Georg Breuer

Ursula
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Ursula »

Wiedervorlage nach knapp einem Jahr:

2019 Rauenthal Nonnenberg, Riesling mit 12 Vol.% Alk.,Pr.Nr.oo3/20 und 45er Naturkork

und wieder hat es mir der klassische Rheingau-Riesling-Duft angetan.Riesling und großes Holzfaß, das paßt einfach zusammen.
Und die Holzfaßküfer, soviel ist mir bekannt, haben auch in D wieder reichlich Aufträge für neue Holzfässer. Halbstück ( 6oo l ), Stückfässer ( 12oo l ), Doppelstück ( 24oo l ) und Fuder ( 1ooo l ) sind von qualitätsorientierten Winzern gefragt und können nicht nur dem Riesling zur optimalen Reife verhelfen. Und sie sind bei guter Pflege (das Problem ist längerer Leerstand ) durchaus viele Jahrzehnte lang einsetzbar.

Der 19er Nonnenberg ist kein Ausbund an Finesse oder tänzerischer Leichtigkeit, er zeigt seine Herkunft sehr souverän: extraktreich,kraftvoll mit dominanter Rieslingsäure, kein schmeckbarer RZ.Mittlerer Nachhall mit einer dezenten Rustikalität des gehobenen Landadels.

Der will nicht jedermanns Liebling sein oder werden.Von mir gerne 92-93 P.

Gruß Ursus
joern_ribu
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Re: Georg Breuer

Beitrag von joern_ribu »

Schönibert hat geschrieben: Fr 19. Dez 2025, 20:34 2020 Breuer Riesling Estate Lorch feinherb

Schieferige Nase, Feuerstein, sehr sauber aufgebaut, gewisse Adstringenz bei gleichzeitig präsenter Restsüße auf Kabi-Niveau.
Den hatten wir auch die letzten Tage im Glas. Für einen 20er Ortswein noch erstaunlich frisch, keinerlei Altersnoten, goldgelb im Glas. Was mir zuallerst in den Sinn kam, war "intensiv". Intensive Rieslingnote, intensive Süße, ebenso Frucht. Aber, irgendwie dann doch von allem etwas zu viel für mich, die intensiven Einzelteile geben kein wirklich stimminges Ganzes. Absolut gut gemachter Wein, reif, jetzt wohl absolut auf dem Punkt, für mich halt etwas zu wuchtig.
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Salute - und immer einen guten Wein im Glas wünscht

Jörn
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Schönibert
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Schönibert »

Ursula hat geschrieben: So 15. Feb 2026, 17:41 Wiedervorlage nach knapp einem Jahr:

2019 Rauenthal Nonnenberg, Riesling mit 12 Vol.% Alk.,Pr.Nr.oo3/20 und 45er Naturkork

und wieder hat es mir der klassische Rheingau-Riesling-Duft angetan.Riesling und großes Holzfaß, das paßt einfach zusammen.

Gruß Ursus
Du haust ja ganz gut was weg von Breuer, Respekt, ein bisschen neidisch wird man da schon, so tolle Weine, wo hast du das denn alles eingekauft?
Viele Grüße,
Euer Schöni
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Schönibert
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Schönibert »

2018 Georg Breuer Rüdesheim Berg Roseneck

Das ist schon ein sehr interessanter Wein. Er kommt mir aber irgendwie unergründlich vor, wirkt geradezu aktiv verschlossen, abweisend, ohne dabei eine gewisse Erhabenheit abzulegen. Ich finde hier sowas wie einen weißen oder weißpfeffrigen Schiefer, deutliche Adstringenz, weißgelbe Frucht wie vielleicht ein noch nicht ganz reifer Weinbergpfirsich mit seiner pelzigen Schale. Und in der Länge wird das deutlich herb, fast bitter. Zusammen mit der Säure hält einen das echt wach und man fragt sich, was man beim nächsten Schluck noch so schmecken wird.

Unterm Strich ist diese Flasche - zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls - alles andere als rund, sondern ziemlich wild.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Nora
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Nora »

Hallo Schöni,

danke für die Notiz!

Ich finde da ziemlich viele Gemeinsamkeiten mit meinen Eindrücken vor ein paar Monaten (siehe meine Bewertung ein par Beiträge weiter oben)

Ich hatte mir auch vermerkt, bis zur nächsten Flasche erst einmal abwarten.

VG Nora
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Schönibert
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Schönibert »

Grad deine Notiz dazu gelesen, ja, geradezu antizipativ. Seh den Wein in der Tat ganz erstaunlich ähnlich. Besonders dieser bittere Einschlag war sehr auffällig. Find den spannend aber für regulär/Liste 72 Euro hätte ich wohl etwas traurig aus der Wäsche geguckt. Hab etwa die Hälfte bezahlt.
So what.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Nora
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Nora »

Ja, derzeit wirkt der Roseneck 18 nicht sonderlich ansprechend.

Und ich frage mich mal wieder, welchen Wein der Verkoster von James Suckling (Stuart Pigott?) im Glas hatte, als er schrieb:

"Georg Breuer Riesling Rheingau Berg Roseneck 2018: A stunning dry riesling for the exceptionally warm vintage, this shines like a yellow diamond. Wonderful candied-citrus aromas fill the medium-bodied palate, where lively and mature characteristics are exactly balanced. Long and subtle, crystalline finish. From organically grown grapes with Fair'n Green certification. Vegan. Drink or hold. Score 95"

VG Nora
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Schönibert
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Schönibert »

Interessant… ja, darin finde ich mich wirklich nicht wieder.

Von wann ist diese VKN denn? Die Beschreibung klingt für mich nach einem frischen, jungen Wein. Vielleicht kam der ja anfangs so rüber. Wobei auf meiner Flasche steht, dass sie den Wein nach einem Jahr Fass noch ganze drei weitere Jahre zurückhalten, bevor der überhaupt raus geht.
Viele Grüße,
Euer Schöni
Nora
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Re: Georg Breuer

Beitrag von Nora »

Von wann die Notiz ist, konnte ich leider nicht finden. James Suckling habe ich nicht abonniert, ich musste also auf sekundäre Quellen ausweichen.

Zumindest fehlt in der Notiz von JS der deutliche Gerbstoffeintrag, der sicherlich unabhängig vom Alter und auch im jungen Wein schon vorhanden ist. In der Bewertungsnotiz von Parker (Stephan Reinhardt) wurde jedenfalls darauf hingewiesen.

VG Nora
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