant, sehr klar und sauber strukturiert, mit viel sattem Schmelz aufgefüllt, so sehr, daß der Wein etwas arg mehrheitsfähig wird. Großartig (97-99). Liebhaber dieses Stils werden dem Wein Kathedralen bauen, zu recht, aber jenseits der Freude an der schieren Qualität springt der Funke erneut nicht über.
Reserve de Comtesse
(52 CS, 46 M, 2 PV, 13 Vol%, pH=3.7) Wie schon der Erstwein sehr auf der „verführerischen“ Seite. Sehr offen, auch schokoladiger Kaffee, runder Schmelz, dennoch frisch und leicht, schöne Länge, vielleicht eher Haut-Médoc als Pauillac, aber das macht Spaß (90-92).
Grand-Puy-Lacoste
Einer meiner „Dreifaltigkeitsweine“ (neben Léoville Barton und Brane Cantenac), und nur einmal kurz verkostet, denn es ist sofort klar: Das ist ein superber GPL, ganz im Hausstil, profitiert enorm vom Jahrgang mit Frische, Präzision, Eleganz, bei aller Dichte und Struktur unglaubliche Süffigkeit (noch einen Eimer für Monsieur), auch aromatisch total GPL mit einem Mix aus herben schwarzen und roten Früchten. Ich bin der totale Fanboy, deshalb konservative 95-97, aber das hier ist schöner als 2022. Ein enorm ästhetischer Wein.
Haut-Bages-Libéral
Dunkle, reife, herbe Frucht (83 CS, 15 M, 1 CF, 1 PV, 13.2 Vol% und pH=3.56), Graphit, eine enorme Kalksteinmineralität (noch stärker ausgeprägter als bei Clerc und d'Armailhac) verleiht dem Weine eine unglaubliche Spannung und Energie, das ist „lightning in a bottle“. Saft und Kraft und Schmelz, dabei jahrgangsbedingt mit mehr Präzision und Spannung als der 2022er. Das ist wirklich speziell, denn eine solche Energie gibt’s nur noch auf dem rechten Ufer, und dann halt mit Merlot. Reifung 35% in neuem, 35% in einjährigem Holz und 30% im Betonei. Okay, ich bin eh ein Fanboy, aber hier ist mir echt das Blech weggeflogen. 93-95.
Lynch Bages
Viel Pauillac, tolle, sehr würzige Nase nach Zedern und Kies. Am Gaumen kräftige, aber sehr gute Struktur, viel Stoff, satte Frucht, viel Sahnekaramell (stört mich), recht lang, aber mir fehlt etwas die Tiefe. Beeindruckend, aber nicht mein bevorzugter Stil (28 Merlot). Eventuell mit Potential zu Größe, aber der Wein muss noch dafür arbeiten. (94-96?)
Lynch Moussas
Schon ganz okay, aber ich hatte nach dem großartigen Batailley höhere Erwartungen. Etwas enttäuschte 87-89.
Batailley und Pontet Canet
siehe hier
Haut Batailley
Überraschend gut, viel dunkle, saftige und reife Frucht (37 Merlot), sehr angenehme Struktur, poliertes Tannin, merklich die selbe Idee wie bei Lynch-Bages (zu dem es seit Kauf 2017 assoziiert ist), sehr gut (90-92+).
Grand Puy Ducasse
Ein sehr freundlicher, runder und mehrheitsfähiger Pauillac (59 CS, 36 M, 5 PV). Sehr gut (89-91).
Wird fortgesetzt mit St-Julien.
Cheers,
Ollie
Mouton Rothschild
Fast reiner Cabernet Sauvignon (2% Merlot), Pauillac, viel Kraft und Dichte und dennoch mit viel Charme, Eleganz und reichem Schmelz, was den Wein bei aller Tiefe natürlich, freundlich und bereits jetzt nahbar macht. Extrem gut, für mich der schönste der drei Groß-Pauillacs und einer der vier Superästheten des Médocs (98-100).
Petit Mouton Viel Stoff und Fett, bei aller Reife gut und quasi sofort trinkbar, aber doch etwas simpel. Ich bin erst vom Glauben abgefallen, weil ich dachte, das hier sei der Grand Vin (PTSD von Haut Brion?). Nicht ganz sicher, was so ein Wein soll, der fast zehn Punkte hinter dem Grand Vin liegt. Die assoziierten Châteaux zeigen doch, daß es viel besser geht.
Clerc Milon Tolle Nase! Viel Stoff und Fett (ein Drittel Merlot). kräftige, durch die saftige Säure etwas ruppige Struktur, aber das wird sich mit dem Ausbau noch abrunden. Die Kalksteinmineralität verleiht Flüü Energie, was den Wein zwischen dem unangestrengt dahingleitenden Mouton und dem etwas abwesenden d’Armailhac charakterlich herausragen lässt. Schöne Länge, hintenraus leicht nachbitternd. Gefällt mir sehr gut (93-95+).
d’Armailhac Auch hier Kalkstein, mehr noch als bei Clerc, viel Frische, aromatisch komplex und sehr, sehr hübsch. Und irgendwie ein sehr typischer d’Armailhac, mit dieser leicht ins Wässrige gehenden Dichte, die den Wein immer etwas zu dünn erscheinen lässt, ihn dafür aber unglaublich süffig macht. Für Fans ist der Jahrgang ein Muss. Von mir 90-92.
Lafite Rothschild
Ha ja. Natürlich. Groß-Pauillac, von allem viel: frisch! fein! saftig! komplex! druckvoll! dicht! präzise! extrem elegant und ausgewogen! lang! was will man mehr, außer vielleicht noch einer Handvoll Ausrufezeichen und etwas weniger emotionale Distanz? Extrem gut, wahrscheinlich der beste, aber nicht der schönste Pauillac (98-100).
Carruades de Lafite
Im Stil des Grand Vin gehalten, aber mit viel Kraft, Frische, Saft und Länge. Beeindruckend, wie lange diese animierende Saftigkeit nachklingt. Vielleicht kein Philosoph, aber ein sehr schöne Energie, mir gefällt das sehr gut (92-94).
Duhart Milon
Hat mich auf der ersten großen Sammelverkostung zum Innehalten gebracht. Insgesamt drei Mal verkostet, zuletzt auf dem Château, und jedesmal fiel seine Noblesse auf. Sehr aristokratisch, edler als Clerc, zedrig (73 CS, 27 Mi), saftig, frisch, mit Fett, durchaus mehrheitsfähig, aber toll (93-95+).
Latour
Uff! Mehr Bollwerk als Wein, streng in Architektur und Aromatik, aber natürlich monumental (ich rechne fest damit, daß Bettane & Desseauve schreiben werden „un Latour d’anthologie!“). Natürlich 98-100, aber eigentlich völlig egal, wie der Wein sich jetzt darstellt, denn er braucht 50 Jahre, um sein Geld zu verdienen. Falls also jemandes Nachwuchs 2025 Abitur gemacht hat, hier wäre ein Wein zur Feier des Renteneintritts. Oder des Reißens des 3-Grad-Ziels, whichever comes first.
Pichon Comtesse de Lalande
Viel Pauillac-Kies (81 CS, 4 CF 15 M, 13 Vol%, pH=3.7) und Schokoladenkaffee (100% neues Holz). Tief, dicht, konzentriert (Ertrag <24 hl/ha, wie fast überall), aber sehr fein, sehr präzise und elegant, sehr klar und sauber strukturiert, mit viel sattem Schmelz aufgefüllt, so sehr, daß der Wein etwas arg mehrheitsfähig wird. Großartig (97-99). Liebhaber dieses Stils werden dem Wein Kathedralen bauen, zu recht, aber jenseits der Freude an der schieren Qualität springt der Funke erneut nicht über.
Reserve de Comtesse
(52 CS, 46 M, 2 PV, 13 Vol%, pH=3.7) Wie schon der Erstwein sehr auf der „verführerischen“ Seite. Sehr offen, auch schokoladiger Kaffee, runder Schmelz, dennoch frisch und leicht, schöne Länge, vielleicht eher Haut-Médoc als Pauillac, aber das macht Spaß (90-92).
Grand-Puy-Lacoste
Einer meiner „Dreifaltigkeitsweine“ (neben Léoville Barton und Brane Cantenac), und nur einmal kurz verkostet, denn es ist sofort klar: Das ist ein superber GPL, ganz im Hausstil, profitiert enorm vom Jahrgang mit Frische, Präzision, Eleganz, bei aller Dichte und Struktur unglaubliche Süffigkeit (noch einen Eimer für Monsieur), auch aromatisch total GPL mit einem Mix aus herben schwarzen und roten Früchten. Ich bin der totale Fanboy, deshalb konservative 95-97, aber das hier ist schöner als 2022. Ein enorm ästhetischer Wein.
Haut-Bages-Libéral
Dunkle, reife, herbe Frucht (83 CS, 15 M, 1 CF, 1 PV, 13.2 Vol% und pH=3.56), Graphit, eine enorme Kalksteinmineralität (noch stärker ausgeprägter als bei Clerc und d'Armailhac) verleiht dem Weine eine unglaubliche Spannung und Energie, das ist „lightning in a bottle“. Saft und Kraft und Schmelz, dabei jahrgangsbedingt mit mehr Präzision und Spannung als der 2022er. Das ist wirklich speziell, denn eine solche Energie gibt’s nur noch auf dem rechten Ufer, und dann halt mit Merlot. Reifung 35% in neuem, 35% in einjährigem Holz und 30% im Betonei. Okay, ich bin eh ein Fanboy, aber hier ist mir echt das Blech weggeflogen. 93-95.
Lynch Bages
Viel Pauillac, tolle, sehr würzige Nase nach Zedern und Kies. Am Gaumen kräftige, aber sehr gute Struktur, viel Stoff, satte Frucht, viel Sahnekaramell (stört mich), recht lang, aber mir fehlt etwas die Tiefe. Beeindruckend, aber nicht mein bevorzugter Stil (28 Merlot). Eventuell mit Potential zu Größe, aber der Wein muss noch dafür arbeiten. (94-96?)
Lynch Moussas
Schon ganz okay, aber ich hatte nach dem großartigen Batailley höhere Erwartungen. Etwas enttäuschte 87-89.
Batailley und Pontet Canet
siehe hier
Haut Batailley
Überraschend gut, viel dunkle, saftige und reife Frucht (37 Merlot), sehr angenehme Struktur, poliertes Tannin, merklich die selbe Idee wie bei Lynch-Bages (zu dem es seit Kauf 2017 assoziiert ist), sehr gut (90-92+).
Grand Puy Ducasse
Ein sehr freundlicher, runder und mehrheitsfähiger Pauillac (59 CS, 36 M, 5 PV). Sehr gut (89-91).
Wird fortgesetzt mit St-Julien.
Cheers,
Ollie
Zuletzt geändert von Ollie am So 3. Mai 2026, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
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Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
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Fabian1855
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Re: Bordeaux 2025
Hallo Ollie,
konntest du bei Lynch Bages auch den Weißen probieren? Bin echt ein Fan davon und die Bewertung von Adrian bzgl 25 liest sich ja durchaus vielversprechend.
Viele Grüße
konntest du bei Lynch Bages auch den Weißen probieren? Bin echt ein Fan davon und die Bewertung von Adrian bzgl 25 liest sich ja durchaus vielversprechend.
Viele Grüße
Re: Bordeaux 2025
Leider nein, Lynch-Bages hatte ich nur auf einer Sammelverkostung, nicht auf dem Chateau. Aus Zeitgründen habe ich Weiße nur probiert, wenn sie im Line-Up des Erzeugers waren (also präsentiert auf einem der zugehörigen Chateaux)
Cheers,
Ollie
Cheers,
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
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Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
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pessac-léognan
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- Registriert: Fr 11. Jan 2019, 10:57
Re: Bordeaux 2025
Danke, Ollie, für deine Notizen zu Saint-Estèphe und Pauillac. Mir gefällt deine evident subjektive Herangehensweise (und Beschreibung). ICH persönlich habe davon SEHR viel mehr als von den repetitiven Floskeln mancher Vielverkoster. Und im Unterschied zu einem anderen Poeten der Verkostungsszene, Yves Beck, hat das von dir Geschriebene dann doch (für mich jedenfalls) mehr praktische Aussagekraft.
Und ja, zum Stichwort "praktisch": PC und Batailley sind schon geordert, HBL, BC und Montrose (so die Bouygues nicht total übermarchen) werden folgen, ev. auch GPL. Vielleicht noch (nachdem jetzt auch Quarin eingeschwenkt ist) LCHB und ganz sparsam Rechtsufriges... Deine Beschreibungen, zusammen mit den Punkten anderer Verkoster, sind da schon sehr hilfreich.
Gruß
Jean
Und ja, zum Stichwort "praktisch": PC und Batailley sind schon geordert, HBL, BC und Montrose (so die Bouygues nicht total übermarchen) werden folgen, ev. auch GPL. Vielleicht noch (nachdem jetzt auch Quarin eingeschwenkt ist) LCHB und ganz sparsam Rechtsufriges... Deine Beschreibungen, zusammen mit den Punkten anderer Verkoster, sind da schon sehr hilfreich.
Gruß
Jean
Re: Bordeaux 2025
Hier nun meine Notizen zu St-Julien:
Léoville-Las-Cases
Dunkle, zedrige, würzige Nase, mit einer sehr aparten, leichten Rauchnote (ich fühle mich spontan an Springbank erinnert, einem Whisky aus Campbeltown). Am Gaumen die perfekte Inkarnation des Jahrgangs, hochverdichtet, lang und höchstvollendet zu einem St-Julien-Konzentrat mit deutlicher Cabernet-Klasse (82 CS, 12 CF, 6 M), frisch und elegant - und bei allem Traubenmaterial ist das Holz recht deutlich spürbar. Der Wein wird zwei Jahrzehnte oder so benötigen, um zumindest die (hölzernen, haha) Trinkfensterläden zu öffnen, aber das wird ein Super-Claret alter Schule, mit Lederpatches an den muskulösen Ellbögen. Sehr, sehr aristokratisch (97-99).
Le Petit Lion
Auch hier diese leichte Rauchnote, Zigarrenkiste, herrliche Nase. Am Gaumen sehr gut, mit Fett (49 CS, 48 M, 3 CF) und ganz im Haustil viel crémiges Holz - mir etwas zu viel. Andererseits wirkt der Wein damit sehr traditionell, also wer weiß, was daraus wird. Momentane Sicht 90-92.
Clos du Marquis
Durchaus ein sehr schöner St-Julien (73 CS, 21 M, 6 CF, 13.6 Vol%, pH=3.57), gute Würze, vielleicht etwas holzbetont (der Hausstil von LLC), schon jetzt bei aller Struktur recht geschmeidig und mehrheitsfähig, aber in einigen Jahren sicherlich noch schöner zu trinken. Ich vermisse etwas Charakter. Jetzt etwas konservative 91-93. Beobachten.
Léoville-Barton
Oh wow. Auch hier eine superbe Inkarnation der Jahrgangscharakteristik: Kraft und Dichte (22 hl/ha!) bei enormer Präzision, Eleganz und Harmonie. Dunkle, kühle Frucht (86 CS, 12 M, 2 CF), mit genau der richtigen Portion Schmelz, um sauber gezeichnet zu bleiben, aber ein sehr freundlicher und unglaublich hübscher Wein zu sein. Sehr schöne Länge, alles ganz ohne Aschenbecher oder Teer. Ganz anders aufgestellt als der (auch superbe) 2022, denn das hier ist black tie. Ich bin hingerissen, aber ich bin auch Fanboy (Dreifaltigkeitswein). Ziemlich sicher groß (95-97). - Ein ebenfalls ausgeschenkter 2016er aus der Karaffe trank sich übrigens bereits ganz, ganz hervorragend!
Léoville-Poyferré
Uff. Viel crémiges Neuholz über reifer, plakativer Frucht, fast klischeehaft aus alten, längst versunkenen Zeiten. Wahrscheinlich ein schlechtes Sample (nur einmal auf Sammelverkostung gehabt). Keine Wertung. Aber Poyferré war nie mein Ding, könnte also auch an mir liegen. (Spaß.)
Langoa-Barton
Ein satter, dennoch sehr eleganter, geschmeidiger und hübscher Langoa, aromatisch und würzig (40 CS, 45 M, 15 CF, 60% neues Holz sehr gut verdaut) und mit der jahrgangstypischen Dichte (20 hl/ha!), was den Wein schon etwas spektakulär macht. Der elegante Hausstil zieht sich deutlich durch. Gefällt mir deshalb sehr, sehr gut (92-94+).
Gruaud-Larose
Wie schon bei Duhart, war ich auf der Sammelverkostung wie vom Donner gerührt beim Erstkontakt mit Gruaud. Der Eindruck wurde auf dem Château erfolgreich verifiziert. Kühle, frische, dunkle Frucht, viel Saft und Konzentration, Würze, okay, soweit sehr 2025, soweit sehr St-Julien (77 CS, 21 M, 2 CF, 13.5 Vol%, pH=3.71, für die Boden-Geeks: vollständig Terrasse 3). Aber die Struktur! Natürlich deutliches Tannin, aber super elegant, super edel. Ein sehr, sehr ästhetischer Wein. Hätte ich nach dem überrissenen 2022er nicht erwartet. Wird noch etwas Rundheit bekommen nach 18 Monaten im neuen Holz, aber dennoch ein Wein für die Strecke bleiben. Völlig frei von Asche und Teer. Superb (96-98).
Sarget de Gruaud Larose
Gute Struktur und Konzentration (58 M, 36 CS, 4 PV, 2 CF, 13.5 Vol%, pH=3.69), trotz hohen Merlot-Anteils kühl und enorm elegant und sehr St-Julien. Ich bin sehr auf den Preis gespannt. Sehr gut (91-93).
Talbot
Noch so ein Wein, der auf der Sammelverkostung meine Augenbraue hat heben lassen. Sehr offene, dunkle, satte, würzige Frucht, sowohl in der Nase als auch am Gaumen, voll, sehr gut vergrabenes Tannin, trotz deutlicher Cabernet-Prägung (74 CS, 17 M, 9(!) PV, 13.2 Vol%) recht rund und geschmeidig (ich habe ihn spontan als Merlot-Bömbchen diffamiert, aber die Tanninqualität hätte mir Indiz sein sollen), sehr schöne Länge, sehr wohlschmeckend. Für 2025 erstaunlich opulent, aber ein sehr freundlicher Riese. Tut sich früh trinkreif an, aber wird lange reifen können. Ein Wein mit einem sehr hohen Gebrauchswert und für Leute, die Wein trinken möchten und nicht darüber Bücher verfassen. Gefällt mir sehr gut (92-94), aber leider konnte ich ihn nicht nachverkosten zur Erhärtung des Anfangsverdachts. Beobachten!
Beychevelle
Hier also meine Nemesis. Ich wollte den Wein wirklich mögen, aber irgendwie passt etwas nicht zwischen uns. Wirklich kein Fan der Tanninstruktur (52 CS, 43 M, 5 PV), die 43 Schuldigen habe ich schon benannt. Nun wir der Ausbau (70% neues Holz) bestimmt noch seine Magie tun, und Liebhaber dieses Château werden den Wein super finden - zurecht, denn er hat alles, was 2025 möglich machte, dazu absehbar frühe Trinkreife und ein sehr langes Leben -, aber für mich ist das nix. Go figure. Bei weitem nicht standesgemäße 90-92 von mir, aber lesen wir es so: Die Anlagen sind da!
Branaire Ducru
Ein weiterer Wein, dem ich etwas angespannt entgegensah. Der 2022er sollte best ever gewesen sein, hate aber so überhaupt nicht für mich funktioniert. Nun also der 2025er, von dem ich mir jahrgangsbedingt etwas mehr Definition und Straffheit erhofft hatte. Sehr blumige Nase, am Gaumen saftig und dicht, mit einer seltsamen Kombination aus weicher Frucht und nur mäßig feinem Tannin (trotz 62 CS, 26 M, 6 CF, 6 PV), viel Holz (Kaffee, dunkle Schokolade, sogar verbrannter Zucker). Natürlich ohne die Üppigkeit des 2022ers (13.2 Vol% bei pH=3.65), aber man erkennt die architektonische Parallelen, und hier scheint der Hase denn auch im Scheinwerferkegel zu liegen: Mir liegt dieser Stil so gar nicht. Solides Handwerk, 89-91, aber eigentlich für mich nicht richtig bewertbar, ich bin hier im falschen Film. Für Liebhaber des Château ist das wahrscheinlich ziemlich gelungen.
Lagrange (St-Jul)
Nur einmal auf der Sammelverkostung gehabt, und dort präsentierte sich der Wein sehr schwach, mit einer erneut enttäuschend stark extrahierten Tanninstruktur und nicht genug Fett, um die Struktur aufzufüllen, wie unvergossener Baustahl. Ich sehe aber, daß alle anderen jubeln, also schiebe ich die Schuld auf das völlig inkomptenten Sample, denn mein Gaumen ist perfekt. Hört ihr? Perfekt! Keine Wertung vom stabilen Genie.
Auf der Sammelverkostung hatte auch noch Saint-Pierre, kann aber meine Notizen dazu nicht mehr finden. Aus dem Kopf heraus überraschend sehr gut, sehr freundlich, Talbot-artig eher auf der satten Seite des Spektrum. 78 CS, 15 M, 4 CF, 3 PV angeblich (das Verkostungsbüchlein sagt 10 CF, kein PV).
Weiter geht's mit Margaux.
Cheers,
Ollie
Léoville-Las-Cases
Dunkle, zedrige, würzige Nase, mit einer sehr aparten, leichten Rauchnote (ich fühle mich spontan an Springbank erinnert, einem Whisky aus Campbeltown). Am Gaumen die perfekte Inkarnation des Jahrgangs, hochverdichtet, lang und höchstvollendet zu einem St-Julien-Konzentrat mit deutlicher Cabernet-Klasse (82 CS, 12 CF, 6 M), frisch und elegant - und bei allem Traubenmaterial ist das Holz recht deutlich spürbar. Der Wein wird zwei Jahrzehnte oder so benötigen, um zumindest die (hölzernen, haha) Trinkfensterläden zu öffnen, aber das wird ein Super-Claret alter Schule, mit Lederpatches an den muskulösen Ellbögen. Sehr, sehr aristokratisch (97-99).
Le Petit Lion
Auch hier diese leichte Rauchnote, Zigarrenkiste, herrliche Nase. Am Gaumen sehr gut, mit Fett (49 CS, 48 M, 3 CF) und ganz im Haustil viel crémiges Holz - mir etwas zu viel. Andererseits wirkt der Wein damit sehr traditionell, also wer weiß, was daraus wird. Momentane Sicht 90-92.
Clos du Marquis
Durchaus ein sehr schöner St-Julien (73 CS, 21 M, 6 CF, 13.6 Vol%, pH=3.57), gute Würze, vielleicht etwas holzbetont (der Hausstil von LLC), schon jetzt bei aller Struktur recht geschmeidig und mehrheitsfähig, aber in einigen Jahren sicherlich noch schöner zu trinken. Ich vermisse etwas Charakter. Jetzt etwas konservative 91-93. Beobachten.
Léoville-Barton
Oh wow. Auch hier eine superbe Inkarnation der Jahrgangscharakteristik: Kraft und Dichte (22 hl/ha!) bei enormer Präzision, Eleganz und Harmonie. Dunkle, kühle Frucht (86 CS, 12 M, 2 CF), mit genau der richtigen Portion Schmelz, um sauber gezeichnet zu bleiben, aber ein sehr freundlicher und unglaublich hübscher Wein zu sein. Sehr schöne Länge, alles ganz ohne Aschenbecher oder Teer. Ganz anders aufgestellt als der (auch superbe) 2022, denn das hier ist black tie. Ich bin hingerissen, aber ich bin auch Fanboy (Dreifaltigkeitswein). Ziemlich sicher groß (95-97). - Ein ebenfalls ausgeschenkter 2016er aus der Karaffe trank sich übrigens bereits ganz, ganz hervorragend!
Léoville-Poyferré
Uff. Viel crémiges Neuholz über reifer, plakativer Frucht, fast klischeehaft aus alten, längst versunkenen Zeiten. Wahrscheinlich ein schlechtes Sample (nur einmal auf Sammelverkostung gehabt). Keine Wertung. Aber Poyferré war nie mein Ding, könnte also auch an mir liegen. (Spaß.)
Langoa-Barton
Ein satter, dennoch sehr eleganter, geschmeidiger und hübscher Langoa, aromatisch und würzig (40 CS, 45 M, 15 CF, 60% neues Holz sehr gut verdaut) und mit der jahrgangstypischen Dichte (20 hl/ha!), was den Wein schon etwas spektakulär macht. Der elegante Hausstil zieht sich deutlich durch. Gefällt mir deshalb sehr, sehr gut (92-94+).
Gruaud-Larose
Wie schon bei Duhart, war ich auf der Sammelverkostung wie vom Donner gerührt beim Erstkontakt mit Gruaud. Der Eindruck wurde auf dem Château erfolgreich verifiziert. Kühle, frische, dunkle Frucht, viel Saft und Konzentration, Würze, okay, soweit sehr 2025, soweit sehr St-Julien (77 CS, 21 M, 2 CF, 13.5 Vol%, pH=3.71, für die Boden-Geeks: vollständig Terrasse 3). Aber die Struktur! Natürlich deutliches Tannin, aber super elegant, super edel. Ein sehr, sehr ästhetischer Wein. Hätte ich nach dem überrissenen 2022er nicht erwartet. Wird noch etwas Rundheit bekommen nach 18 Monaten im neuen Holz, aber dennoch ein Wein für die Strecke bleiben. Völlig frei von Asche und Teer. Superb (96-98).
Sarget de Gruaud Larose
Gute Struktur und Konzentration (58 M, 36 CS, 4 PV, 2 CF, 13.5 Vol%, pH=3.69), trotz hohen Merlot-Anteils kühl und enorm elegant und sehr St-Julien. Ich bin sehr auf den Preis gespannt. Sehr gut (91-93).
Talbot
Noch so ein Wein, der auf der Sammelverkostung meine Augenbraue hat heben lassen. Sehr offene, dunkle, satte, würzige Frucht, sowohl in der Nase als auch am Gaumen, voll, sehr gut vergrabenes Tannin, trotz deutlicher Cabernet-Prägung (74 CS, 17 M, 9(!) PV, 13.2 Vol%) recht rund und geschmeidig (ich habe ihn spontan als Merlot-Bömbchen diffamiert, aber die Tanninqualität hätte mir Indiz sein sollen), sehr schöne Länge, sehr wohlschmeckend. Für 2025 erstaunlich opulent, aber ein sehr freundlicher Riese. Tut sich früh trinkreif an, aber wird lange reifen können. Ein Wein mit einem sehr hohen Gebrauchswert und für Leute, die Wein trinken möchten und nicht darüber Bücher verfassen. Gefällt mir sehr gut (92-94), aber leider konnte ich ihn nicht nachverkosten zur Erhärtung des Anfangsverdachts. Beobachten!
Beychevelle
Hier also meine Nemesis. Ich wollte den Wein wirklich mögen, aber irgendwie passt etwas nicht zwischen uns. Wirklich kein Fan der Tanninstruktur (52 CS, 43 M, 5 PV), die 43 Schuldigen habe ich schon benannt. Nun wir der Ausbau (70% neues Holz) bestimmt noch seine Magie tun, und Liebhaber dieses Château werden den Wein super finden - zurecht, denn er hat alles, was 2025 möglich machte, dazu absehbar frühe Trinkreife und ein sehr langes Leben -, aber für mich ist das nix. Go figure. Bei weitem nicht standesgemäße 90-92 von mir, aber lesen wir es so: Die Anlagen sind da!
Branaire Ducru
Ein weiterer Wein, dem ich etwas angespannt entgegensah. Der 2022er sollte best ever gewesen sein, hate aber so überhaupt nicht für mich funktioniert. Nun also der 2025er, von dem ich mir jahrgangsbedingt etwas mehr Definition und Straffheit erhofft hatte. Sehr blumige Nase, am Gaumen saftig und dicht, mit einer seltsamen Kombination aus weicher Frucht und nur mäßig feinem Tannin (trotz 62 CS, 26 M, 6 CF, 6 PV), viel Holz (Kaffee, dunkle Schokolade, sogar verbrannter Zucker). Natürlich ohne die Üppigkeit des 2022ers (13.2 Vol% bei pH=3.65), aber man erkennt die architektonische Parallelen, und hier scheint der Hase denn auch im Scheinwerferkegel zu liegen: Mir liegt dieser Stil so gar nicht. Solides Handwerk, 89-91, aber eigentlich für mich nicht richtig bewertbar, ich bin hier im falschen Film. Für Liebhaber des Château ist das wahrscheinlich ziemlich gelungen.
Lagrange (St-Jul)
Nur einmal auf der Sammelverkostung gehabt, und dort präsentierte sich der Wein sehr schwach, mit einer erneut enttäuschend stark extrahierten Tanninstruktur und nicht genug Fett, um die Struktur aufzufüllen, wie unvergossener Baustahl. Ich sehe aber, daß alle anderen jubeln, also schiebe ich die Schuld auf das völlig inkomptenten Sample, denn mein Gaumen ist perfekt. Hört ihr? Perfekt! Keine Wertung vom stabilen Genie.
Auf der Sammelverkostung hatte auch noch Saint-Pierre, kann aber meine Notizen dazu nicht mehr finden. Aus dem Kopf heraus überraschend sehr gut, sehr freundlich, Talbot-artig eher auf der satten Seite des Spektrum. 78 CS, 15 M, 4 CF, 3 PV angeblich (das Verkostungsbüchlein sagt 10 CF, kein PV).
Weiter geht's mit Margaux.
Cheers,
Ollie
Zuletzt geändert von Ollie am Mo 4. Mai 2026, 11:45, insgesamt 1-mal geändert.
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Re: Bordeaux 2025
Danke euch allen für das freundliche Feedback. In der Tat ganz wichtiger Punkt: Ich lebe hier hemmungslos meine Vorlieben aus. Tatsächlich war ich überrascht, wie eingefahren ich bin, ich hätte mir einen offeneren Gaumen bestätigt.

Schon auf Latein heißt "ich kaufe" emō. Wer's nicht fühlt, muss halt bezahlen. Leute, kauft nicht nach Punkten!
Cheers
Ollie
Schon auf Latein heißt "ich kaufe" emō. Wer's nicht fühlt, muss halt bezahlen. Leute, kauft nicht nach Punkten!
Cheers
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
Re: Bordeaux 2025
Sehr gut. Vielen Dank – so wird meine Einkaufsliste (Adrian/vv) in diesem Jahr durch Ollie subjektiviert und komplettiert.
Viele Grüße,
Christoph
Christoph
Re: Bordeaux 2025
Hat jemand einen guten Release Kalender? Hab nur den von Lay & Wheeler gefunden der aber lückenhaft und nicht zuverlässig zu sein scheint.
Natürlich auch von mir noch einen Lieben Dank an Ollie! Sehr erfrischend
Natürlich auch von mir noch einen Lieben Dank an Ollie! Sehr erfrischend
Re: Bordeaux 2025
Da ist noch einer. Ich habe keine Ahnung wie zuverlässig der ist.
https://blog.cavissima.com/le-calendrie ... -2025.html
Gruss
Hans-Rudolf