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Eine neue Art von Steinwein…

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OsCor

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Eine neue Art von Steinwein…

BeitragFr 3. Feb 2017, 19:19

…für mich wenigstens, der „Steiwii”.
Bei einem privaten Treffen am Dienstag erhielt ich vom Initiator des Projektes (einem alten Fußballkameraden) eine Probeflasche eines Grauburgunders, der im Betonei gereift ist. Parallel dazu wurde die zweite Hälfte des Traubenkontingents im Stahltank vergoren. Probiert habe ich den Wein aber noch nicht.
Es gibt sicher etliche von euch, für die das weniger neu ist - auch in Deutschland. Speziell die „Schlankheit” erhoffe ich mir, weil mir die bisher genossenen badischen Grauburgunder meist etwas zu mächtig waren.

Hier ein Link: http://weingut-schneider-pfefferle.de/images/pdf/Betonei-Weingut-Schneider-Pfefferle.pdf

Gruß
Oswald
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UlliB

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 09:51

Ach je, das Beton-Ei... ich dachte, mit den Dingern wäre man inzwischen auch schon wieder durch.

Hier mal ein kritischer Artikel zum Thema, inzwischen auch schon wieder über vier Jahre alt: http://www.weinhalle.de/blog/2012/09/hi ... -beton-ei/

Wenn man zum Thema weiter googelt, findet man auch Artikel über toxikologisch durchaus bedenkliche Einträge von Schwermetallen aus dem Beton in den Wein. Also, ich brauche so etwas nicht...

Gruß
Ulli
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OsCor

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 15:02

Hallo Ulli,

ich habe dem Initiator des Projektes mal eine SMS geschickt und bin gespannt, was er mir dazu erzählen kann.
Abgesehen davon scheint mir die in meinem Link beschriebene Behandlung des Betons doch deutlich fortschrittlicher als die in deinem Link beschriebene. Den in letzterem beschriebenen Argumenten kann ich mich aber nicht gänzlich verschließen.

Gruß
Oswald
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UlliB

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 15:52

OsCor hat geschrieben:Abgesehen davon scheint mir die in meinem Link beschriebene Behandlung des Betons doch deutlich fortschrittlicher als die in deinem Link beschriebene.

Kann ich nicht erkennen. In meinem Link ist die Rede von Weinsäurepaste, in Deinem von Weinsteinpaste - was aber falsch sein muss, denn mit Weinstein lässt sich der gewünschte (und notwendige) Effekt ganz sicher nicht erreichen. Vermutlich ein Übertragungs- oder Verständnisfehler, manche Leute bezeichenen Weinsäure ja auch als Weinsteinsäure.

Gruß
Ulli
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OsCor

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 16:27

Hallo Ulli,

den Satz mit der Weinsäurepaste habe ich dummerweise überlesen. Sorry, das ändert die Sicht natürlich gewaltig. Das Betonei meines Bekannten wird tatsächlich ebenfalls mit Weinsäure behandelt; das habe ich aus seiner Schilderung noch in Erinnerung. Insofern ist der verlinkte Text auch fehlerhaft.
Danke für die Infos. Da war ich völlig uninformiert.

Gruß
Oswald
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Leo

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 16:50

Was probieren die Winzer nicht alles, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erhaschen!!

Und in den Weinbergen ( wo es doch wohl darauf ankommt ), wird ( fast ) nur noch polnisch gesprochen.....

Gruß Leo
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UlliB

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Re: Eine neue Art von Steinwein…

BeitragSa 4. Feb 2017, 17:06

Leo hat geschrieben:Was probieren die Winzer nicht alles, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erhaschen!!

Tja, das ist halt in Zeiten globaler Überproduktion und heftiger Konkurrenz ein schwieriges Geschäft.

Grundsätzlich ist gegen das Erproben und Anwenden neuer Ausbaumethoden ja überhaupt nichts einzuwenden, wenn sie denn gesundheitlich unbedenklich sind (wovon ich in diesem Falll nicht so ganz überzeugt bin). Was Martin Kössler mit seinem Beitrag meint: die innovativste Kellertechnik nützt nichts, wenn die Voraussetzungen für Qualität nicht im Weinberg geschaffen wird.

Aber für diese Erkenntnis haben auch im Bordelais manche Erzeuger trotz hochbezahlter önologischer Beratung und Millioneninvestitionen in ihren Keller fast zwei Jahrzehnte benötigt :twisted:

Insofern: d'accord mit deinem zweiten Satz - wobei ich allerdings schon Polen im Weinberg erlebt habe, die nach jahrelanger Arbeit dort verdammt viel von Rebkultur verstanden haben.

Gruß
Ulli

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