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Günther Steinmetz

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Moselaner

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Re: Günther Steinmetz

BeitragMo 18. Sep 2017, 18:52

Moselglück hat geschrieben:Gibt es noch kein Feedback zu 2016?
Interessiert mich, ich finde Günther Steinmetz sehr gut :!:

Gruß,

Daniel


Hallo Daniel,

ich gebe Dir gerne Feedback:
Der Mülheimer Sonnenlay Kabinett hat mit kurz nach der Abfüllung viel Freude bereitet, siehe mein Beitrag dazu in diesem Faden. Eine vor circa sechs Wochen geöffnete Flasche wirkte jedoch sehr müde. Erstmal liegen lassen. Mit 11,50 Euro fair bepreist.
Der Wintricher Geierslay Kabinett, der in Kooperation mit Dr Hermann vinifiziert wurde, macht jetzt schon Spaß, aber ist tendenziell viel zu jung und dürfte ab Weingut auch schon ausverkauft sein.

Der Pinot Gries Maischevergoren ist ein lebendiger Vetreter und immer noch mit genug Säure für diese Rebsorte gesegnet um als Essensbegleiter große Freude zu bereiten. 12,50 Euro sind angemessen.

Wintricher Geierslay sur lie und Veldenzer "Alte Reben" liefern wie eigentlich jedes Jahr viel Wein bei einem günstigen Preis, 12,50 Euro.

Leider wurde dieses Jahr keine eizige Spätlese vinifiziert, was ich persönlich bedauere. Es gibt nur die beschriebenen zwei Kabinette und eine Auslese.

Ein Aspekt, der mir ebenfalls weinger gefällt, ist die Preisentwicklung bei den trockenen Weinen und den Rotweinen. Dabei geht es mir prinzipiell nicht darum, dass die Weine das Geld nicht wert wären, sondern der Sprung im Vergleich zum letzten Jahr. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es im letzten Jahr alle trockenen Weine (die Stefan Steinmetz angelehnt zum GG benennt, zum Beispiel "GP" für großer Piesporter) für 18 oder 19 Euro, abgesehen von dem Koopertionswein mit Dr Herrmann.
In diesem Jahr sind wir bei 22 Euro angekommen. Der Neumagner Rosengärtchen "von den Terasssen" liegt sogar bei 32 Euro.
Ähnliche Preisentwicklung bei den Rotweinen. Neben sehr fairen Preisen von 12,50 Euro für den lagenlosen Pinot Noir und dem Merlot für 18,50 Euro sind wir hier in der Spitze ebenfalls bei 32 Euro angekommen für den Mülheimer Sonnenlay Pinot Noir. Ich habe den Wein als Fassprobe probiert, ein sehr burgundischer Wein mit frischer, lebendiger Säure und klarer Frucht, dass Holz schon zu jetzigen Zeitpunkt sehr gut eingebunden, ein Wein mit Potenzial und Zukunft, keine Frage. Aber wie bereits erwähnt macht mir persönlich der Sprung vom einen auf das andere Jahr zu schaffen.
Meine persönliche Empfehlung bei den weißen trockenen der Piesporter Grafenberg GP, noch sehr reduktiv aber mit großer Zukunft, Klares GG Niveau.
Ansonsten haben es dieses Jahr bis auf den Piesporter die günstigeren Weine in meinen Keller geschafft, es gibt jedes Jahr so viel Interessantes und auch wenn ich Stefan Steinmetz auch als Mensch sehr schätze war ich nicht bereit diesen Sprung mitzugehen. Unabhängig davon seien ihm die Preise selbstverständlich gegönnt, vor einigen Jahren waren die Weine tendenziell noch viel zu günstig, wahrscheinlich hat sich hier der Markt einfach reguliert.

Viele Grüße
Patrick
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.
Euripides
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Moselglück

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Re: Günther Steinmetz

BeitragDi 19. Sep 2017, 15:28

Hallo Patrick,

vielen Dank für deinen erfrischenden Bericht, schade das es keine 16er Spätlese gibt, dann sollte man ggf. noch 15er nachkaufen. Der "GP" trocken, Mülheimer Sonnenlay Kabinett sowie die beiden alten Reben hören sich toll an :!:

Hast du zufällig auch den Hasenläufer "HL" probiert?

Wir sind dieses Wochenende zwar auf dem Weinfest in Brauneberg, aber zu Stefan Steinmetz werden wir bei dem Trubel nicht gehen.

Gruß,

Daniel
Bild ...Medizin für Feinschmecker! :D
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Moselaner

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Re: Günther Steinmetz

BeitragDi 19. Sep 2017, 21:30

Hallo Daniel,

ich habe nicht die sehr umfangreiche Kollektion komplett verkostet. Auf der Preisliste findet sich jedoch kein Hasenläufer aus dem aktuellen Jahrgang. Vielleicht einfach eine Namensänderung. Ich glaube der Wein heißt jetzt Brauneberger Juffer GB. Der Hasenläufer ist eine Parzelle in der Juffer, würde also passen.

Viele Grüße
Patrick
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Euripides
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Ltotheeon

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Re: Günther Steinmetz

BeitragMi 20. Sep 2017, 08:01

Moselaner hat geschrieben:
Moselglück hat geschrieben:Gibt es noch kein Feedback zu 2016?
Interessiert mich, ich finde Günther Steinmetz sehr gut :!:

Gruß,

Daniel


Hallo Daniel,

ich gebe Dir gerne Feedback:
Der Mülheimer Sonnenlay Kabinett hat mit kurz nach der Abfüllung viel Freude bereitet, siehe mein Beitrag dazu in diesem Faden. Eine vor circa sechs Wochen geöffnete Flasche wirkte jedoch sehr müde. Erstmal liegen lassen. Mit 11,50 Euro fair bepreist.
Der Wintricher Geierslay Kabinett, der in Kooperation mit Dr Hermann vinifiziert wurde, macht jetzt schon Spaß, aber ist tendenziell viel zu jung und dürfte ab Weingut auch schon ausverkauft sein.

Der Pinot Gries Maischevergoren ist ein lebendiger Vetreter und immer noch mit genug Säure für diese Rebsorte gesegnet um als Essensbegleiter große Freude zu bereiten. 12,50 Euro sind angemessen.

Wintricher Geierslay sur lie und Veldenzer "Alte Reben" liefern wie eigentlich jedes Jahr viel Wein bei einem günstigen Preis, 12,50 Euro.

Leider wurde dieses Jahr keine eizige Spätlese vinifiziert, was ich persönlich bedauere. Es gibt nur die beschriebenen zwei Kabinette und eine Auslese.

Ein Aspekt, der mir ebenfalls weinger gefällt, ist die Preisentwicklung bei den trockenen Weinen und den Rotweinen. Dabei geht es mir prinzipiell nicht darum, dass die Weine das Geld nicht wert wären, sondern der Sprung im Vergleich zum letzten Jahr. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es im letzten Jahr alle trockenen Weine (die Stefan Steinmetz angelehnt zum GG benennt, zum Beispiel "GP" für großer Piesporter) für 18 oder 19 Euro, abgesehen von dem Koopertionswein mit Dr Herrmann.
In diesem Jahr sind wir bei 22 Euro angekommen. Der Neumagner Rosengärtchen "von den Terasssen" liegt sogar bei 32 Euro.
Ähnliche Preisentwicklung bei den Rotweinen. Neben sehr fairen Preisen von 12,50 Euro für den lagenlosen Pinot Noir und dem Merlot für 18,50 Euro sind wir hier in der Spitze ebenfalls bei 32 Euro angekommen für den Mülheimer Sonnenlay Pinot Noir. Ich habe den Wein als Fassprobe probiert, ein sehr burgundischer Wein mit frischer, lebendiger Säure und klarer Frucht, dass Holz schon zu jetzigen Zeitpunkt sehr gut eingebunden, ein Wein mit Potenzial und Zukunft, keine Frage. Aber wie bereits erwähnt macht mir persönlich der Sprung vom einen auf das andere Jahr zu schaffen.
Meine persönliche Empfehlung bei den weißen trockenen der Piesporter Grafenberg GP, noch sehr reduktiv aber mit großer Zukunft, Klares GG Niveau.
Ansonsten haben es dieses Jahr bis auf den Piesporter die günstigeren Weine in meinen Keller geschafft, es gibt jedes Jahr so viel Interessantes und auch wenn ich Stefan Steinmetz auch als Mensch sehr schätze war ich nicht bereit diesen Sprung mitzugehen. Unabhängig davon seien ihm die Preise selbstverständlich gegönnt, vor einigen Jahren waren die Weine tendenziell noch viel zu günstig, wahrscheinlich hat sich hier der Markt einfach reguliert.

Viele Grüße
Patrick


Sind die trockenen Weißweine eigentlich wirklich trocken. Gemäß Moselfinewines haben die fast alle über 9g Restzucker. War das bei den 15er anders?
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Moselaner

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Re: Günther Steinmetz

BeitragMi 20. Sep 2017, 12:21

Ltotheeon hat geschrieben:
Moselaner hat geschrieben:
Moselglück hat geschrieben:Gibt es noch kein Feedback zu 2016?
Interessiert mich, ich finde Günther Steinmetz sehr gut :!:

Gruß,

Daniel


Hallo Daniel,

ich gebe Dir gerne Feedback:
Der Mülheimer Sonnenlay Kabinett hat mit kurz nach der Abfüllung viel Freude bereitet, siehe mein Beitrag dazu in diesem Faden. Eine vor circa sechs Wochen geöffnete Flasche wirkte jedoch sehr müde. Erstmal liegen lassen. Mit 11,50 Euro fair bepreist.
Der Wintricher Geierslay Kabinett, der in Kooperation mit Dr Hermann vinifiziert wurde, macht jetzt schon Spaß, aber ist tendenziell viel zu jung und dürfte ab Weingut auch schon ausverkauft sein.

Der Pinot Gries Maischevergoren ist ein lebendiger Vetreter und immer noch mit genug Säure für diese Rebsorte gesegnet um als Essensbegleiter große Freude zu bereiten. 12,50 Euro sind angemessen.

Wintricher Geierslay sur lie und Veldenzer "Alte Reben" liefern wie eigentlich jedes Jahr viel Wein bei einem günstigen Preis, 12,50 Euro.

Leider wurde dieses Jahr keine eizige Spätlese vinifiziert, was ich persönlich bedauere. Es gibt nur die beschriebenen zwei Kabinette und eine Auslese.

Ein Aspekt, der mir ebenfalls weinger gefällt, ist die Preisentwicklung bei den trockenen Weinen und den Rotweinen. Dabei geht es mir prinzipiell nicht darum, dass die Weine das Geld nicht wert wären, sondern der Sprung im Vergleich zum letzten Jahr. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es im letzten Jahr alle trockenen Weine (die Stefan Steinmetz angelehnt zum GG benennt, zum Beispiel "GP" für großer Piesporter) für 18 oder 19 Euro, abgesehen von dem Koopertionswein mit Dr Herrmann.
In diesem Jahr sind wir bei 22 Euro angekommen. Der Neumagner Rosengärtchen "von den Terasssen" liegt sogar bei 32 Euro.
Ähnliche Preisentwicklung bei den Rotweinen. Neben sehr fairen Preisen von 12,50 Euro für den lagenlosen Pinot Noir und dem Merlot für 18,50 Euro sind wir hier in der Spitze ebenfalls bei 32 Euro angekommen für den Mülheimer Sonnenlay Pinot Noir. Ich habe den Wein als Fassprobe probiert, ein sehr burgundischer Wein mit frischer, lebendiger Säure und klarer Frucht, dass Holz schon zu jetzigen Zeitpunkt sehr gut eingebunden, ein Wein mit Potenzial und Zukunft, keine Frage. Aber wie bereits erwähnt macht mir persönlich der Sprung vom einen auf das andere Jahr zu schaffen.
Meine persönliche Empfehlung bei den weißen trockenen der Piesporter Grafenberg GP, noch sehr reduktiv aber mit großer Zukunft, Klares GG Niveau.
Ansonsten haben es dieses Jahr bis auf den Piesporter die günstigeren Weine in meinen Keller geschafft, es gibt jedes Jahr so viel Interessantes und auch wenn ich Stefan Steinmetz auch als Mensch sehr schätze war ich nicht bereit diesen Sprung mitzugehen. Unabhängig davon seien ihm die Preise selbstverständlich gegönnt, vor einigen Jahren waren die Weine tendenziell noch viel zu günstig, wahrscheinlich hat sich hier der Markt einfach reguliert.

Viele Grüße
Patrick


Sind die trockenen Weißweine eigentlich wirklich trocken. Gemäß Moselfinewines haben die fast alle über 9g Restzucker. War das bei den 15er anders?


Ich habe dieser Jahr von der großen Kollektion nur einen Bruchteil probiert und hatte nur bei einem Wein das Gefühl eines deutlichen Zuckerschwanzes. Die letzten Jahren sind mir keine Weine von Günther Steinmetz in Erinnerung die mir im Kontext von "Moseltrocken" nicht so vorkamen. Für gewöhnlich steht sonst auf der Flasche "feinherb" und nicht "trocken".
Vielleicht ist das in diesem Jahr anders, wie gesagt, ich habe nicht einmal die Hälfte der Weine probiert.

Viele Grüße
Patrick
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.
Euripides
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port_ellen

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Re: Günther Steinmetz

BeitragSa 21. Okt 2017, 22:59

für ollie:
"elegant und finessenreich" sehe ich bei diesem wein auch nicht:

im vergleich zum 2016er dhroner von a.j.adam (dort auch gepostet...):
2014er dhroner hofberg "GD" von steinmetz:
rauchig-schwefelige feuerstein-nase, dazu traubig-apfelschalig, minimal klebstoff; insgesamt eine spannende komplexe nase. (olli schrieb mal bei einigen GGs kürzlich von einem "raffinerie-ton", die assozation habe ich hier auch). ist vielleicht auch der viel zitierte "sponti-stinker".
im geschmack vorne weich, fast süß, dann aber eine extrem dichte säure, die zusammen mit dem alkohol (nur erstaunliche 12%!) aufblüht. fast cremig. nach hinten extrem mineralisch und tabakig. eine hohe intensität aller komponenten. hätte er 13 oder mehr % alkohol, würde man das ganze als penetrant oder seifig empfinden.
sehr intensiv, sehr dicht, sehr komplex, voller spannung. ein genialer wein mit erster reife.
komplex: ja, finesse: nein. preis: erstaunlich (17.5).

gruss, m
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