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Große Gewächse 2016

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BerlinKitchen

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragMo 18. Sep 2017, 07:22

2016 Van Volxem Scharzhofberger Pergentsknopp GG war nett. Aber die bisherigen hohen Bewertungen waren zumindestens am Samstag abend nicht nachvollziehbar. Tagesform?! 91/100

2016 Wagner-Stempel „Scharlachberg“ GG hat uns alle geflasht. Ganz einzigartige Aromatik&Stilistik und erinnerte mich an den Saumagen R von Koehler-Ruprecht. Genialer Stoff. 96+/100

2016 Gunderloch „Pettenthal“ GG präsentierte sich verhalten. Wird sich allerdings prächtig entwickeln. 93+/100

2016 Wagner-Stempel „Höllberg“ GG und alle waren Happy. Höllberg vereint Trinkspaß und Komplexität&Länge par excellance. 94/100

2016 Wagner-Stempel „Heerkretz“ GG zeigte noch einen Tick mehr Komplexität. Jedes Jahr eine sichere Bank. 95/100

2016 Wittmann „Kirchspiel“ GG ebenfalls ungemein gelungen. 93/100
Zuletzt geändert von BerlinKitchen am Mo 18. Sep 2017, 09:10, insgesamt 1-mal geändert.
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TOM

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragMo 18. Sep 2017, 08:49

TOMLA hat geschrieben:... in einer speziellen Flasche mit GG-Trauben-Logo als Glasprägung abgefüllt .. alternativ steht auf dem Hauptetikett "GG"... Van Volxem Scharzhofberger ...


Das Thema hatte mich doch nicht in Ruhe gelassen und ich habe einfach mal eine Mail an das Weingut gesendet und folgende interessante Antwort erhalten, die ich auch Euch nicht vorenthalten will:
"Alle 6 unserer Grossen Lagen-Weine wurden in 2015 gesetzlich trocken ausgebaut. Sie dürften nach VDP-Statuten somit als Grosse Gewächse (GG) deklariert werden. Bei den drei Weinen Scharzhofberger, Volz und Goldberg machen wir das auch seit einigen Jahren, was sie auch an den beiden Buchstaben GG auf der Rückseite des jeweiligen Etiketts erkennen können, bei den drei preislich darüber liegenden „Alte Reben“-Weinen Altenberg, Gottesfuss und Scharzhofberger P (Pergentsknopp) verzichten wir bewusst darauf, da diese drei Weine je nach Jahrgang auch schon einmal in einem Restzuckerbereich liegen, der ganz knapp über der weingesetzlich definierten „Trockengrenze“ von 9 Gramm liegt.
Die letztliche Entscheidung machen wir immer davon ab, wie die bei uns immer natürlich, also „spontan“ unter Verzicht auf Reinzuchthefezusätze erfolgende n natürliche Vergärung verläuft."
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TOM

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragMo 18. Sep 2017, 13:04

Bei Priewe findet ihr was zu Frankens GG: http://www.weinkenner.de/2017/frankens- ... eit-43303/
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innauen

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragMo 18. Sep 2017, 18:13

Hallo,

ich kann Martin im Wesentlichen bestätigen. Wir hatten am Samstag diese wunderbare intensive Probe, wo wir sehr viel aus 2016 probieren konnten. Danke Steffen - ich weiß gar nicht, ob Du hier angemeldet bist, für diese großartige Gelegenheit und die Gastfreundschaft.

Zu meinem Eindruck. Ich verkostete jetzt seit 2006 regelmäßig die GG und für mich ist es immer noch so, dass einige herausragende Erzeuger jedes Jahr gut SIND, andere herausragend sein KÖNNEN. Keller sowieso, Wittmanns Morstein, Emrich-Schönlebers Halenberg, Kühling-Gillots Pettenthal und ein paar andere zählen eigentlich immer zu meinem inneren Favoritenkreis und sind auch noch Jahre später großartige Weine. Das ist natürlich leichthin gesagt, denn diese Weine haben ihren Preis. Das war nicht von Anfang an so. Vor zehn Jahren lagen die Preise viel dichter beieinander. Meine These: Die Preise für diese Weine sind gestiegen, eben weil auch die Qualitäten meist sehr gut sind.

Wer mich auch immer wieder überzeugt sind die Weine von Wagner-Stempel. Da ist in den letzten Jahren eine sehr beständige und sehr spannende Leistung zu erkennen. Auch die völlig divergente Stilistik der drei Weine aus dem Haus ist ein Ausrufezeichen wert. Bei einigen Altmeistern und großen Namen hingegen mache ich immer wieder die oben angedeutete Erfahrung. Die Weine können ganz ausgezeichnet sein, aber sie sind es eben nicht in jedem Jahr.

Hier meine Eindrücke im Einzelnen:

Van Volxem, Pergentsknopp
Recht floral in der Nase. Der Gaumen ist dann völlig anders. Pameplmuse, Aprikose und Steinobst. Die Säure ist sehr zurückhaltend, was dem Früchtemix den Vorrang gibt. Ich hätte mir etwas mehr Druck gewünscht, um diesen Eindruck zu puffern. Bitternote im Abgang.

Fazit: Mir fehlt die Ausgewogenheit. Der Wein wirkt stumpf und hinterlässt am Tisch große Ratlosigkeit - auch weil sehr viele Verkoster in diesem Wein eine Jahrgangsikone sehen. Das war zumindest bei dieser Flasche nicht der Fall.
89

Lauer, Kupp
Sehr präzise in der Nase. Alles ist am rechten Platz. Die Frucht ist von Kandis, Karamell und Blüten geprägt und verzichtet auf eindeutige Obstaromen. Wunderbar balancierter Wein. Leicht und gleichzeitig kraftvoll. Changiert am Gaumen in diversen Fruchtnoten. Ganz feine Säure und intensiver Angang, unterstützt von Citrus und ätherischen Noten.
95

Maximin Grünhäuser Abtsberg
Eher moseluntypisch. Grüner Tee und weiße Früchte mit Zitronengras. Am Gaumen frische lebendige Säure und Fruchtgumminoten. Der Wein will nicht komplex sein. Gefälliger leicht süßlicher Abgang.
90

Dönnhoff Dellchen
Dönnhoff kann großartig sein. Das Dellchen aus 2016 hält mit diesem Anspruch leider nicht ganz mit. Die große Zurückhaltung, die der Wein im Glas gibt kontrastiert mit einer sehr reschen Säure am Gaumen. Im Abgang gibt es sehr viel Citrus und sonst gibt es leider nicht viel über diesen Wein zu sagen. Lag es an der Flasche?
88

Künstler Kirchenstück
Ein gänzlich anderer Eindruck als die alkoholgeprägten Weine des 2015er Jahrgangs von Künstler. Viel Frucht, viel Karamell und viel Spaß schon beim Riechen. Präsente Frucht am Gaumen, köstliche Bratapfelaromatik, resche Säure und ein dezenter Bitterton im Abgang sorgen jetzt schon für viel Spaß.
92

Emrich-Schönleber Frühlingsplätzchen
Die nominell kleinere der beiden GG Lagen zeigt Spontangärungsnoten ist wild und schön. Am Gaumen wartet er mit der typischen feine Säure und dezenten Fruchtnoten auf. Er ist balanciert, vielschichtig und zeigt eine sehr gute Länge. Dennoch ein Wein, der nicht gefallen müssen will. Er ist interessant und wandelbar.
94

Emrich-Schönleber Halenberg
Im Vorjahr war Halenberg einer meiner Favoriten und auch in diesem Jahr ist ein großartiger Wein gelungen, der zum besten unserer GG Probe zählte. Dunkel, tief und malzig. Diese Dramatik kommt gleichermaßen auf kleinen Füßen daher. Denn der Wein ist gleichzeitig elegant, unaufdringlich und verführerisch. Auch als ich ihn im Glas stehenlasse, kann die Wärme ihm nichts anhaben. Grandioser Wein.
96

Thörle Schlossberg
Gefällig in der Nase. Dezente Frucht am Gaumen. Keine Angst vor Frucht und Süße. Der Abgang ist geprägt von Süß-Sauer-Aromen. Nicht vollständig harmonisch.
89

Battenfeld-Spanier, Frauenberg
Zurückhaltend, Ansätze zur Opulenz sind spürbar. Kraftvoll und noch sehr jung.
93+

Wagner-Stempel Scharlachbarg
Ein Wein für Weinbars und Weinfreaks. Frusch, feinperlige Säure, ausgewogen. Gleichzeitig aber kompliziert und faszinierend. Kann man nur schlückchenweise genießen auch wegen der ausgeprägten Bittermandelnote im Abgang.
94

Schäfer Fröhlich, Felseneck
Wie immer polarisierend und für mich in der frühesten brutalen Spontanvergärungsphase nicht zu bewerten. Ein Mitverkoster und ehemaliger Nahebewohner machte aus seiner Kritik am Tisch kein Hehl. Ein anderer Verkoster fand den Wein grandios und ich saß zwischen den beiden. Time will tell.
k.B.

derselbe, Höllberg
Wagner Stempel lieferte im vergangenen Jahr schon zwei starke GG ab und auch 2016 ist wieder sehr vielversprechend. Der Höllberg ist gegenüber dem Heerkretz dabei der lautere, "geilere" Wein. Fruchtig elegant. Aprikose, Tabak und eine lebendige starke Säure. Langer Abgang mit etwas Limette. Völlig andere Stilistik als der Scharlachberg
94

Derselbe, Heerkretz
Tiefgründiger und dunkler als der Höllberg. Tolles Verhältnis von Frucht und Säure, das dem Wein viel Spannung gibt. Ein geheimnisvoller Wein, in dem es immer neues zu entdecken gibt.
95

F.E. Huff, Pettenthal
Stil einer trockenen Spätlese. Der Wein könnte mehr Gewicht haben. Am Gaumen spürbare Säure, die erstmal viel Eindruck machen möchte. Im Abgang verschwimmt der Wein dann aber. Bitternote
90

Gunderloch, Pettenthal
Der Wein ist gefällig. Feine Säure, die im Abgang etwas verschwimmt. Gut gemachter Wein, der aber mehr Esprit verbreiten könnte.
91

Kühling-Gillot Pettenthal
Sehr klar, sehr feinperlig. Wundervolles Gewicht. Großartige Länge. Überzeugt auch in der Rückwärtsverkostung. Wieder ein sehr guter Pettenthal von Kühling-Gillot.
95

Keller, Kirchspiel
Großes "Ah" und "Oh" am Tisch, als der Keller ausgeschenkt wird. In der Nase: Keller! Klaus Peter Keller schafft es, dass seine Weine bei allen Unterschieden eine klare Handschrift haben. Die unfassbare Aromatik vollreifer Trauben vermengt mit einer messerscharfen Säure. Nur Keller ist es scheinbar möglich beide Regler in einem Weißwein auf volle Lautstärke zu drehen - ohne dass es knallt. Denn auch das Kirchspiel ist vollkommen ausbalanciert. Dazu wunderbar hedonistisch und mit großer Länge ausgestattet.
95

Wittmann, Kirchspiel
Der Wein wurde unmittelbar nach Kellers Kirchspiel serviert und hatte es entsprechend schwer. Doch hat er sich hervorragend geschlagen und überzeugt auch in der Rückverkostung. Feinperlige Säure. Viel eleganter als der Kellervertreter. Präzise Aromatik. Hinten heraus wäre etwas mehr Länge schön gewesen.
92

Derselbe, Morstein
WOTN Glockenklar, sirupartige Aprikosen. Unfassbar kompakt und dabei ohne jede Schwere. Schnell macht sich ein "Ooooohm" Gefühl breit. Diesen Wein will man einfach nur genießen. Entblättert sich bei jedem Schluck mehr und der Verkoster gibt nach jedem Schluck unwillkürlich einen Punkt mehr. Ewiger Abgang. Ein in allen Komponenten schlicht kompletter Wein.
98

Derselbe, Brunnenhäuschen
Verspielt, eher leicht. Sehr angenehm zu trinken. Es fehlt etwas die Ernsthaftigkeit.
93

Kuhn, Saumagen
Die Walz aus der Pfalz. Kraftvoll, starke Säure, starke und typische Rieslingfrucht. Verspielt ist da nichts, aber machtvoll. Ein Maul voll Wein. Bitternoten im Abgang.
93

Buhl, Pechstein
Bitternoten, Lakritze. Der Wein wirkt noch unfertig. Endet auch knapp. Tippe darauf, dass es an der Flasche lag oder der Wein noch unterentwickelt ist.
k.B.

von Winning Kirchenstück
Die Winning Weine sind vom Holz geprägt und somit in Proben gut erkennbar. Dieser hier vielleicht zu gut? Vanille und Kokos in der Nase und zwar sehr viel davon. Kandierte Früchte am Gaumen. Alle Komponenten des Weins sind noch ungeordnet. Ist das eine Phase? Ich warte wie bei Tim Fröhlichs Felseneck lieber ab, bevor ich das werte.
k.B.

Buhl Kirchenstück 2015

Ein Wein aus der wohl teuersten deutschen Einzellage für trockene Weißweine. Sehr fest, karamellig mit erster Reife. Tief aromatisch. Die Frucht ist großartig eingebunden. Der Wein zeigt, welche Wucht der Jahrgang 2015 entwickeln wird und wie verschieden dazu, die 23 zuvor getrunkenen 2016er waren.
97

Grüße,

Wolf
„Es war viel mehr.“

Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
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Invest

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragFr 22. Sep 2017, 19:15

Guten Abend,

zunächst möchte ich Martin für seine vielen wertvollen Beiträge hier in diesem Forum einmal ganz herzlich danken. Das ist gut, das ist objektiv und neutral und für jedermann eine große Hilfe, dazu kostenlos, für das Entdecken von Neuem (Knewitz) und der Bestätigung des längst Bewährten (Keller).

Nun zum eigentlichen Thema, meinen subjektiven Eindrücken zu einigen Grossen Gewächsen des Jahrgangs 2016. Hab mich am letzten Wochenende in der Pfalz und in Bad Kreuznach rumgetrieben, um mir dort vor Ort persönlich einen Eindruck von den 2016er GG zu verschaffen:

Georg Mosbacher GG 2016 'Kieselberg', Pfalz, 13% Alk., Preis 27 €.

Ein Maul voll Wein, so herrlich offen und hedonistisch. Die ganze Flasche war denn auch gestern bei der Nachverkostung sehr schnell seiner Bestimmung zugeführt. Gelbes Steinobst, das typische Mosbacher Süsse-Säure Spiel und ganz neu, diese leicht gepufferte Mineralität und Salzigkeit, die dem Wein ein weitere Dimension verleiht. 93-95 Pkte.

Reichsrat von Buhl:

Es gab den 2016er Kieselberg, das 2016er Ungeheuer, den 16er Pechstein, den 16er Reiterpfad in der Hohl, 2015er Freundstück und Reiterpfad Hofstück zu probieren. Zusammengefasst, alles extrem knochentrocken und ziemlich unnahbar. Keine Weine für Hedonisten, sondern für sog. Wein-Intellektuelle und andere Fetischisten ;-) Man kann nur jedem potentiellen Käufer raten, vorab die Weine selbst zu probieren und erst dann zu kaufen. Nicht blind den ganzen extrem euphorischen Bewertungen hinterherlaufen. Entscheidend ist nur der eigene Geschmack! Ich habe nichts gekauft und werde die Weine im nächsten Jahr nochmals probieren, so noch verfügbar.

Dennoch, vom 2015er Kirchenstück hab ich mir ein paar Flaschen blind zugelegt, nach den Kritiken hier. Hoffe, ich werde nicht enttäuscht, zumal bei dem Preis.

Philipp Kuhn:

Steinbuckel, S 8,5, Rz 3,0. Sehr ausgewogen, gute Balance.
Gr. Garten, S 8,1; Rz 3,6. Sehr mild, sehr charmant, Mir fehlt ein wenig Schwung und Biss, langweilig.
Kirschgarten, Lebendig, erstaunlich kirschig, frisch, feine Säure.
Herrgott, harmonisch und gut, keinen Kaufreflex auslösend.
Saumagen, von den Anlagen sicherlich der Beste und Spannendste von allen. Dennoch sehr schwer zu beurteilen, da verschlossen, noch hefig und recht eindimensional. 90+

Und dann, am nächsten Tag, kamen die ganz großen Rieslingkracher:

Wagner Stempel 2016 Riesling EMT:

Ich habe mir dazu keine Notizen gemacht. Einfach unglaublich vielschichtig und komplex. Feinste Säure mit zarten Anklängen von Zitrus macht den Wein so extrem trinkig und - will einfach nur mehr. Perfekte Balance, unendlich fein, rieslingtypisch mit langem Abgang. 98-100 Pkte.

Christmann 2016 Ölberg-Hart Kapelle Riesling GG:

Ein Kraftpaket ohne protzig oder zu laut zu sein. Auch hier stimmt alles, Harmonie, Balance, Trinkfluss. Ein Trank für Götter. 98-100 Pkte

Keller Pettenthal 2016 Riesling GG:

Die Nase ein Aphrodisiakum, Moschus. Irre, das hab ich noch bei keinem Wein erlebt. Am Gaumen auch sehr sehr schön. Dennoch, m.E. und ganz subjektiv auch wg. des Preises einen Tick hinter dem EMT und Ölberg. 97-99 Pkte.

Das von mir und viele Grüsse
Christian
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BerlinKitchen

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragSa 23. Sep 2017, 09:53

DANKE

Der 2016 von Buhl "Pechstein" GG war bei unserer Probe in der Tat "unfertig", wie es Wolf so treffend beschrieben hat. Er war eindeutig neben der Spur. Ich hab dann mit Richard Grosche gesprochen und er hat mir erzählt, daß sie den 2017 Pechstein jetzt dann auch 1 Jahr später rausbringen werden. Es macht Sinn! Gerade auch mit Blick auf das herausragende Kirchenstück 2015.


Grüße,
Martin Zwick
Zuletzt geändert von BerlinKitchen am Sa 23. Sep 2017, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
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maha

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragSa 23. Sep 2017, 10:11

BerlinKitchen hat geschrieben: Ich hab dann mit Richard Grosche gesprochen und er hat mir erzählt, daß sie den Pechstein jetzt dann auch 1 Jahr später rausbringen werden. Es macht Sinn!

:?: :?: der ist doch schon im Verkauf :?: :shock:
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BerlinKitchen

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragSa 23. Sep 2017, 10:15

JA, der 2017 Pechstein kommt jetzt 1 Jahr später auf den Markt.
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maha

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Re: Große Gewächse 2016

BeitragSa 23. Sep 2017, 10:16

BerlinKitchen hat geschrieben:JA, der 2017 Pechstein kommt jetzt 1 Jahr später auf den Markt.

Ahhh, ich wunderte mich schon ;)
Also den 16er noch ein paar Jahre wegsperren...
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Re: Große Gewächse 2016

BeitragSa 23. Sep 2017, 20:07

Babymord im Dienste der Wissenschaft: :ugeek:

Wittmann, Morstein GG 2016

In der Nase gleich die typische "dreckige" Morstein-Aromatik nach Räucherspeck und Wildkräutern. Am Gaumen allerdings für Morstein erstaunlich leichtfüßig, absolut allerdings "hintenraus" durchaus kraftvoll. Neben der vor allem im Abgang dominanten Kräuternote zu Beginn etwas zarte Mandarine und Zitronengras. Nur 12,5% ist ja eigentlich klasse - aber paßt es hier?

Dieser Morstein irritiert mich. Nach einer Weile dämmert mir: Es fehlt der Druck zu Beginn! Das ist zum Teil auf die Erwartung, geschürt durch seine Vorgänger, zurückzuführen. Aber auch der erst "im Nachbrenner" erkennbaren Würze würde durch einen druckvolleren Auftakt ein angemessenes Gegengewicht plaziert. So empfinde ich doch eine leichte Dysbalance.

Nicht mißverstehen: Das ist "Meckern" auf höchstem Niveau! Aber so ganz erschließen sich mir die Elogen eben nicht. Die Nase ist grandios, sehr einnehmend. Mal schauen, ob er sich am Gaumen noch "auswächst". So für mich knapp an groß vorbei.
Besten Gruß, Karsten
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