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Südafrika ROT

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Charlie

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Re: Südafrika ROT

BeitragDo 16. Jun 2011, 11:04

Durfte die Tage mit Freuden feststelen wie gut sich reifere Pinotages übrigens machen:
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austria_traveller

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Re: Südafrika ROT

BeitragMi 3. Aug 2011, 05:51

Guten Morgen Forum
Gestern gestrunken Brampton Shiraz 2006
bissl glatt, leicht Kokos, fruchtig, beerig, etwas dünn,ansprechende Säure
Jung getrunken - also vor 4 jahren - hat er mir am besten geschmeckt. 86 GP
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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austria_traveller

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Re: Südafrika ROT

BeitragDo 8. Sep 2011, 11:59

Hallo Leute,
Kurze Frage - kennt wer Eikendal ? Ist das was, genauer gesagt der Shiraz von Eikendal ?
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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olifant

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Re: Südafrika ROT

BeitragFr 9. Sep 2011, 10:01

... gestern mal wieder im Glas ...

'Z' of Zwalu 2004, Ellis/Näkel - Stellenbosch, Cuvée Cab. Sauv., Merlot

dunkles glänzendes Rubinrot; rote und schwarze Beeren, etwas feine Würze; am Gaumen angenehmer Beeren-Holz-Mix, die gereifte Frucht jedoch schon etwas matt und ältlich, erholt sich an der Luft etwas, dennoch deutliche Altersnoten wahr zu nehmen, Tannine noch present, schöne Balance mit der Säure; mittellanger bis langer ausgewogener Abgang - 16/20 op

Ein schöner Wein zu einem guten Essen, als Solist etwas zu matt.
Eigentlich sollte der Wein schon noch topp sein - meine Flaschen waren (leider) aus einer Lagerräumung und daher relativ günstig. Jede der bisher geöffneten 4 Flaschen presentierte sich jedoch in deutlich verschiedenen Reifestadium (Punkte von 15,5 - 17). Auffällig war die schwankende Korkqualität, von extrem fest sitzend und beim ziehen abreissend (Geschmack sehr jugendlich, fast noch 'grün') über sehr locker (deutlich gereift) und auch ein zerbröselndes Exemplar (war eigentlich optimal).
Kein schlechter Wein, im Gegenteil, aber eben nicht unbedingt beste Flaschen, bzw. Korkqualität oder Lagerung.
Grüsse

Ralf
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olifant

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Re: Südafrika ROT

BeitragMi 25. Jan 2012, 11:34

... gestern was wärmendes, passend zum Schmuddelwetter ...

Beaumont Shiraz 2003 Walker Bay, Beaumont Wines - Bot River

dunkles glänzendes Rubuinrot mit violetten Reflexen; reife Beeren und süsse Kirschen, Pfeffer, würzig erdig-tabakig, auch Vanille und Kokos im Hintergrund; mit Luftzufuhr fruchtig wuchtig dicht am Gaumen, dunkle Beeren-Kirschen Palette, korrespondierend zum Gaumen auch erdig-pfefferig-tabakige Noten, samtig süsses reifer Tanninkomplex, kaum Säure spürbar - da Balance jedoch vorhanden ist diese wohl bestens integriert aber hinter der Frucht und Tannin verborgen, harmonisch-fruchtig, reif und füllig; langer Abgang mit Frucht, Würze und Tannin - 17/20 op

Klasse Wein, wärmend aber nicht hitzig, Alkohol gut kaschiert (Etikett 14,5%, Analysewerte gem. http://www.wine.co.za jedoch 14,9% )- jetzt absolut Trinkreif (und scheint dies, soll man dem Cellartracker und anderen Quellen im Netz, glauben schenken, auch von Anfang an gewesen sein).
Einziger Kritikpunkt, in der Gesamterscheinung sicher etwas austauschbar, sehr Fruchtbetont, ohne Ecken und Kanten, jedoch für meinen Geschmack auch recht Shiraz-Sotentypisch.
Grüsse

Ralf
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austria_traveller

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Re: Südafrika ROT

BeitragMo 22. Okt 2012, 17:06

Hallo Forum,
Gestern kab's zu Kalbsbäckchen einen 2001er Paul Sauer von Kanonkop
Der Paul Sauer ist ein Blend aus 80% Cabernet Sauvignon, 10% Merlot und 10% Cabernet Franc.
Zu Anfangs hatte er eine kräftige Säure, leicht Ribisl, etwas erdig und starke ledrige Noten, Grafit dacte ich auch wahrzunehmen. Ein ziemlich schwerer Brocken, nicht schön zu trinken und vom PLV für mich nicht empfehlenswert.
Heute ist das ein komplett anderer Wein.
Die ledrigen Noten sind verschwunden, die kräftige Säure ist weiterhin vorhanden, dafür sind die fruchtigen Noten im Vordergrund. Wieder Ribisl und eine andere undefinierbar fruchtige Note. Von der Wuchtigkeit hat der Wein natürlich abgebaut, trotzdem ist er heute angenehmer zu trinken und eigentlich wär's mir lieber, ich würde heute die Kalbsbäckchen machen. Gestern hat er nämlich nicht wirklich dazu gepasst. ;)
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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octopussy

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Re: Südafrika ROT

BeitragSo 28. Okt 2012, 11:58

Ich trinke eigentlich nie Weine aus Südafrika. Das sollte ich vielleicht mal ändern. Sehr gut gefallen hat mir der Veenwouden Private Cellar 2003 "Classic", eine Bordeaux Cuvée, besser als der Näkel-Ellis Zwalu aus dem gleichen Jahr vor einer Weile. Der Veenwouden Classic war trotz 14% Vol. Alkohol nicht zu fett, trank sich sehr gut zum Essen und kam mir tendenziell etwas fruchtiger vor als die meisten Bordeaux, die ich so trinke. Ein sehr schöner Wein.

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Beste Grüße, Stephan
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octopussy

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Mont du Toit - Le Sommet

BeitragMi 2. Jan 2013, 16:53

Hallo zusammen,

nach Weihnachten hatten wir als Teil einer "Bergwein"-Probe blind drei Jahrgänge Mont du Toit "Le Sommet", nämlich 1998, 2000 und 2003. Das Weingut kannte ich nicht und mit südafrikanischen Weinen kenne ich mich auch nicht aus. Interessant war, nach dem Probieren zu erfahren, dass das Weingut von einem Südafrikaner und einer Deutschen geleitet wird und von Bernd Philippi (Koehler-Ruprecht) und Bernhard Breuer (R.I.P.) beraten wird/wurde. Le Sommet ist die Spitzencuvée des Weinguts, die bislang erst in drei Jahrgängen erzeugt wurde, nämlich 1998 (Erstlingsjahrgang), 2000 und 2003. Die genaue Zusammensetzung der Cuvée kenne ich nicht, sie steht auch nicht auf der Weingutswebsite. Es dürfte aber auf jeden Cabernet Sauvignon drin sein, wahrscheinlich auch Merlot und Cabernet Franc und vielleicht auch Syrah.

Alle drei Weine wurden recht kontrovers diskutiert, was unter anderem an den Gläsern und an der Belüftungszeit gelegen haben könnte. Im Zalto Bordeauxglas wirkten die Weine auf mich deutlich diffuser als im Zalto Universalglas. Und die länger geöffneten und belüfteten Jahrgänge 1998 und 2000 wirkten auch etwas schwammiger als der erst kurz vorher geöffnete und nicht dekantierte Jahrgang 2003. Aber diesbezüglich gingen die Meinungen auseinander. Mir gefielen 1998 und 2000 nicht besonders gut, vor allem der 2000 wirkte etwas gezehrt, hatte eine leicht flüchtige Säure und war vom hohen Alkohol (15 % Vol.) geprägt. 2003 fand ich mit weitem Abstand am besten. Er hatte eine elegante und präzise sowie wirklich tiefe Nase und im Mund auch viel zu bieten. Nichts für das ewige Gedächtnis, aber wirklich schön. Der Favorit der meisten am Tisch war der 1998er, bei dem meine Skepsis unter Umständen dem Glas und unter Umständen auch einer nahenden Erkältung geschuldet gewesen sein könnte.

Insgesamt haben mich die Weine etwas ratlos zurückgelassen. Immerhin handelt es sich um wahrscheinlich mit höchster Sorgfalt im Weinberg und Keller zubereitete und dementsprechend auch nicht gerade niedrig bepreiste Tropfen, die im Zweifel zahlreiche Auszeichnungen erhalten haben. Vielleicht haben sie doch mehr zu bieten als sie an dem Abend zeigten :?: Der 2003er deutete für mich in die Richtung.

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Beste Grüße, Stephan
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hendrik

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Re: Südafrika ROT

BeitragMi 2. Jan 2013, 18:14

Heute ins glas die 2013 Platter Red wine of the year .
Das ist die Shiraz von die Mullineux Family 2010.
Kein "block buster"aber sehr subtiel, elegant, verschlossen.
Kein vergleich mit die Rothwein von 2011 De Trafford 2008 ein richtige daisycutter :mrgreen:

Hendrik
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Oh Dae-Su

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Re: Südafrika ROT

BeitragMi 2. Jan 2013, 20:01

Heute scheint ja (fast) Südafrikatag zu sein! ;)
Da mach ich gleich mal mit einem weiteren Hugenotten weiter. Heute im Glas einen
Work of Time 2004 von Springfield Estate aus Robertson. Eine Cuvée aus Cabernet Franc (45%), Cabernet Sauvignon (29%), Merlot (24%) und ein bis zwei Tropfen Petit Verdot. Jetzt nachdem ich den Wein geöffnet habe wundert es mich nicht, dass das Weingut diese Weine immer ca 5 Jahre vom Markteintritt zurückhält. Meiner Ansicht nach für Springfield ein ungewöhnlich fruchtiger und intensiver Stil. Die dunkle Frucht packt den Gaumen ziemlich hart an und hat sehr viel Zug. Sie ist nich kitschig oder übermäßig süß. Schmeckt eher wie ein BDX Fassprobe (leicht übertrieben formuliert ;)). Total überfruchtet ist er dann auch wieder nicht. Sehr nette CS Tabaknoten, recht scharfer Rauch und dunkle Pfeffrigkeit sind ganz klar vorhanden. Für einen nicht so ganz teueren Wein hat er einen erstaunlich gewaltigen und lange anhaltenden Nachhall. Angenehm finde ich, dass der eigentliche Körper ziemlich elegant und nicht muskulös daherkommt. Alkohol scheint ebenfalls keinerlei Probleme darzustellen.
Mein Fall ist der Wein bis jetzt nicht. Sicher kein daisy cutter ;-), aber ich hab mir doch ein wenig mehr (bzw. was anderes) von dem Wein erwartet. Er schmeckt aber so, das „so“ kann man wohl vielleicht am besten mit jugendlich intensiv umschrieben, als ob er morgen erst auf touren kommt.

@ Hendrik: den Mullineux muss ich wirklich mal probieren, hätte ich fast vergessen :D

@ Stephan: Schade, der Großteil deiner beschriebenen Erfahrungen von Le Sommet hört sich wirklich enttäuschend an. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich einstens im Laden doch nicht zugegriffen habe … :D

Besten Gruss

Chris
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