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Von Winning

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Ralf Gundlach

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Von Winning

BeitragDo 11. Aug 2011, 20:55

Ich gebe zu, im ersten Moment wollte ich nichts von denen trinken, zu gehypt und so weiter, eine Flasche bei Ebay ersteigert, die ersteigerte Flasche ist ein 2008er Paradiesgarten von von Winning, ich würde diesen Riesling als sehr maskulin bezeichnen, wenig auf der Fruchtseite gebaut, sondern sehr mineralisch, mit dezenten Holunderblütenaromen gepaart, kräftige Säure, die perfekt eingebunden ist, und dem Wein Spiel verleiht, ein Riesling jenseits des Mainstreams, ich bin begeistert und bekehrt ( wenn das keine Ausnahme ist ), das ist ein Produkt des Jahrgangs mit allen Ecken und Kanten auf hohem Niveau, 88 Punkte,

Gruß

Ralf
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Moulis

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 07:45

Hallo Ralf.
Mir haben die anderen Rieslinge der Kollektion besser geschmeckt. Sicher einen Versuch wert.
Gruß
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weinfex

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 10:41

Ich war vom Jahrgang 2008 ebenfalls begeistert und
bin ebenso enttäuscht vom Jahrgang 2009, der für
mich Mainstream darstellt, sicher auf hohem Niveau,
aber nichtsdestotrotz "langweilig"...
Grüsse weinfex
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dylan

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 12:25

Vor zwei Wochen war ich im Leopold,dem zum Weingut gehörenden Restaurant ( schönes Ambiente,Speisen so lala, Service freundlich, aber noch etwas unbeholfen) und konnte einige Weine glasweise verkosten. Gefallen hat mir aus 2009 nur der Grainhübel, überhaupt nichts anfangen konnte ich dagegen mit dem Ölberg.
Aus dem Jahrgang 2008 hatte ich mir vor zwei jahren einige Probeflaschen mitgenommen, die ich dann in diesem Jahr angetestet habe. Pardiesgarten (Einstiegswein) Grainhübel und Kalkofen GG haben mir gut gefallen, Ungeheuer habe ich noch nicht probiert.
Von daher kann ich weinfexens Einschätzung gut nachvollziehen. Anmerken möchte ich noch, dass mir die 08er bei der Verkostung auf dem Weingut in 2009 zum Teil sehr vom Holz dominiert zu sein schienen. Heute merkt man hiervon nichts mehr.

Beste Grüsse

dylan
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Leander

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 12:45

Hallo Ralf,

im Gegensatz zu einigen Weingütern, wo der Hype gewissermaßen inszeniert und mit allem Mitteln aufrecht gehalten wird, war für mich der Weg von Stephan Attman abzusehen. Ich habe Ihn vor zwei Jahren zum ersten mal getroffen, und war damals schon, vor allem von dem Mensch, beeindruckt. Wenn man bedenkt, dass das Projekt von Winning gerade erst im 4. Jahr steht, finde ich die bisherige Entwicklung allemal für lobenswert.

@ Andreas, den 2009er als langweilig zu betiteln finde ich aber schon etwas hart. Für mich sind jedoch die 2009er, im Vergleich zu 2008, im Allgemeinen eher Mainstream. So wirklich ausgeprägte Charaktere habe ich in 2009 noch nicht getroffen.

VG Wolfgang
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weinfex

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 13:01

Hallo Wolfgang,

deshalb hatte ich das langweilig in Anführungszeichen,
dass war nicht so bösartig gemeint, wie es sich im
ersten Moment "anfühlt", sollte nur mein Empfinden
ob der fehlenden Ecken und Kanten beschreiben...

Vielleicht umschreibt die 09 Stilistik das Wort "gefällig" besser,
zumindest optisch :) ,....

P.S. Zu Deinem ersten Satz habe ich eine etwas gegenteilige Meinung,
dass muss aber nicht öffentlich debatiert werden... ;)
Grüsse weinfex
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pivu

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Re: Von Winning

BeitragFr 12. Aug 2011, 13:13

Ich sag's mal so:

2008: fand ich großartig, spannend, singulär. Andere wie Stuart Pigott konnten damit nix anfangen und fanden die Weine fehlerhaft.
2009: für mich sehr gut, aber nicht an der Spitze der Region. Dafür sind andere wie GaultMillau auf den Zug aufgesprungen und kürten die 09er zur bundesweiten Spitze.
2010: das was ich bisher verkostet habe, fand ich großartig, vor allem im regionalen Vergleich.

Es scheint, dass Stephan Attmann und seiner Philosophie schwierige Jahrgänge mit allen Ecken und Kanten entgegenkommen.

Ciao
Peter
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Wolfgang

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Re: Von Winning

BeitragMo 15. Aug 2011, 15:58

weinfex hat geschrieben:Ich war vom Jahrgang 2008 ebenfalls begeistert und
bin ebenso enttäuscht vom Jahrgang 2009, der für
mich Mainstream darstellt, sicher auf hohem Niveau,
aber nichtsdestotrotz "langweilig"...



Martin Kössler beschreibt auf Weinhalle.de die Arbeit und die Weine vom Weingut von Winning so

Zitat:
...."Stephan Attmann sieht sich geprägt von der französischen Weinkultur. Das handgelesene Traubengut läßt er aufwendig selektionieren, die Trauben quetscht er an und mazeriert sie anschließend nicht entrappt, dann gärt er ohne Vorklärung spontan an und baut alle Weine bis zur Füllung im Juni/Juli auf der Vollhefe teilweise in Edelstahl, teilweise in Holzfässern unterschiedlicher Größe aus. Anschließend verschneidet er die einzelnen Partien lagenrein miteinander.

Stephan Attmanns Weine zeichnet betörend kristalline Brillanz aus. Sie sind faszinierend reintönig im Charakter, strukturell und aromatisch aber raffiniert komplex und dicht verwoben. Auf verblüffende Weise erinnern sie an hochwertige weiße Burgunder. Sie wirken phenolisch im Geschmack, besitzen also feine Bitterstoffe im Nachklang, die aus den Beerschalen und Stielen der Maischegärung stammen und gekonnt in die Struktur des jeweiligen Weines integriert sind, und sie konzentrieren die Komplexität ihrer Herkunft in einem potent mineralischen Mundgefühl, das äußerst appetitanregend wirkt. Diese visionäre Orientierung am Mundgefühl gelingt dem Quereinsteiger Attmann so stringent und souverän, daß man über seine Qualitäten,

so streitbar sie im Pfälzer Kontext sein mögen, nur staunen kann. Wir halten sie für eine überzeugende Bereicherung des vielfältigen Spektrums pfälzischer Spitzenweine." Zitat Ende.-

2008 kenne ich von von Winning nicht. 2009 habe ich fast alles verkostet. 2010 alles was bis jetzt auf dem Markt ist.
Unter Berücksichtigung der Weinbergsarbeit, der Kellerarbeit, der Flaschenausstattung :ugeek: :D des Ergebnis in der Flasche, meines Mundgefühls, der Trinkigkeit des Stoffes, der PR , (siehe Presseberichtesammlung auf der Weingutswebsite) ,der Begeisterung bei fast allen erstklassigen Weinhändlern, der Preisgestaltung, ist nichts aber auch gar nichts Mainstream und langweilig. :D
Unabhängig von Jahrgangsbedingten Besonderheiten.
Gruß
Wolfgang
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Moskalito

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Re: Von Winning

BeitragDi 23. Aug 2011, 17:53

Hallo zusammen!

Hatte schon jemand die Gelegenheit sich einen personlichen Eindruck von den 2010ern zu machen? Es konnte zwar schon von ersten Eindrücken zu 2010 lesen, nicht aber ausführlichere Verkostungsnotizen. Wenn also jmd. was hat, bitte posten.

Besten Dank!
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BuschWein

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Re: Von Winning

BeitragSa 10. Sep 2011, 10:51

Am Freitag machte ich ein rotes Curry mit Spitzkohl, Champignons und Waller in Anlehnung an ein Rezept von Schuhbeck. Dabei ist das Curry eher eine Sauce, Spitzkohl, Champignons und Waller werden gesondert gegart und erst im Teller mit dem Curry zusammen gegeben. Das Curry besteht aus Tomaten, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer, die zusammen leicht anschwitzt werden, dann mit Fischfond abgelöscht werden, am Ende püriert und mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Currypulver gewürzt.

Spitzkohl, Champignons (die gehören nicht zum eigentlichen Rezept) und Waller werden im Wok kurz gegart und mit frischem Koriander und etwas Ingwer gewürzt.

Dazu dachte ich könnte ein Riesling ganz gut passen und weil von Winning schon in der Diskussion ist wollte ich einen 2010er von Winning dazu trinken.

2010 Forster Ungeheuer Riesling trocken
In der Nase fast nur scharfer Schwefel, kein fauler Eierton oder nett ausgedrückt eine Spontinote, sondern eher Schwefelpulver, war sehr scharf in der Nase. Dahinter zarte Frucht, hauptsächlich Citrusaromen.

Am Gaumen dann wieder dieser scharfe Schwefelton, dann Citrusfrucht und eine deutliche Säure. Irgendwie endete der Wein dann auch etwas undefiniert und auch nicht sehr lang.

Leider verflog die Schwefelnote auch nicht über den Abend und beeinträchtigte den Genuß doch massiv, dazu noch die mehr als vordergründige Säure, in der jetzigen Verfassung machte dieser ja nicht unbedingt billige Riesling absolut keine Freude. Wenn ich punkten müsste kämen jetzt maximal 80 bis 82 Punkte heraus. Ein Plus würde ich ir aber auch nicht zutrauen, weil ich echt Bedenken hätte, dass sich die Säure jemals wirklich einbindet.
Armin
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