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Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteiger?

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Mr. I

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Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteiger?

BeitragFr 11. Mär 2011, 14:28

Hallo!

Als Bordeaux-Freund lese ich oft mit Interesse, dass man in Kalifornien, insbesondere im Napa Valley, tolle Cabernets zu guten Preisen (jedenfalls unter denen des Bordeaux) bekommen könne.

Mein Problem ist nur: Wo anfangen und noch schwieriger: wo was herbekommen? (insbesondere ohne 10€ Versand für eine Einzelfalsche zu bezahlen ;))

Mein Bordeaux-Erfahrungen und -Einkäufe (eigentlich alle Weineinkäufe) beschränken sich auf den Preisbereich bis 30€ (wobei einzelne Ausnahmen "leider" vorkommen :)), so dass ich mich in Kalifornien auch auf diesen Preisbereich beschränken möchte (d.h. Dominus, Ridge Monte Bello, Mondavi oder gar Opus One scheiden preislich für mich aus :(). Schön wäre etwas im Preisbereich 15€ zu finden (vergleichbar Preisbereich Cru Bourgeois a la Rollan de By im Bordeaux) und etwas so an die 30€ (vergleichbar Preisbereich 5er Cru in guten Jahren).

Mal zu meinen bisherigen Trinkerfahrungen aus Kalifornien:
Den bei Mövenpick erhältlichen "Stony Terrace" fand ich sehr gut (Preis ca. 18€).
Den "Hess Mount Veeder" fand ich ausgezeichnet, deutliche Klasse darüber (Preis ca. 30€)
Den ebenfalls bei Mövenpick erworbenen "Avalon" (Preis ca. 15€) trank ich in einem "Flight" gegen den Mount Veeder, wo der Avalon stark abfiel (vielleicht nur der Bessere als Feind des Guten???).

Einen mal erworbenen Napanook 06 habe ich noch nicht probiert.

Mein Probleme/Fragen:
- findet man in dem Preisbereich etwas interessantes? Es soll jetzt keine "Ablösung" für Bordeaux sein, eher eine Erweiterung des Horizonts, meine Vergleiche sollten nur der Veranschaulichung dienen.
- bei der Händlersuche stoße ich immer auf das "Problem", dass viele Weine bei einem Händler "exklusiv" angeboten werden. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dann oft zweifele, ob der aufgerufene Preis eine realistischer "Marktpreis" ist oder einen Exklusivitätsbonus verpasst bekommen hat (hier wieder Vergleich zum Thema Bordeaux: dort gibt es die meisten Weine bei unzähligen Händlern [Stichwort Masse], ein den Preis regelndes Konkurenzverhältnis ist also vorhanden).

Ich hoffe, mir kann jemand ein paar einleitende Tipps geben!

Gruß!

P.S. Das Thema "eilt" nicht, habe genug trinkbares "auf Lager", aber bzgl. was schönem zum jetzt ausprobieren oder zum beiseitelegen für die Zukunft wäre ich aufgeschlossen :)
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dazino

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Re: Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteige

BeitragFr 11. Mär 2011, 14:36

Hoi Mr. I

Mövenpick veranstaltet dieses und nächstes Wochenende ihre
Spring-offer Degustation wo du einige Weine aus Kalifornien probieren kannst. Ich weiss aber nicht, ob diese Degu nur auf die Weinkeller in der Schweiz beschränkt ist.

Gruss
David
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thvins

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Re: Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteige

BeitragFr 11. Mär 2011, 15:08

Hallo Benjamin,

schöne Angebote hab ich schon mal bei Lobenberg mitgenommen, ich hatte es eigentlich auf ganz andere Weine abgesehen, aber dann einige Kalifornier gesehen, die grad in einem Resteverkauf waren. Was ich bereits trank, war keinesfalls enttäuschend. Eine etwas bessere Flasche liegt noch im Keller.

Vor dem "Exklusiv" brauchst du dich nicht generell zu sorgen. Sicher gibt der eine oder andere einen Exklusivbonus, aber genau so viele verweisen damit darauf, dass es den Wein nicht an jeder Ecke gibt. Das ist bei eher burgundischen Mengen ja auch nicht möglich. Wenn es von einem Wein statt 300.000 oder auch nur 100.000 Flaschen gibt (das ist die Dimension vieler Weine aus Bordeaux), dann ist das was anderes, als wenn nur 5.000, 3.000 oder gar weniger als 1.000 Weine weltweit verteilt werden können.

Wenn ich z.B. von einem Wein, von dem es weniger als 300 Flaschen gibt und der auch noch Verkostungssieger wird, 30 Flaschen zugeteilt bekomme und diesen Wein dann zu nicht mal 40 € abgebe, dann sagt der Eine oder Andere: "der ist vielleicht doof"... Wenn aber dieser Preis fair kalkuliert ist und der Winzer damit seinen Lieblings- und Stammkunden eine Freude machen will, dann entspricht das genau der Umsetzung der Intention des Winzers, aber niemand schägt einen spekulativen Profit daraus... Das ist sicher ein Extrembeispiel, aber auch so kann es laufen, wenn es heißt: "Exklusiv"...

Dazu kommt bei Überseeexporten auch noch dazu, dass zur ohnehin produzierten burgundisch geringen Menge davon noch weniger ins good old Europe schwappt. Da ist der Händler dann auch froh, der einzige zu sein der diesen Wein anbieten kann - ist ein bissel wie Schatzsuche... Wenn du weißt, wie deine Händler allgemein ticken, dann kriegst du schnell raus, ob man dich exklusiv über den Tisch ziehen will oder seine Leidenschaft mit dir teilen...
Beste Grüße

Torsten

http://www.torsten-hammer-priorat-guide.com
jetzt mit richtiger Startseite...
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simvino

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Re: Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteige

BeitragFr 11. Mär 2011, 16:16

Zu deinen Fragen: Wenn du denn Mount Veeder von Hess so gern hast, dann versuch mal den günstigeren Alomni von ihm. Geschmacklich fast kein Unterschied, habe Sie beide zeitgleich getestet. Das 19 Block Cuvée.. gleicher Preis wie Mount Veeder .. fand ich dann ein wenig intressanter wenn auch nicht ganz vergleichbar (da Cuvée) ..

Bin momentan auch ein wenig am testen von verschiedenen Kaliforniern ..
Hatte letzens den einfachsten Cabernet von Eberle Winery.. war auf die ersten paar Schlücke super.. aber im nachhinein nicht so mein Fall.

Mich würde mal Papillon reizen .. in welche Richtung geht der? Wer hat den schon versucht?
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Mr. I

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Re: Cabernet Sauvignon aus Kalifornien - Hilfe für Einsteige

BeitragSa 12. Mär 2011, 18:40

danke für die Tipps.
Mövenpick ist leider nicht vor Ort, muss mich so "durchprobieren" ;)

Resteverkäufe behalte ich im Auge, auch den Allomi werd ich mal probieren. Der 19 Block Cuvée klingt auch einen Versuch wert!
Wenn noch jemand Empfehlungen in der bis 30€ Klasse hat, nur her damit :)

Schönes WE!

P.S. Kennt jemand eine gute/günstige Quelle für den Mount Veeder 07?

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