Absatzrückgang Wein

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
TOM
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von TOM »

Wenn man das Weingut verkleinert, muss man ja nicht unbedingt ein Verlierer sein.
Kloster Eberbach geht ja momentan durch die Presse mit "Klasse statt Masse". Die haben die Anbaufläche auf 170 bis 175 Hektar verkleinert. Es waren mal rund 235 Hektar.
Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut. (Eduard Mörike)
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EThC
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von EThC »

...das ist sicher nicht falsch, aber die Klasse will auch erst mal verkauft sein; ich gehe nicht davon aus, daß das generell der Weg zurück ins Glück ist. Auch wenn ich jetzt kein Eberbach-Fan bin, aber die haben zumindest ein gewisses Ansehen und wissen grundsätzlich schon, wie "Klasse" erzeugt werden kann. Für ein Genossenschaftsmitglied oder auch einen eigenständigen Betrieb, der einfache Weine produziert, die gerade mal im Radius von 20 km ums Weingut bekannt sind, wird das nur in absoluten Ausnahmefällen ein Weg sein, wenn, dann geht sowas meist mit einem Generationswechsel daher...
Viele Grüße
Erich

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jxs
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von jxs »

Ist in Teilen zwar ein Jahrgangsbericht, aber es werden auch nochmals zahlreiche Probleme der (deutschen) Weinwirtschaft thematisiert:
Deutscher Weinanbau steckt laut Verband in »historischer Krise« (spiegel.de)
- extrem niedrige Fassweinpreise, deutlich unter den Produktionskosten
- Marktanteile des deutschen Weins im Inland sinken
- US-Zölle (wichtigster Exportmarkt)
- Der Bauernpräsident wird zitiert mit „ Aufgrund der schlechten Marktlage gehen wir davon aus, dass wir Rebflächen in erheblichem Umfang verlieren werden.
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EThC
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von EThC »

...nach wie vor würde mich mal ein differenzierter Bericht über die Gesamtsituation interessieren. Wenn die Faßweinproduktion deutlich zurückgeht und z.B. im Ottersheimer Kahlenberg künftig nur noch Rüben angebaut würden, wäre das aus meiner Sicht kein wirkliches Drama für die Landwirtschaftskultur. Wenn's dagegen die Steillagengebiete in größerem Umfang dahinraffen würde, wäre das aus meiner Sicht schon dramatischer, denn was außer verwildern lassen soll man damit schon anfangen...
Viele Grüße
Erich

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jxs
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von jxs »

Wohin mit all dem Wein? (sueddeutsche.de)

Etwas ausführlicher als andere Berichte. Dennoch schwierig an weiterführende Zahlen aus Geisenheim oder der im Artikel erwähnten Zukunftsintiative Deutscher Weinbau e.V. (dein-wein-von-hier.de) zu kommen.
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EThC
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Re: Absatzrückgang Wein

Beitrag von EThC »

...interessant, daß von Seiten des portraitierten Winzers ein möglicher Ausweg darin gesehen wird, von 44 ha durch Abstoßen von 40 ha Faßweinproduktion auf 4 ha Flaschenwein zu schrumpfen. Ob damit das Hauptproblem weitgehend lokalisiert ist :?: :?
Viele Grüße
Erich

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