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Weingut Toni Jost, Bacharach

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Bradetti

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragFr 7. Okt 2016, 19:57

Lieber Bernd, lieber Gaston, ich revidiere meine Aussage dahingehend, dass ich mir nicht anmaßen kann alle Mosel-Kabinette zu kennen. Dazu fehlt mir schlichtweg die Erfahrung in der Breite. Und ich nehme die Diskussion zum Anlass mir am Wochenende einen W. Schäfer Kabinett zu gönnen (aus 2013) um mich evtl auch hierbei zu revidieren. Un

Trotzdem speziell zu Gaston:
Ich habe nicht geschrieben, dass Mittelrhein-Kabinette besser sind als Mosel-Kabinette sondern ich schrieb, dass ICH Jost-Kabinette mehr mag als Mosel-Kabinette. Das ist bei weitem nicht die gleiche Aussage. Ersteres würd ich mir gar nicht anmaßen zu sagen... Josts fruchtsüßer Kabinett aus dem Hahn ( besonders der 10er) ist einfach mein Lieblings-Kabinett. Das darf man doch schreiben, oder!?
Und ich meinte damit auch nicht provokant, dass alle Mosel-Kabinette schlecht sind. Solche von Prüm, Christoffel und vor Allem Vollenweiders Wolfer Goldgrube find ich schon toll!

Frieden? :roll:
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Bernd Schulz

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragFr 7. Okt 2016, 20:59

.. Josts fruchtsüßer Kabinett aus dem Hahn ( besonders der 10er) ist einfach mein Lieblings-Kabinett. Das darf man doch schreiben, oder!?


Ja, natürlich!

Frieden? :roll:


Gerne, auf jeden Fall - wir befinden uns ja nicht im Forum, um uns zu dauern zu kloppen. Falls ich dich geärgert haben sollte, bitte ich um Entschuldigung! Du hattest halt kurzzeitig meinen Widerspruchsgeist geweckt....

Aus dieser Diskussion nehme ich mit, dass ich mir auf jeden Fall mal wieder einen Kabinett von Jost besorgen sollte! Als ich im August in Bacharach war, habe ich das leider versäumt :cry: .

Herzliche Grüße

Bernd
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Gaston

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragSa 8. Okt 2016, 16:39

Bradetti hat geschrieben:Trotzdem speziell zu Gaston:
Ich habe nicht geschrieben, dass Mittelrhein-Kabinette besser sind als Mosel-Kabinette sondern ich schrieb, dass ICH Jost-Kabinette mehr mag als Mosel-Kabinette. Das ist bei weitem nicht die gleiche Aussage. Ersteres würd ich mir gar nicht anmaßen zu sagen... Josts fruchtsüßer Kabinett aus dem Hahn ( besonders der 10er) ist einfach mein Lieblings-Kabinett. Das darf man doch schreiben, oder!?
Und ich meinte damit auch nicht provokant, dass alle Mosel-Kabinette schlecht sind. Solche von Prüm, Christoffel und vor Allem Vollenweiders Wolfer Goldgrube find ich schon toll!

Frieden? :roll:


Hallo,
klar, kein Problem... und natürlich darfst du schreiben, was du willst. Habe da womöglich auch ein wenig überreagiert. Was fruchtsüße Kabinette angeht, so ist das beileibe nicht mein Spezialgebiet, trinke das eigentlich nur gelegentlich. Aber ich gebe dir Recht, die Jostschen haben mir immer gut gefallen. Falls ich mich recht erinnere, hat der 15er beim "Berliner Riesling Kabinett Cup" einen soliden Mittelfeldplatz belegt und auch einige renommierte Mosel-Güter hinter sich gelassen – mal davon abgesehen, dass diese ganzen Ranglisten und Bepunktungen für mich nicht wirklich wichtig sind...
Beste Grüße
Gaston
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Gaston

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragMo 26. Dez 2016, 20:07

Allzu viele GGs verirren sich nicht in meinen Keller, aber ein paar Flaschen sind in den Jahren doch zusammengekommen, und die eine oder andere ziehe ich traditionell über die Feiertage auf. Nach der Enttäuschung mit einem 09er von Rebholz (viewtopic.php?f=51&t=500&start=50) köpfte ich heute meine einzige Flasche dieses Großen Gewächses:

Bild

Der Wein punktet bei mir vor allem wegen der überaus attraktiven Aromatik, es ist eine Freude, die Nase immer und immer wieder ins Glas zu tauchen, und auch am Gaumen stellt sich sensorische Befriedigung ein, sodass man immer wieder gerne und beherzt zum Glas greift :roll: Für eine höhere Bewertung fehlt es mir jedoch an Komplexität und Länge.

Das GG aus dem Hahn kenne ich eigentlich relativ gut, hatte schon diverse Jahrgänge im Glas. Diese Weine reifen aus meiner Sicht relativ gut und entwickweln sich vor allem aromatisch interessant weiter, machen aber auch (relativ) jung durchaus Freude, ich sehe die regelmäßig im Bereich um die 90 Punkte sehe. Andererseits handelte es sich nie um übermäßig komplexe, "intellektuelle" Weine, sondern eher um hedonistische, ins aromatisch-opulente tendierende. Freude machen sie allemal.
Beste Grüße
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Gaston

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragMo 20. Feb 2017, 23:16

Sehr schöner feinherber Riesling:

Bild

Manche sagen ja, der Mittelrhein glänze vor allem in der halbtrockenen Kategorie. So apodiktisch sehe ich das nicht, aber dieser Wein ist ein guter Beleg dafür. Ein gelungener feinherb (oder halbtrocken) besticht in meinen Augen vor allem durch eine harmonische Süße-Säure-Balance und damit verbundener attraktiver Saftigkeit. Das ist bei diesem Wein voll und ganz gegeben. Sehr gelungen!
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Gaston
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Gaston

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragMo 1. Mai 2017, 19:25

Neulich im Glas:
Bild

2011 gehört nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Riesling-Jahrgängen, irgendwie oft zu üppig, zu wenig Säure... ob Ausnahmen in diesem Fall die Regel bestätigen, weiß ich zwar nicht, dieser Wein ist jedenfalls großartig gereift. Schon die Nase ist ein Riesenvergnügen, und auch am Gaumen ist der Wein trotz deutlicher (und gleichzeitig attraktiver) Reifenoten präsent, hochlebendig und einfach nur gut. Passte übrigens ganz hervorragend zu einem Roastbeef mit hausgemachter Remoulade. Leider meine letzte Flasche :cry:
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Bradetti

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragDo 1. Jun 2017, 08:43

Die letzten 2 Abende im Glas:

2012 Hahn Riesling GG

Sattes goldgelb.
In der Nase irgendwie diffus, etwas verschlossen, Würzaromatik mit leichter tropischer Fruchtnote und dezenter Kamille.
Am Gaumen ebenfalls nicht so ausladend wie das (für mich hervorragende) 2011er GG. Im Vergleich nicht so eine Tiefe und Komplexität zeigend, moderate Säure. Zeigt ab und zu eine reife Aprikose und Pfirsich, aber dies irgendwie hinter einem Schleier verborgen. Auch hier Kräuterwürze und Mineralität.
Ungünstige Phase erwischt?

Die nächste Flasche in frühestens 2 Jahren....

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Bradetti

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragSa 3. Jun 2017, 16:06

Heute auf der Terrasse im Glas:

Im Hahn Riesling GG 2015

Nach dem etwas enttäuschenden 2012er musste nun die erste Flasche vom 15er dran glauben, quasi in der Hoffnung, mein Grundvertrauen wieder herzustellen :lol:

Und das ist grandios gelungen! Das Bouquet ist zum Reinspringen schön. Tropische Frucht, gelbe Frucht, Schieferwürze und eine schöne Sommerblumenwiese mit Kräutern fühlen die Nase voll aus. Für mich das bisher schönste Bouquet bei einem Hahn-GG.

Am Gaumen analoges Bild. Die Säure ist dicht und präsent, der Wein hat einen schönen Schmelz, ist voluminös und saftig. Herrlich ausladend, vielschichtig und mundfüllend.
Für Puristen, die einen schlanken, vom Schiefer getragenen Mittelrhein-Wein bevorzugen, vielleicht etwas am Thema vorbei....
Ich finde ihn, wie den 11er, klasse!
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Bradetti

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragSa 3. Jun 2017, 19:51

Bradetti hat geschrieben:Heute auf der Terrasse im Glas:

Im Hahn Riesling GG 2015

Nach dem etwas enttäuschenden 2012er musste nun die erste Flasche vom 15er dran glauben, quasi in der Hoffnung, mein Grundvertrauen wieder herzustellen :lol:

Und das ist grandios gelungen! Das Bouquet ist zum Reinspringen schön. Tropische Frucht, gelbe Frucht, Schieferwürze und eine schöne Sommerblumenwiese mit Kräutern fühlen die Nase voll aus. Für mich das bisher schönste Bouquet bei einem Hahn-GG.

Am Gaumen analoges Bild. Die Säure ist dicht und präsent, der Wein hat einen schönen Schmelz, ist voluminös und saftig. Herrlich ausladend, vielschichtig und mundfüllend.
Für Puristen, die einen schlanken, vom Schiefer getragenen Mittelrhein-Wein bevorzugen, vielleicht etwas am Thema vorbei....
Ich finde ihn, wie den 11er, klasse!
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Jetzt, nach 7h in der offenen Flasche tritt nun doch mehr die schiefrige Mineralität mit Kräutern in den Vordergrund, vor Allem im Abgang. Einfach ein schöner Riesling 8-)
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Gaston

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Re: Weingut Toni Jost, Bacharach

BeitragFr 14. Jul 2017, 18:18

Neulich im Glas:

Bild

Für mich ein äußerst überzeugender trockener Kabinett (auch wenn er nun auch offiziell nicht mehr so heißt - bis 2015 stand "Kabinett" noch in kleinen Lettern auf dem Rücketikett), sehr herkunftstypisch, atemberaubend intensive Mineralität, hat Spannkraft und Saftigkeit. Wie dieser Wein bei all seiner Leichtfüßigkeit (11,5%) diese mineralische Struktur und durchaus auch Tiefe rüberbringt, ist schon beeindruckend.
Beste Grüße
Gaston
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