Bordeaux 2020

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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Winedom
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Winedom »

Ist vielleicht nicht die Zeit für einen 2020er. Aber ich war neugierig.

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Viele Grüße
Rainer


"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
pessac-léognan
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von pessac-léognan »

Winedom hat geschrieben: Do 5. Feb 2026, 18:38 Ist vielleicht nicht die Zeit für einen 2020er. Aber ich war neugierig.

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Ich hatte den Wein vor knapp 2 Jahren (Ende Feb 2024) im Glas (mit praktisch identischen Punkten), dachte damals, er würde sich bald verschließen. Jedenfalls war er für mich nicht derart (fast betörend) zugänglich wie der DV 2019 am 30.09./1.10.2022. Vom 2019er werde ich wohl nächstens mal eine Flasche öffnen, beim 2020er hätte ich spontan eher gezögert - und bin darin nach deiner Wasserstandsmeldung, Rainer, eher bestärkt. Danke auf jeden Fall!
Gruß
Jean
amateur des vins
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von amateur des vins »

Danke, Rainer & Jean.
Das ist schon auch Jahrgangsexpression, oder? Sprich, 2019 (und 2016) eher offen(er), 2020 leicht zickig? Oder ist das DV-spezifisch?
Besten Gruß, Karsten
willinger1
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von willinger1 »

Hallo,
Ich hatte den DV 2019 im November 2025 und war begeistert. Wunder offen, wunderbare Frucht und Struktur. Einer meiner ersten 19er ...
Fritz
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Winedom
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Winedom »

amateur des vins hat geschrieben: Fr 6. Feb 2026, 18:34 Danke, Rainer & Jean.
Das ist schon auch Jahrgangsexpression, oder? Sprich, 2019 (und 2016) eher offen(er), 2020 leicht zickig? Oder ist das DV-spezifisch?
Denke eher an die Jahrgangsexpression. Vermute so weit die 2019er mit etwas mehr Expression und 2020 mit mehr wohltemperierter Sachlichkeit.
Viele Grüße
Rainer


"Nein, Alkohol trinke ich nicht. Ich trinke hier einen Schoppen Winzerwein!"
Nora
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Re: Bordeaux 2020

Beitrag von Nora »

Château Rauzan-Ségla

aus der Halbflasche:

Kraftvolle Nase mit viel reifer Frucht, Cassis und Brombeeren; erdige und ledrige Noten; zurückhaltende grüne Noten wie etwas Paprika und Pfeffer. Der Duft ist wirklich schön, mich irritiert allerdings, dass zunächst auch ein Hauch von Joghurt mitschwingt, der die Frucht ganz leicht belegt. Nach ca. 1 h nehme ich dieses Attribut nicht mehr wahr.

Auch der Körper ist konzentriert und vollmundig. Geschmacklich besticht der Wein durch seine große Balance aus intensiver, auch hier am Anfang zunächst leicht belegter, dann sehr saftiger Frucht, den würzigen Noten, der festen, kraftvollen Struktur gegeben durch die präsenten, aber äußerst samtigen Tannine und der ausreichenden, reifen Säure, die sich horizontal konstant durch den Gaumen zieht und die Energie und Frische beisteuert. Das feindosierte Holz ist elegant und edel und wurde zurückhaltend eingesetzt, unglaublich langanhaltender Abgang mit einem Hauch von dunkler Schokolade. Trotz der nur 13,5 % Alkohol gibt es insb. bei einer Temperatur von über 15 Grad eine ganz leichte Alkoholwärme am Ende.

Ich würde den Wein jetzt nicht unter den Begriff „finessenreicher, feminin, duftiger Margaux“ einordnen, dazu war er dann doch zu kraftvoll. Aber es war ein tolles Erlebnis mit einem ganz hervorragenden Wein!

VG Nora
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