Aktuelle Zeit: Do 18. Okt 2018, 02:28


TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

  • Autor
  • Nachricht
Offline

BerlinKitchen

  • Beiträge: 1434
  • Bilder: 199
  • Registriert: Di 23. Nov 2010, 20:21

TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragFr 17. Jul 2015, 18:40

Heute nachmittag gab es eine super-spannende Probe mit dem Winzer Martin Tesch. Fazit, eigentlich könnten alle zu Schrauber wechseln. Es reift großartig!

http://www.weingut-tesch.de


Grüße aus Berlin,
Martin Zwick

P.S. mehr dazu später und auch erste Eindrücke zu den 14er.
"Ein Leben ohne Riesling ist zwar möglich, aber sinnlos!"
Offline

BerlinKitchen

  • Beiträge: 1434
  • Bilder: 199
  • Registriert: Di 23. Nov 2010, 20:21

Re: TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragSa 18. Jul 2015, 13:23

Mir haben die 14er ungemein gut gefallen. Rieslinge ohne viel Schnickschnack. Klar, straff, knackig und mit prägnanter, aber reifer Säure. Und ganz viel STEIN.


2014 Tesch „unplugged“ Riesling trocken

Knackig, geradlinig mit prägnanter Säure. Sehr solider Einstieg ins Portfolio


2014 Tesch „Löhrer Berg“ Riesling trocken

„Der Langenlonsheimer LÖHRER BERG (= leerer Berg) ist eine der der ältesten Riesling-Lage der Nahe. Dafür sorgte 1688 der pfälzische Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz, als er anordnete, diese Lage ausschliesslich mit Riesling – und nicht mit verschiedenen Reben – zu bestocken. Zahlreiche Wasserquellen versorgen den mit Flusskies durchsetzten lehmigen Boden und machen ihn sehr fruchtbar. Aus über 40-jährige Reben entstehen hier saftige, an Apfelfrucht erinnernde Rieslinge, die mit etwas Reife oft herrlich erdige Noten entwickeln.“

Klar, straff mit 2g RZ. Saftige Frucht zusammen mit herben Noten.


Bild


2014 Tesch „Königsschild“ Riesling trocken

"Südlich vom LÖHRER BERG finden wir den von Muschelkalk durchsetzten lockeren Lösslehm des KÖNIGSSCHILDS. Der Lockerheit ist es zu verdanken, dass sich die alten Rebwurzeln, dem tief absickernden Wasser folgend, bis zu 15 Meter tief in den Boden arbeiten. Besonders in ihrer Jugend duften die Rieslinge ganz wunderbar verspielt und floral. Geschmacklich wirken sie geschliffen, weich und elegant. Die Namensgebung ist wahrscheinlich auf die Zugehörigkeit zur Ingelheimer Kurpfalz, der Winterresidenz Karls des Grossen, zurückzuführen.“

Feingliedrig mit kompakter Mineralität. Zeigt Kraft und eine tolle Länge am Gaumen. KAUFEN



2014 Tesch „Krone“ Riesling trocken

"Die Laubenheimer KRONE ist unmittelbarer Nachbar des LÖHRER BERG. Doch trotz der Nähe sind die Verhältnisse verschieden. Der steile Südosthang ist geprägt durch eine Vielfalt an leichten und groben Böden aus Lösslehm und Sandsteinverwitterung, die dem Riesling einen sehr komplexen Charakter verleiht. Auch sind die Reben hier dem Westwind stärker ausgesetzt, was zu stärkerer nächtlicher Auskühlung führt. Diese starken Temperaturschwankungen verhelfen dem Wein wiederum zu einem kernigen Temperament mit ausgeprägter Zitrusaromatik."

Im Moment sehr verschlossen.



2014 Tesch „Karthäuser“ Riesling trocken

"Diese herausragende Lage oberhalb von Laubenheim bildet einen nach Südwesten geöffneten Talkessel. In dieser einem Amphitheater ähnlichen Szenerie wird die Wärme im verwitterten roten Sandsteinboden gut aufgenommen und gespeichert. Daher präsentieren sich die Trauben hier immer mit Reifevorsprung und sorgen für ruhige, kraftvolle, würzig-fruchtige Rieslinge von straffer Struktur mit zurückhaltender Säure. Ihren Namen verdankt die Lage seinen Besitzern im späten Mittelalter, den schweigsamen Kartäuser-Mönchen."

Sehr subtil und special. Großes Potential.



2014 Tesch „St. Remigiusberg“ Riesling trocken

"Dies ist eine der kleinsten Einzellagen der Nahe und sie befindet sich direkt neben dem Karthäuser. Verwittertes Vulkangestein und eisenerzdurchzogener Lehm prägen den Boden. In der Summe der Umstände entstehen hier regelmäßig die niedrigsten Erträge mit dem höchsten Extrakt. Eine üppige Frucht, die im Reifeverlauf immer mehr an Mandarinen erinnert. Eine dichte, elegante Struktur macht die Riesling-Weine unverkennbar seidig und doch spannungsvoll. Historisch betrachtet führt uns der St. Remigiusberg zu den damals in Laubenheim aktiven Benediktiner-Mönchen und erinnert an deren Fürstabt von Reims, der nach seinem Tod heilig gesprochen wurde."

Seidige Textur mit viel Spiel&Finesse. Tolle Kombi aus Schmelz und Stein.
Ungemein subtil. KAUFEN


Bild
Winzer Martin Tesch
"Ein Leben ohne Riesling ist zwar möglich, aber sinnlos!"
Offline

BerlinKitchen

  • Beiträge: 1434
  • Bilder: 199
  • Registriert: Di 23. Nov 2010, 20:21

Re: TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragSo 19. Jul 2015, 09:36

2013 Tesch „Löhrer Berg“ Riesling trocken

frisch, klar, knackig und puristisch. Richtig gut!



2012 Tesch „St. Remigiusberg“ Riesling trocken

Fein, aber es fehlt ein bißchen an Spannung.


Bild


2011 Tesch „Karthäuser“ Riesling trocken

Irre Stoff. Bombastische Mineralität in Kombination mit erdigen Noten. KAUFEN



2010 Tesch „Krone“ Riesling trocken

OK. scheinbar ist „Krone“ nicht mein Ding. Auch mit dem 14er konnte ich nicht anfangen.



2009 Tesch „Königsschild“ Riesling trocken

Typisch üppige Frucht des Jahrgangs, aber trotzdem alles sehr geradlinig und frisch mit erdigen Noten. Ganz hervorragend. KAUFEN



2008 Tesch „Karthäuser“ Riesling trocken

keine Notizen



2007 Tesch „Königsschild“ Riesling trocken

Super-spannend.



2006 Tesch „ „ Riesling trocken

Erstaunlich gut für 2006. Hab mir leider die Lage nicht notiert.



2005 Tesch „Löhrer Berg“ Riesling trocken

Sehr fein mit schöner Harmonie.


Fazit, ich hatte definitiv nicht das Gefühl, daß die Rieslinge mit Schrauber schneller oder schlechter gereift sind. Ich hab auch keine merkwürdige Noten durch den Schrauber festgestellt. Die Weine waren klar und reintönig.


Grüße aus Berlin,
Martin Zwick
"Ein Leben ohne Riesling ist zwar möglich, aber sinnlos!"
Offline

BerlinKitchen

  • Beiträge: 1434
  • Bilder: 199
  • Registriert: Di 23. Nov 2010, 20:21

Re: TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragSa 25. Jul 2015, 10:52

Gerade gefunden:

"Recently some prominent Australian wine writers - Gary Walsh and Campbell Mattinson of the Wine Front - published the results of a comparative tasting of Marius 2002 shiraz (South Australia, McLaren Vale). 6 bottles of this wine under cork and 6 bottles under screwcap were purchased direct from the winery and left in the same cellar for comparative tastings. 13 years later and the first of these wines were tasted side by side and resulted in "a convincing display in favour of screw cap"

http://www.winefront.com.au/the-great-m ... SVx7HJ0wkk
"Ein Leben ohne Riesling ist zwar möglich, aber sinnlos!"
Offline
Benutzeravatar

TLW

  • Beiträge: 46
  • Registriert: Mi 11. Feb 2015, 13:51

Re: TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragDo 5. Nov 2015, 14:49

Hallo zusammen,

eigentlich ist Werbung in eigener Sache hier ja nicht so gern gesehen und ich versuche es auch stets zu vermeiden - aber da es zu unserem aktuellen Artikel - Interview mit Martin Tesch - schon nen passenden Thread gibt, unterstelle ich mal grundsätzliches Interesse :)

Here it is: http://www.tasteslikewine.de/2015/11/04/weingut-tesch-riesling-ist-king-was-sonst/

Herbstliche Grüße, Sascha
“Im Wein, da liegt Wahrheit, hat a Dichter mal g’sagt. Seitdem ist bei mir drum die Wahrheit stets g’fragt.” (Hermann Lahm)
http://www.tasteslikewine.de/
Offline

Bernd Schulz

  • Beiträge: 3524
  • Registriert: So 12. Dez 2010, 00:55

Re: TESCH 2005-2014 - "10 Jahre Schrauber"

BeitragDi 1. Aug 2017, 22:24

Bevor meine VKN in den "Diverse Winzer"-Thread wandert, stelle ich sie einfach mal hier ein:

Bild

Weine von Tesch kenne ich flüchtig seit etwa 15 Jahren, aber ich trinke sie vergleichsweise sehr selten. Grundsätzlich geht der Stil des Hauses für mich in die richtige Richtung (wobei mir die Bezeichnung "unplugged" als einem gnadenlos der sogenannten "Klassik" verschriebenen Musiker schon wieder missfällt :mrgreen:), aber die ganz große Begeisterung für die Tesch-Rieslinge ist bei mir nie aufgekommen. So verhält es sich auch mit dem 2013er Königsschild: Der Wein wirkt ausgesprochen seriös und ist von einem landläufigen Klümpchensprodukt meilenweit entfernt, aber irgendwie trifft er meinen ganz persönlichen Nerv nicht richtig. Die Mineralität ruft in mir eine weniger erfreuliche Gipsassoziation hervor und wirkt einigermaßen hammerhaft aufgesetzt (ist so etwas wie "aufgesetzte Mineralität" überhaupt möglich :?:), es fehlt etwas an Schwung, und es fehlt vor allem an Feinheit. Der Wein ist höchst solide, aber eher grobmaschig gestrickt....

...es handelt sich jedoch um Kritik auf hohem Niveau! Lieber als diverse belanglose Kaltvergärungsbömbchen ist mir solch ein Mineralitätsmonster auf jeden Fall. Und ganz extrem sympathisch finde ich natürlich die Tesch´sche Verschlussphilosophie!

BerlinKitchen hat geschrieben:Fazit, eigentlich könnten alle zu Schrauber wechseln. Es reift großartig!


:!: :!: :!: :!: :!: :lol:

Herzliche Grüße

Bernd

Zurück zu Nahe

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutzrichtlinie - Das Team - Alle Cookies des Boards löschen

cron