Ich hatte mir noch eine Flasche Reserve Comtesse 2000 besorgt, also die Flinte ist noch nicht im Korn, das Geld hingegen schonJochen R. hat geschrieben:Hallo Harti,
du hast vollkommen Recht![]()
Ich fand´s halt witzig, dass er sich gerade den eher schwachen ´90er
rausgesucht hat. Dazu noch mit schleichendem Kork - wobei das natürlich
Pech ist.
Viele Grüße,
Jochen
Bordeaux 2016
Re: Bordeaux 2016
Re: Bordeaux 2016
So, Freitagnachmittag... heute kommt wohl nichts mehr.
Wir sind jetzt ja auch schon fast durch. Nächste Woche werden VCC, LLC und Figeac zusammen mit einigen Nachzüglern das Licht ausknipsen, das war auch letztes Jahr so. Dann ist die 2016er Kampagne Geschichte.
Ach, es war doch einfach mal wieder schön
Gruß
Ulli
Wir sind jetzt ja auch schon fast durch. Nächste Woche werden VCC, LLC und Figeac zusammen mit einigen Nachzüglern das Licht ausknipsen, das war auch letztes Jahr so. Dann ist die 2016er Kampagne Geschichte.
Ach, es war doch einfach mal wieder schön
Gruß
Ulli
Re: Bordeaux 2016
Das schafft eben nur Bordeaux, einem viel mehr Geld aus der Tasche ziehen als man eigentlich ausgeben wollte und trotzdem das zufriedene Gefühl zu erzeugen, dass man einen richtig guten Deal gemacht hat 
Re: Bordeaux 2016
Also ne, ich weiß nicht... das Gefühl, in der Subs einen richtig guten Deal zu machen, will sich bei mir schon seit Jahren nicht mehr einstellen. Das liegt aber vielleicht nur daran, dass ich schon dabei war, als man noch richtig gute Deals machen konnteledexter hat geschrieben:Das schafft eben nur Bordeaux, einem viel mehr Geld aus der Tasche ziehen als man eigentlich ausgeben wollte und trotzdem das zufriedene Gefühl zu erzeugen, dass man einen richtig guten Deal gemacht hat
Gruß
Ulli
PS. Einer ging heute doch noch - l'Evangile @ 180 € ex nego, +20% ggü. 2015, knapp 250 € EVP. Wird vermutlich nicht viele Leute interessieren, nur der Vollständigkeit halber.
Re: Bordeaux 2016
Moin,
Ich trinke gerade Cambon La Pelouse 05, ein toller Wert in seiner Klasse. Den werde ich mir zur Arrivage mal vormerken , die Notizen der einschlägigen Verkoster sprechen m.E. für sich bzw. den Wein. Leoville Barton bleibt ebenfalls ein heißer Kandidat.
Viele Grüße,
Björn
Ich trinke gerade Cambon La Pelouse 05, ein toller Wert in seiner Klasse. Den werde ich mir zur Arrivage mal vormerken , die Notizen der einschlägigen Verkoster sprechen m.E. für sich bzw. den Wein. Leoville Barton bleibt ebenfalls ein heißer Kandidat.
Viele Grüße,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
Re: Bordeaux 2016
Weiß denn jemand von Euch, wie das Subs-Geschäft mit den zum Schluß und mit saftigen Aufschlägen gekommenen Weinen a la Haut Bailly, Pichons, Pontet Canet etc. läuft? Die hätten mich ja alle schon gereizt, aber ich empfinde das Preistheater nun doch als reichlich absurd, obwohl ich im Verlauf der Kampagne ja doch in den einen oder anderen sauren Apfel gebissen habe (aber mit wenig Menge)...
Uli
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We're just two lost souls swimming in a fishbowl year after year
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Re: Bordeaux 2016
Ich habe das Gefühl, es wird versucht, mit minimalsten Aufschlägen von Seiten der Händler, das Geschäft irgendwie anzukurbeln...
Da will doch einiges an Kisten in den Markt gepumpt werden, und das zu abenteuerlichen Preisen (Pontet Canet....)
Da will doch einiges an Kisten in den Markt gepumpt werden, und das zu abenteuerlichen Preisen (Pontet Canet....)
Re: Bordeaux 2016
Ich werde mir den Preis von Pontet Canet nicht leisten. Aber wenn man sieht, wie die Jahrgänge 2009/2010 bepreist sind und wenn man auf Pontet Canet der Meinung ist, im Jahr 2016 qualitativ ganz oben mitzuspielen, dann ist der Preis für den Verbraucher heftig. Eine Überraschung ist er angesichts von über 200 Euro für die vorgenannten Jahrgänge aber nicht.Segla hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, es wird versucht, mit minimalsten Aufschlägen von Seiten der Händler, das Geschäft irgendwie anzukurbeln...
Da will doch einiges an Kisten in den Markt gepumpt werden, und das zu abenteuerlichen Preisen (Pontet Canet....)
Grüße,
wolf
„Es war viel mehr.“
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
Re: Bordeaux 2016
duhart09 hat geschrieben:Weiß denn jemand von Euch, wie das Subs-Geschäft mit den zum Schluß und mit saftigen Aufschlägen gekommenen Weinen a la Haut Bailly, Pichons, Pontet Canet etc. läuft? Die hätten mich ja alle schon gereizt, aber ich empfinde das Preistheater nun doch als reichlich absurd, [...]
Im Fall von Pontet-Canet ist es tatsächlich interessant zu beobachten, wie ein hypernervöser Handel auf die offensichtlich unerwartet hohe Preissteigerung reagiert.Segla hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, es wird versucht, mit minimalsten Aufschlägen von Seiten der Händler, das Geschäft irgendwie anzukurbeln...
Da will doch einiges an Kisten in den Markt gepumpt werden, und das zu abenteuerlichen Preisen (Pontet Canet....)
Ansonsten bleibt ganz nüchtern festzuhalten: die Release-Preise für die 2010er von Haut Bailly und den beiden Pichons waren höher als die Release-Preise für deren 2016er, im Fall der beiden Pichons immerhin um rund 15%. Und der Markt hat am Ende diese 2010er-Preise "gefressen", zögerlich zwar, widerwillig und langsam, aber schließlich doch.
Und es gehört nicht viel Prophetie dazu, um zu prognostizieren, dass das gleiche mit den 2016ern passieren wird, nicht jetzt, nicht nächste Woche, nicht in einem Monat. Aber schließlich doch.
Relevante Preiserhöhungen bis zur Arrivage? Wohl kaum. Aber das ewige Mantra der Subskriptions-Gegner, "das bekomme ich alles billiger, wenn es erst mal physisch verfügbar ist", wird für diese Weine eben auch nicht Realität werden.
Gruß
Ulli
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Matthias Hilse
- Beiträge: 437
- Registriert: Di 30. Nov 2010, 18:12
- Kontaktdaten:
Re: Bordeaux 2016
Ein Aspekt, der hier bisher wenig Beleuchtung findet, ist der Umstand, dass man doch wird annehmen können, diejenigen, die am besten ihre Weine kennten - und auch die Qualitäten der anderen - seien die Eigentümer der Chateaux oder deren Kellermeister o.Ä.
Natürlich möchten die Kritiker (und auch die bewertenden Händler) gerne den Eindruck vermitteln, sie hätten den Master-Key zur Dechiffrierung der Muster. Der Matthias Hilse, der hier öfter mitliest und manchmal schreibt, verbringt ca. 10 Tage eines Jahres mit dem Verkosten von Bordeaux "barrel-samples". Die Franzosen vor Ort und möglicherweise auch Herr Bichsel werden evtl. mehr Tage im Jahr damit verbringen, zu verkosten. Die verantwortlichen Personen in den Betrieben dürften aber viel öfter die Gelegenheit haben, die einzelnen Qualitäten miteinander zu vergleichen.
Wenn ich mir die Preise der letzten Tage so anschaue, dann reflektieren sie ziemlich genau das jeweilige Qualitätsniveau (in Ansehung irgendwelcher Klassifizierungen oder sonstiger amtlich attestierter Befindlichkeiten). Kaum jemand hat sich über den Preis von Lynch Bages aufgeregt, und gekauft worden ist er auch sehr ordentlich. Nun haben die Tesserons die Chuzpe, ihren Wein noch etwas teurer zu machen. Die Empörung ist famos, der ganze Markt ist in Aufruhr, das sei eine Unverschämtheit, hört man sagen. Wie bitte?
Ein paar Verkoster neben dem dies gerade Schreibenden haben gemerkt, dass dieser Wein ganz ausserordentlich ist, vielleicht nicht den "Maßanzug Pauillac" wiederspiegelt, aber so ziemlich das perfekteste an Wein biodynaischer Ausprägung darstellt, was überhaupt denkbar ist - und der darf nicht etwas teurer sein als eine Bordeaux-Marke, die ganz traditionell arbeitet?
Wäre Parker noch im Einsatz und nicht sein überaus unglücklich agierender Vasall, würde das ganz anders aussehen, denn es wäre ziemlich klar, dass bei Pontet Canet 2016 der dritte "Hundertpunkteweltmeisterstern" das Etikett würde zieren werden. (Dass damit ganz automatisch weitere Preisgrenzen brechen, sieht man an Beausejour Duffau oder eben Montrose).
In Zeiten, in denen aber das Twitter-Account (resp. dessen Auswürfe) wichtiger wird als die kreative Intuition Einzelner, die eine Sache einordnen können, verkommt die Avantgardeverwegenheit vermeintlich zu einer Spinnerei von Hippophilen.
Ich meine, alle Beteiligten wären gut beraten, sich weniger mit irgendwelchem Live-ex-Schrott zu beschäftigen, als mit der Frage in sich zu gehen, ob denn ein vermeintlicher Preisexzess nicht eine Opportunität darstellen könnte. 2009 war der Aufschrei bei Beausejour Duffau groß, als nach dem 2008er Preis (€ 21) in 2009 ein Anstieg auf € 66 ex Negoce zu verkraften war. En Arrivage wurden dann 100 PP draus, und plötzlich fand das keiner mehr "unverschämt".
Ich bitte ausdrücklich darum, diese anonymisierten mails, die ich normalerweise nach einem solchen Post bekomme, einmal allen hier Lesenden zugänglich zu machen.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Natürlich möchten die Kritiker (und auch die bewertenden Händler) gerne den Eindruck vermitteln, sie hätten den Master-Key zur Dechiffrierung der Muster. Der Matthias Hilse, der hier öfter mitliest und manchmal schreibt, verbringt ca. 10 Tage eines Jahres mit dem Verkosten von Bordeaux "barrel-samples". Die Franzosen vor Ort und möglicherweise auch Herr Bichsel werden evtl. mehr Tage im Jahr damit verbringen, zu verkosten. Die verantwortlichen Personen in den Betrieben dürften aber viel öfter die Gelegenheit haben, die einzelnen Qualitäten miteinander zu vergleichen.
Wenn ich mir die Preise der letzten Tage so anschaue, dann reflektieren sie ziemlich genau das jeweilige Qualitätsniveau (in Ansehung irgendwelcher Klassifizierungen oder sonstiger amtlich attestierter Befindlichkeiten). Kaum jemand hat sich über den Preis von Lynch Bages aufgeregt, und gekauft worden ist er auch sehr ordentlich. Nun haben die Tesserons die Chuzpe, ihren Wein noch etwas teurer zu machen. Die Empörung ist famos, der ganze Markt ist in Aufruhr, das sei eine Unverschämtheit, hört man sagen. Wie bitte?
Ein paar Verkoster neben dem dies gerade Schreibenden haben gemerkt, dass dieser Wein ganz ausserordentlich ist, vielleicht nicht den "Maßanzug Pauillac" wiederspiegelt, aber so ziemlich das perfekteste an Wein biodynaischer Ausprägung darstellt, was überhaupt denkbar ist - und der darf nicht etwas teurer sein als eine Bordeaux-Marke, die ganz traditionell arbeitet?
Wäre Parker noch im Einsatz und nicht sein überaus unglücklich agierender Vasall, würde das ganz anders aussehen, denn es wäre ziemlich klar, dass bei Pontet Canet 2016 der dritte "Hundertpunkteweltmeisterstern" das Etikett würde zieren werden. (Dass damit ganz automatisch weitere Preisgrenzen brechen, sieht man an Beausejour Duffau oder eben Montrose).
In Zeiten, in denen aber das Twitter-Account (resp. dessen Auswürfe) wichtiger wird als die kreative Intuition Einzelner, die eine Sache einordnen können, verkommt die Avantgardeverwegenheit vermeintlich zu einer Spinnerei von Hippophilen.
Ich meine, alle Beteiligten wären gut beraten, sich weniger mit irgendwelchem Live-ex-Schrott zu beschäftigen, als mit der Frage in sich zu gehen, ob denn ein vermeintlicher Preisexzess nicht eine Opportunität darstellen könnte. 2009 war der Aufschrei bei Beausejour Duffau groß, als nach dem 2008er Preis (€ 21) in 2009 ein Anstieg auf € 66 ex Negoce zu verkraften war. En Arrivage wurden dann 100 PP draus, und plötzlich fand das keiner mehr "unverschämt".
Ich bitte ausdrücklich darum, diese anonymisierten mails, die ich normalerweise nach einem solchen Post bekomme, einmal allen hier Lesenden zugänglich zu machen.
Herzliche Grüße,
Matthias Hilse