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Pinot weit weg

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Oh Dae-Su

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Re: Pinot weit weg

BeitragSa 6. Jan 2018, 13:19

Hallo zusammen,

nach einer gefühlten halben Ewigkeit, und dazu auch noch mit kräftig Verspätung, gibt es heute mal wieder einen "Pinot weit weg". Da es einer der spannensten Weine des nunmehr vergangenen Jahres war, möchte ich diesen einfach nicht unterschlagen.

Evesham Wood Cuvée J Pinot Noir 2010, Eola-Amity Hills

http://wine-zeit.blogspot.de/2017/12/ev ... -2010.html

Die delikate Grundhaltung des Pinots von Evesham Wood kündigte sich schon durch seine Farbe an. Alles sehr transparent, sehr sehr hell und nur in den Randregionen leicht verfärbt. Seine Nase kam von Anbeginn sehr elegant und durchaus subtil daher. Vielerlei Frühlingsblumen, mehrheitlich weisse Blumen, mit ein paar Rosé Rosen und dem einen oder anderen ergänzendem Veilchen. Sehr duftig, aber keinesfalls aufgesetzt oder über-parfümiert. Dazu gesellten sich frische Erdbeeren, eine handvoll Himbeeren und eine wunderbar ergänzende schüchterne kräuterige Würze. Am Gaumen zeigten sich ähnliche Aromen. Diese wirkten hier etwas expressiver und schmissiger. Aber natürlich, wie nicht anders bei so einem Wein zu erwarten, fern jeglicher Drallheit, Überfülle, Wärme usw. Es handelte sich auch am Gaumen um eine sehr zur Eleganz und Leichtigkeit neigende Pinotgelegenheit ;) ! Die insbesondere für die Eola-Amity Hills typischen Aromen welche an Herbstlaub erinnern, hier meist mehr als in anderen AVAs, kamen am Gaumen erst so richtig zur Geltung. Lebendigkeit, Säure, Abgang und so weiter und so fort waren sehr bestechend. Meiner Meinung nach ein wirklich schon richtig fantastischer (+++) Pinot der ein riesen Spass gemacht hat! Vielen Dank nochmals fürs mitbringen an die Jungs und das Mädel von http://www.wineisseriousbusiness.com/

Etwas mehr zu diesem feinen Pinot findet ihr auch auf meinem Blog:

http://wine-zeit.blogspot.de/2017/12/ev ... -2010.html

Besten Gruss und ein verspätetes Frohes Neues Jahr

Chris
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Re: Pinot weit weg

BeitragSa 6. Jan 2018, 14:30

Hi Chris,
schön wieder von Deinen „Pinots weit weg“ zu lesen :) - aus Oregon hatte ich kurz vor Weihnachten auch ein schönes Exemplar im Glas:
Bild
In der Jungend war der Bergström noch eine ziemlich heftig Wuchtbrumme (und entsprechend auch recht hoch parkerbepunktet) - aktuell ist der Babyspeck ziemlich abgeschmolzen und der Pinot ist sogar fast ein wenig „elegant“. Hab ich bei den „fetten US-Pinots“ leider auch schon ganz anders erlebt (manchmal bleibt dann nur eine Alkoholleiche übrig, wenn‘s ganz blöd läuft...). Der hier zeigt, dass auch US-Pinots teilweise sehr gut reifen können.
VG Patrik
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Oh Dae-Su

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Re: Pinot weit weg

BeitragMo 8. Jan 2018, 20:46

Hi Patrik,

freut mich, dass der Bergström Speck weg ist ;-). Insbesondere bei einem 2006er. Die neigen in Oregon schon zu etwas mehr Fülle. Von Bergström habe ich nur mal ein Glas relativ jungen Pinot probiert. Der war damals schon ne Wuchtbrumme (mit leicht angezogener Handbremse :-D ... war, wenn ich mich richtig erinnere nicht wirklich enorm überalkoholisiert). Leider hab ich mir im Cellartracker keine Notizen gemacht. War vielleicht damals ein 2008er.

Besten Gruss

Chris
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