BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

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BerlinKitchen
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von BerlinKitchen »

"Ein Leben ohne Riesling ist zwar möglich, aber sinnlos!"
mixalhs
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von mixalhs »

.... diese Euphorie kann ich nicht nachvollziehen.

Wahrscheinlich können andere aber auch meine (eher konservativen ?) 86 Punkte für diesen Wein nicht nachvollziehen. ich finde, dass 86 Punkte für einen Gutsriesling eine richtig gute Bewertung sind.

Wie auch immer, viel Raum für kontroverse Diskussionen!
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sorgenbrecher
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von sorgenbrecher »

mixalhs hat geschrieben: ich finde, dass 86 Punkte für einen Gutsriesling eine richtig gute Bewertung sind.
das finde ich auch, aber vielen dank an wolf für die vielzahl der eingestellten vkn.

welche weine haben denn am meisten die runde polarisiert ? ich entnehme aus euren bisherigen beschreibungen, dass lisa bunn kontrovers gesehen wurde (innauen mit 87p., mixalhs bei 80 oder drunter), ebenso kühn, den innauen nicht bewertet hat, mixalhs aber seine höchstpunktzahl gab. ich hatte beide weine bisher erst einmal im glas und finde den bunn nicht erwähnenswert, plump und völlig belanglos, mit 80p. fair bewertet, während mir jacobus von kühn ganz ordentlich gefallen hat, aber ganz ehrlich, mein weinbudget 2014 wird ganz sicher nicht in deutsche rieslinge gehen, es war einfach kein gutes jahr und hat wenig eindrucksvolle weine hervorgebracht.
Gruß, Marko.
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innauen
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von innauen »

sorgenbrecher hat geschrieben:[ganz ehrlich, mein weinbudget 2014 wird ganz sicher nicht in deutsche rieslinge gehen, es war einfach kein gutes jahr und hat wenig eindrucksvolle weine hervorgebracht.
Exakt das gleiche habe ich auch über 2008 gedacht, als ich die ersten Weine im Glas hatte. Ein Jahr später musste ich mich korrigieren - nicht in der Breite, weil 2008 natürlich viele dünne und saure Weine hergestellt wurden. Aber die Spitzenerzeuger haben 2008 Weine hervorgebracht, die man bis jetzt sehr gut trinken kann, während zB der anfangs sehr eingängige Jahrgang 2011 mittlerweile gefählich weit geraten ist.

Woran liegt das? Ob es eine Folge des Klimawandels ist oder nicht. Auch in schwierigen Jahren wie 2004, 2008, 2010 erreichen die Weine durchschnittlich recht hohe Mostgewichte und reifen aus. Wenn sie dann noch eine feine, appetitliche Säure mitbringen, können sie alle Vorteile deutschen Weissweins auspielen. Es ist gerade die Säure die vermeintlichen Jahrhunderjahrgängen wie 2007 oder Kometenjahrgängen wie 2011 dauerhaft fehlt.

Was die Höchstpunktzahlen anbelangt: Juliane Eller erzeugt soweit ich das sehe nur zwei Rieslinge, so dass für den einfachen Riesling auch nicht viel ausgelesen werden dürfte. Punkte geben bei mir natürlich auch persönliche Einschätzungen wieder. Auch wenn ich bei einem Gutsriesling nicht höher als bei dem "Juwel" gehen würde, so mächte ich - vielleicht ein altes Juristentrauma ;) :? - die 100 Punkte Skala ausnutzen, wenn es sie schon gibt. Das schließt ein auch mal in die 70er Punkteränge absteige, wie das an diesem Abend teilweise nötig war. Meine Begeisterung ist auch weniger den vielen - vor allem im zweiten Durchgang recht problematischen - Weinen in toto gewidmet. Die abgenutzte Vokabel "Jahrhundertjahrgang" hat niemand in den Mund genommen. Ich bin begeistert, welche tolle Übersicht man über einen Jahrgang mit seinen Höhen und Tiefen, seinen Eigenheiten und seinem Charakter bekommt. Ich kann regelmäßig sehr viel mitnehmen - incl. mancher Weinempfehlung, die ich mir nun selbst geben kann.

Grüße,

Wolf
„Es war viel mehr.“

Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
mixalhs
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von mixalhs »

Um mir ausgehend von den Gutsrieslingen ein Urteil über 2013 als Jahrgang insgesamt ein Urteil zu erlauben, fehlen mir die Kenntnisse und die Erfahrungen. Ein gewisses Säuregerüst kann für die Lagerfähigkeit aber nicht schaden. Und die Gutsweine zeigen, dass man sich beim Jahgang über Säuremangel keine Sorgen machen muss. Was man jetzt ex ante über die Großen Gewächse hört, liest sich sehr vielversprechend. Aber das ist ja auch nichts Neues .....

Und die Verkostung der 2013er Gutsrieslinge war - auch wenn kein Glückstreffer in Form eines verkappten Großen Gewächses in der 10-Euro-Klasse dabei war (hat das jemand erwartet?) - spannend und lehrreich und von Martin mal wieder perfekt organisiert. Danke dafür!
BerlinKitchen
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von BerlinKitchen »

Und legendäre Fußballspiele gibt es noch gratis dazu. Wie auch im letzten Jahr. :lol:
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Bernd Schulz
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von Bernd Schulz »

Auch in schwierigen Jahren wie 2004, 2008, 2010 erreichen die Weine durchschnittlich recht hohe Mostgewichte und reifen aus. Wenn sie dann noch eine feine, appetitliche Säure mitbringen, können sie alle Vorteile deutschen Weissweins auspielen.
Deshalb waren 2004 und 2008 in Deutschland auch keine schwierigen Jahre! :mrgreen:

Schwierige Jahre waren 2003 und 2006.

Herzliche Grüße

Bernd
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innauen
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von innauen »

Bernd Schulz hat geschrieben:
Auch in schwierigen Jahren wie 2004, 2008, 2010 erreichen die Weine durchschnittlich recht hohe Mostgewichte und reifen aus. Wenn sie dann noch eine feine, appetitliche Säure mitbringen, können sie alle Vorteile deutschen Weissweins auspielen.
Deshalb waren 2004 und 2008 in Deutschland auch keine schwierigen Jahre! :mrgreen:

Schwierige Jahre waren 2003 und 2006.

Herzliche Grüße

Bernd
:D :D 8-)
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BerlinKitchen
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von BerlinKitchen »

P.S. Hotel Adlon hat gerade den Gutsriesling von Katharina Wechsler geordert.
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Ollie
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Re: BerlinGutsrieslingCup - Gutsrieslinge 2013

Beitrag von Ollie »

Oh. Ins Adlon gehe ich schon mal nicht mehr.

:mrgreen:

Meine Anmerkungen folgen vielleicht heute Abend, hab momentan etwas viel um die Ohren.

Cheers,
Ollie
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