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Griechenland

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mixalhs

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Re: Griechenland

BeitragDo 24. Okt 2019, 10:29

Mal wieder ein großartiger Wein aus Griechenland. NOCH besser hatte ich bisher nur den Assyrtiko de Louros 2015, ebenfalls von Hatzidakis.

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Re: Griechenland

BeitragDo 24. Okt 2019, 11:00

mixalhs hat geschrieben:Mal wieder ein großartiger Wein aus Griechenland

Ja, Hatzidakis ist (bzw. war?) eine Klasse für sich! Hast Du schon mal einen der Weine probiert, der von der Erbengeneration vinifiziert wurde?
Viele Grüße
Erich


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mixalhs

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Re: Griechenland

BeitragDo 24. Okt 2019, 12:59

.... sind immer noch gut, aber nach meinem Empfinden nicht mehr so herausragend. Man muss natürlich abwarten, wie die Weine sich entwickeln. Gleichzeitig haben andere aufgeholt, bzw. überholt. Zum Beispiel hat Karmolegos vom Jahrgang 2015 zum Jahrgang 2016 einen echten Quantensprung hingelegt. Da hat es im Team einige Umstrukturierungen gegeben, die sich wirklich ausgezahlt haben.
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Re: Griechenland

BeitragSa 2. Nov 2019, 13:26

mixalhs hat geschrieben:.... sind immer noch gut, aber nach meinem Empfinden nicht mehr so herausragend. Man muss natürlich abwarten, wie die Weine sich entwickeln. Gleichzeitig haben andere aufgeholt, bzw. überholt. Zum Beispiel hat Karmolegos vom Jahrgang 2015 zum Jahrgang 2016 einen echten Quantensprung hingelegt. Da hat es im Team einige Umstrukturierungen gegeben, die sich wirklich ausgezahlt haben.

Vielen Dank für die Einschätzung!
Ich werd' mir beizeiten mal wieder was besorgen...
Viele Grüße
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mixalhs

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Re: Griechenland

BeitragSa 2. Nov 2019, 21:37

Besuch bei Argatia in Rodochori gestern Abend mit einer tollen Weinprobe, bei der es um den Einfluss des Terroirs auf Naoussa-Weine aus der Rebsorte Xinomavro ging. Ich hatte eine Weinprobe mit ein paar Erläuterungen erwartet, aber es gab zunächst einen akademischen Vortrag, der mir super gefallen hätte, wenn mein Griechisch weiter reichen würde, als Speisekarten zu lesen und kurze Sätze in einfachen Worten zu formulieren. Jemand hat mir Teile des Vortrags ins Englische übersetzt, war aber bei einigen technischen und naturwissenschaftlichen Details auch am Ende seiner Künste. Verstanden habe ich, dass ein signifikanter Anteil von Kalziumcarbonat in Verbindung mit schweren Böden den Xinomavro-Weinen aus Naoussa sehr gut tut. Bei den verschiedenen Klonen habe ich zu wenig mitbekommen, um etwas annähernd Richtiges über Ursache-Wirkung-Beziehungen sagen zu können.

Blind erkannt habe ich Naoussa 2015 von Foundi mit dieser typischen intensiven Nase von getrockneten Tomaten, für mich unter den drei Besten. Sieger war in meiner Wahrnehmung Karydas 2015, für einen Xinomavro ziemlich dicht und mit viel Potenzial. Noch dichter und schon in die marmeladige Richtung gehend war Diamantakos 2015. Das war definitiv nicht mein Ding und ich glaube, dass hier weder das Terroir noch der Klon die Hauptrolle spielen, sondern was der Winzer tut, vor allem auch nach der Lese.

Insgesamt ein tolles Niveau, mehrere Weine jenseits der 90 Punkte, bei Preisen, die in GR im Einzelhandel teilweise um die 15 Euro liegen.

Zuvor war ich bei Kelesidis in Giannakochori gewesen und habe mit der Familie bei einer Flasche Naoussa "Merchali" 2013 und einigen Mezedes (Tomaten aus eigenem Anbau und grandioser Schafsbratwurst, nein kein Lamm!, eines lokalen Metzgers) über den Wein, die Familie und über alles Mögliche gesprochen, während über offenem Feuer, die zweite Destillation des hauseigenen Tsipouro stattfand.

Wunderbare und unvergessliche Erlebnisse im total verregneten Nordgriechenland am 1. November.
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Re: Griechenland

BeitragSa 1. Feb 2020, 23:31

...heute mal wieder Griechenland, dieser dick-dünne Assyrtiko war heute die erste Wahl zum Essen:

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mixalhs

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Re: Griechenland

BeitragSo 8. Mär 2020, 09:58

Zwischenbericht aus Athen.

Nachdem die Weinmesse Oenorama (geplant für 7.-9.3.) ausgefallen, bzw. in den Mai verlegt wurde, habe ich gestern und vorgestern alternative Weinerlebnisse gesucht und gefunden.

Am Freitag gab es eine Party im Weinladen Mr. Vertigo, auf der verschiedene Weingüter ihre Produkte präsentiert haben. Ganz großes Kino ist der Lagenwein Lacomatia 2018 aus Robola-Trauben von Sclavos (Kefalonia) und ebenfalls hervorragend der Santorini 2019 von Acroterra als Tankprobe (Abfüllung dann im Sommer oder Herbst), der jetzt schon deutlich besser ist als der richtig gute 2018er, der jetzt im Handel ist. Der Jahrgang 2019 kommt unter anderem Namen in den Handel, da sich die beiden Weinmacher anscheinend getrennt haben und Spyros Chryssou jetzt eigene Wege geht. Das Label wird dann Akra Chryssou oder so ähnlich heißen. Alexander Heer vom Weingut Kazaviti auf der Insel Thassos hat ebenfalls Weine präsentiert, wobei die beiden Weißen, Beta 2018 und Gamma 2018, verdammt gut sind. Tatsis war auch da mit ein paar interessanten weißen Naturweinen, von denen mir Roditis 2018 am besten gefiel. Seine Roten aus der Gegend um Goumenissa sind eher "old school" und auch gut. Die Naturweine von The Knack Project sind dagegen gar nicht mein Ding.

Am Samstag war ich dann, nach einem Besuch im Kloster Daphni, bei Gikas und Papagiannakos: viele feine Weine, und besonders die Savatiano-Weine sind sehr fein und haben tolles Potenzial. Gikas macht außerdem noch eine sehr gute Retsina "The Pine Forest" aus Assyrtiko und einen sehr guten Syrah, und Papagiannakos eine feine Malagousia, bei der die floralen Noten von packender Säure und ausgeprägter Mineralik im Zaum gehalten werden. Ebenfalls richtig gut sind die Süßweine von Papagiannakos, der frische 2019er Melios noch mehr als die mehrere Jahre fassgelagerte Variante. Die Retsina dort ist ebenfalls gut. Die Weine von Kokotos, bei denen ich vor einer Woche war, fallen dagegen ein wenig ab.
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Re: Griechenland

BeitragDi 24. Mär 2020, 23:15

...heute noch dieser anfangs sehr schöne Grieche, der jedoch dann recht schnell in sich zusammengefallen ist... :cry:

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Viele Grüße
Erich


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Re: Griechenland

BeitragDi 31. Mär 2020, 20:22

...mein erster griechischer Spätburgunder:

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OsCor

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Re: Griechenland

BeitragMi 8. Jul 2020, 10:01

Der Hinweis auf älteren Heugumber von Ziereisen führte mich auf die Seiten von vinocentral. Da ist mir als ewig Neugierigem der Zakynthino aufgefallen, der hier auch schon mal als sehr spannend beschrieben wurde.
Kann mir jemand sagen, ob und wie der in meine Geschmackswelt aus deutschen Weinsorten einordenbar wäre?

Gruß
Oswald
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