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R&C Schneider

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Lars Dragl

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Re: R&C Schneider

BeitragSa 30. Mär 2019, 22:29

Hallo Michl!

Ich habe es mit den Rotweinen des Weinguts sicherlich mehr als 15x versucht und ich empfand sie immer als recht holzlastig. Als Rioja-Fan habe ich keine Problme mit Holz, aber Grenzen kenne ich schon.
Grandiose Weissweine hatte ich hier allerdings auch schon.

LG

Lars
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Der Wein-Schwede

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 31. Mär 2019, 00:43

Invest hat geschrieben:Guten Abend,

@Weinschwede,

Die Weine schmecken "Spätburgundisch" nicht "Pinot Noirisch".


Was heisst das genau und konkret? Ich schmecke jedenfalls zumindest in den von mir hochgeschätzten Spätburgunder 'Parzelle Schönenberg' neben Wärme und Charme sehr viel Kirsche, eher dunklere Kirsche, so in den Jahrgängen 2011, 2012, 2014 und 2015. Ist das für Dich typisch 'Spätburgundisch''?

Die Weine schmecken mir typisch "Spätburgunder Lössboden", es ist ein Aroma-Profil ich sofort erkennen kann, aber leider nicht mit Worten erklären kann. Z. B. die Weine vom Weingut Knab schmecken auch so. Und so auch die Spätburgunder vom Weingut Zelt in Laumersheim. Diese Weine sind von einem Burgunder PN mit einer französischen Rebklone (z.B. Frank 777) weit entfernt. Diese haben eine kühle straffe Frucht und sind mehr verschlossen.
Als Beispiel probiert mal mit den Lagen PN's von Wageck zu vergleichen. Die Wachsen auf Kalkstein und die Klone ist Frank 777 (die typische Klone aus Burgund).

Und, die R&C Schneider Spätburgunder schmecken mir nicht Holzig, das Weingut benutzt keine Barriques! Sondern grosse gebrauchten Holzfässer. Diese "Warme Gewürze" kommen nicht vom Holz meine ich.

Viele Grüsse
Rolf
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Invest

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 31. Mär 2019, 07:19

Guten Morgen Rolf,

traditioneller Kaiserstuhler Spätburgunder ist für mich geprägt von Aromen nach Himbeere und Erdbeere. Das mag ich nicht. Vielleicht aber auch nur ein Zeichen von Überreife? Französische PN dagegen lassen sich durch Straffheit gepaart mit Kirscharomen beschreiben, wie Du sagst. Im Unterschied zu Dir, empfinde ich den 'Schönenberg' genau so schmeckend. Was für eine schöne, kühle und klare Kirschfrucht in einem samtigen Kleid. Vielleicht ....

@ Michl @Lars

deutlich nach Holz schmeckend sind die Burgunder, weiss und rot, vom WG Dr. Heger, so meine Eindrücke aufgrund einiger Verkostungen. Das ist auch nicht mein Fall, wobei mir dann ff auch die Erfahrung fehlt wie die Weine mit Flaschenreife schmecken. Dr. Heger ist ganz sicherlich kein Dummer und auch kein Greenhorn, der wird sich schon etwas dabei gedacht haben. Leider finde ich keine Verkostungseindrücke über gereifte Heger Burgunder. Gibt es hier jemanden?

Noch einen schönen Sonntag
Christian
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Der Wein-Schwede

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 31. Mär 2019, 09:55

Invest hat geschrieben:Guten Morgen Rolf,

traditioneller Kaiserstuhler Spätburgunder ist für mich geprägt von Aromen nach Himbeere und Erdbeere. Das mag ich nicht. Vielleicht aber auch nur ein Zeichen von Überreife? Französische PN dagegen lassen sich durch Straffheit gepaart mit Kirscharomen beschreiben, wie Du sagst. Im Unterschied zu Dir, empfinde ich den 'Schönenberg' genau so schmeckend. Was für eine schöne, kühle und klare Kirschfrucht in einem samtigen Kleid. Vielleicht ....

Noch einen schönen Sonntag
Christian

Guten Morgen Christian,

Den Schönenberg habe ich nicht. Ich habe den Engelsberg, Diel und Spätburgunder***, Jahrgänge 2011, 2012 und 2013. Diese sind alle sehr gut gemachte Weine, aber die sind für mich typisch "Spätburgundisch". Ich meine damit nicht dass die entweder Erdbeere oder Himbeere statt Kirschen schmecken, PN aus Burgund können öfters auch Himbeere schmecken.
Was ich meine ist dass diese Weine einen Stil mit "warmen Gewürzen" haben - ich kann es leider nicht viel besser erklären. Aber ich finde es öfters in Spätburgunder welche in warmen Weinlagen wachsen, und von Deutschen Spätburgunderklonen gemacht werden.
Die Rebklone macht einen sehr grossen Unterschied - man kann genau diesen Unterschied bei Weingut Klumpp in Bruchsal ausprobieren. Der Spätburgunder Rothenberg kommt aus Deutscher Rebklone und der Pinot Noir Weiherberg aus Französischer Klone. Und Winzer-Handsschrift kann mann dann hier ausschliessen wenn mann die zwei Weine neben einander im Glas hat.
Weingut Klumpp hat "Offener Keller" Veranstaltung am 28. April, ich werde da sein.

Viele Grüsse
Rolf
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Invest

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 31. Mär 2019, 11:01

Ja, so ist es klar. 'Warme Gewürznoten, ein wenig verschwommen, keine ausreichende nur schwache Straffheit, Klarheit und Struktur''. Wie gesagt, diese Charakteristika weist der Schönenberg m.E. nicht auf. Gut, lassen wir das darauf beruhen!

Mal schauen, ob ich Zeit und Muße habe am 28.04. nach Bruchsal zu fahren. Hatte vor etwa 10 Jahren das Vergnügen einige Weine von Klump kennen zulernen. Ein hervorragendes PGV und aufgrund der wohl eher beschränkten natürlichen Gegebenheiten immer das Optimum herausgeholt, was auch für die Qualität der Leute spricht.

Auch das ;-)

Wir möchten Sie an diesem Wochenende herzlich einladen, mit uns den neuen Weinjahrgang zu verkosten. Bei stilvoller Live-Musik der „Heidelberg JazzMen“ haben Sie in entspannter Atmosphäre die Möglichkeit unsere Weine in Kombination mit kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen. Ein Highlight ist wieder die gemeinsame Präsentation mit dem befreundeten WEINGUT MEYER-NÄKEL von der Ahr und die Sterneküche von Küchenchef Cédric Schwitzer. Egal ob im illuminierten Keller mit stimmungsvoller LOUNGE MUSIK, auf unserer Sonnenterrasse oder im neuen Verkostungsraum, der pure Genuss steht hier im Mittelpunkt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! TERMINE: 27.04.2019 & 28.04.2019 UHRZEIT: 11.00 – 18.00 Uhr EINTRITT: 20€ / Person


Beste Grüsse
Christian
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mixalhs

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 8. Dez 2019, 12:57

Heute habe ich diesen im Glas:

Bild

Mir gefällt das sehr gut. Leider habe ich von den jüngeren Jahrgängen keinen mehr im Glas gehabt, und auch bei verkostungsnotizen.net enden die Berichte über die Rotweine von R&C Schneider mit dem Jahrgang 2013. Hat ein*r von Euch einen der letzten drei Jahrgänge probiert und kann darüber berichten?

Beste Grüße, Michael
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amateur des vins

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 8. Dez 2019, 13:26

mixalhs hat geschrieben:Gute Begleitung zu Wild, Lamm oder Ziege.
Das läßt mich etwas ratlos zurück: Während ich bei Wild und Lamm eine vergleichbare Intensität der Aromen¹ erkenne, fand ich Ziege bei meinen ein, zwei Begegnungen sehr zart. So sehr, daß ich abgespeichert habe, beim nächstenmal kräftigen Weißwein zu reichen.
__________
¹ Wenngleich ich Wild, speziell Haarwild, und Lamm ähnlich intensiv empfinde, und Wild mit nicht zu zartem Burgunder sehr gut geht, habe ich nie besonders harmonische Erlebnisse mit Lamm und Burgunder gehabt und die Experimente schnell eingestellt. Für Lamm ist bei mir Bordeaux erste Wahl, tendenziell eher Cabernet-betont, besonders wenn gebraten, oder eventuell Rhône.
Besten Gruß, Karsten
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Der Wein-Schwede

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Re: R&C Schneider

BeitragSo 8. Dez 2019, 13:57

mixalhs hat geschrieben:Leider habe ich von den jüngeren Jahrgängen keinen mehr im Glas gehabt, und auch bei verkostungsnotizen.net enden die Berichte über die Rotweine von R&C Schneider mit dem Jahrgang 2013. Hat ein*r von Euch einen der letzten drei Jahrgänge probiert und kann darüber berichten?

Ich habe Erfahrung mit Spätburgunder***, Diel und Engelsberg von den Jahrgängen 2011 bis 2013, und von denen finde ich 2013 als bester Jahrgang.
Habe noch einige Flaschen Engelsberg 2013, und habe vor ca. einem Monat zusammen mit Gästen zu Hause eine Flasche geöffnet. Das war meine beste Begegnung soweit mit den R&C Schneider Weinen. Nebenbei hatten wir eine Flasche Spätburgunder GG Wingerte 2015 von H. Schlumberger, und der R&C Schneider Engelsberg hatte deutlich die Nase vorn.

Es ist eindeutig dass die R&C Schneider Weine sehr gut altern können (und warscheinlich fordern die das auch um ihr Potential zu zeigen können).

Gruss
Rolf
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