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Teschke

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EThC

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Re: Teschke

BeitragDi 28. Mai 2019, 21:36

...der Korund selbst ist es wahrscheinlich gar nicht so sehr, vielleicht eher was, was bei der Herstellung von Schleifpapieren und Schleifsteinen da mit verwurschtet wird. Jedenfalls ordne ich dem einen typischen Geruch zu, der mir am intensivsten in einer Schleifmittelfabrik in Niedersachsen in der Nase hängen geblieben ist, den ich aber auch in abgeschwächter Form bei den Schleifmitteln in meinem Keller wahrnehme...
Viele Grüße
Erich


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Bernd Schulz

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Re: Teschke

BeitragDi 28. Mai 2019, 22:01

Danke für die Erklärung, Erich! Ich kann mir unter "Korund" jetzt gewisse Noten, die nach dem Gebrauch von Schleifmitteln in der Nase wahrnehmbar sind, vorstellen - wobei mir nach wie vor sehr unklar wäre, ob die Schleifmittel jetzt auf der Basis von Korund oder Unkorund funktioniert haben.....

Auf keinen Fall möchte ich dich davon abhalten, die enorm assoziationsreichen Weinbeschreibungen in der bestehenden Art fortzusetzen! Deine Notizen regen die Fantasie ungemein an - aber manchmal sind sie in ihrer Detailfreudigkeit für den Normalgaumen nur bedingt nachvollziehbar. Ich weiß zum Beispiel offengestanden nicht, inwiefern sich die Zanzibar-Ananas von der ordinären Ananas unterscheidet....aber das ist ja dann erst einmal mein Problem.... ;)

Herzliche offtopische Grüße

Bernd
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olifant

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Re: Teschke

BeitragMi 29. Mai 2019, 08:40

... bei Korund, da denke ich an Arbeit mit dem Trennschleifer - na, diesen Geschmack muss man mögen :lol:
Grüsse

Ralf
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EThC

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Re: Teschke

BeitragMi 29. Mai 2019, 09:38

Bernd Schulz hat geschrieben:Auf keinen Fall möchte ich dich davon abhalten, die enorm assoziationsreichen Weinbeschreibungen in der bestehenden Art fortzusetzen! Deine Notizen regen die Fantasie ungemein an - aber manchmal sind sie in ihrer Detailfreudigkeit für den Normalgaumen nur bedingt nachvollziehbar. Ich weiß zum Beispiel offengestanden nicht, inwiefern sich die Zanzibar-Ananas von der ordinären Ananas unterscheidet....aber das ist ja dann erst einmal mein Problem.... ;)

Hallo Bernd,
ja, das ist schon klar, daß manche Assoziationen, die ich so habe, nicht für jeden so ohne weiteres zugänglich sind, ich hab' aber meist keine anderen. Erdbeere, Himbeere, Banane und Co. sind natürlich einfacher, weil das auch so ziemlich jeder schon mal im Mund gehabt haben dürfte und diese Aromen auch eingängiger sind. Dazu kommt, daß ich die VKN's egoistischerweise in erster Linie für mich selbst schreibe, und damit ich im Nachgang auch was damit anfangen kann, benutze ich halt Beschreibungen, mit denen ich die Aromatik auch wieder abrufen kann.
Was die "Zanzibar-Ananas" angeht: ich mag eigentlich keine Ananas, jedenfalls nicht die, die man hier so kaufen kann, egal ob's nun die unsägliche Dosenananas für den berüchtigten Toast Hawaii ist oder eine "frische", die halt grün geerntet wurde und auf dem Transport nachreifen durfte. Das funktioniert bei Bananen noch ganz gut, aber eine reife Ananas in Zanzibar direkt vom Stock schmeckt total anders und zwar -für mich- richtig gut, eben definitiv nicht nach Ananas (so wie man sie hier allgemein kennt).
olifant hat geschrieben:... bei Korund, da denke ich an Arbeit mit dem Trennschleifer - na, diesen Geschmack muss man mögen :lol:

...es ist halt bei vielen Aromen so, daß es die Dosis und die Kombination macht, ob topp oder flopp... :D
Viele Grüße
Erich


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Dilbert

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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 09:15

Hallo allerseits,

am letzten Wochenende war "Open Bottle" bei Michael Teschke in Gau-Algesheim.

Da es von uns aus nur ein paar Kilometer zu fahren sind, haben wir die Gelegenheit genutzt und waren wir zu Dritt vor Ort. Das Weingut hat durchaus einen gewissen Charme - schönes altes Gutshaus mit entsprechenden Nebengebäuden.

Der Empfang war hingegen weniger charmant. Erst mal bezahlen - die Probe kostete 10 EUR, die beim Kauf ab 6 Flaschen wieder verrechnet wurden. Soweit ist das auch OK und schreckt den ein oder anderen "Gelegenheits- und Ausflugstrinker" ab. Als wir dann im Probenraum ankamen, wurden wir nochmals etwas barsch von Herrn Teschke selbst darauf hingewießen, dass die Probe kostenpflichtig sei. Die etikettengroßen Aufkleber die wir inzwischen am Arm hatten (als "Eintrittskarte") waren eigentlich nur unschwer zu übersehen ...!! :shock: ;)

Ob das jetzt sein Art ist oder Masche?? Da fühlt man sich gleich willkommen!! ;)

Los gings mit den Sylvanern aus 2016: durchweg gute Weine, wirklich herausragend war für mich nur der 19-68. Ich denke, der wird sich in den nächsten Jahren noch sehr gut entwickeln. Der Mission war nicht in der Verkostung, es gab nur einen handgeschriebenen Zettel, dass der Wein ausverkauft sei (der Zettel sollte wohl nur blöden Fragen vorbeugen!).

Nach den Sylvanern kamen die beiden Burgunder - Weiß- und Grauburgunder.
Den Weißburgunder fand ich sehr schön, mit einer knackigen Säure und schöner Frucht. Der Grauburgunder war nach unser aller Auffassung einfach fehlerhaft - definitiv nicht mein Ding.

Um es kurz zu machen: die folgenden Rotweine waren knochentrocken ausgebaut. Schön fanden wir den Spätburgunder Tochter und den Portugieser. Generell finde ich aber die Spätburgunder etwas ruppig und uncharmant. Mir fehlt den Weinen die Eleganz, die für mich Inbegriff eines Pinot Noir/Spätburgunders ist.

Bei den naiven Weinen kenne ich mich echt nicht aus, könnte mir aber vorstellen, dass Teetrinker hier durchaus fündig werden können. :oops: Also, dass ist echt nicht mein Ding - vielleicht bin ich hier zu sehr in der traditionellen Weinwelt verhaftet. :?

Also schlussendlich fand ich die Veranstaltung eigentlich etwas enttäuschend und bin schon erstaunt, dass die Weine teilweise so gehypt werden. Zum Ende hin war der Reflex die Weine zu probieren immer weniger ausgeprägt! Einen Kaufreflex gab's eigentlich nur bei zwei bis drei Weinen und der wurde dann auch durch die herzliche Art der Gastgeber unterdrückt!

Gruß,
Jochen
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EThC

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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 09:35

Hallo Jochen,
ich selbst kenne Hr. Teschke bis jetzt nicht, sondern nur das, was mir drei (Wein-) Freunde bisher unabhängig voneinander berichtet haben. Und ich habe einen Eindruck aus einem Video, das vor einigen Jahren bei ihm entstand:
https://wernervino.com/2015/09/08/folge ... l-teschke/
Scheint so seine Art zu sein und wenn man alleine dort ist, taut er anscheinend irgendwann auch auf, wenn er sein Gegenüber für einen "ernsthaften" Weintrinker hält. Vielleicht sind ihm "Menschenmassen" einfach zuwider...
Ich habe die Teschke-Weine mit der Sylvaner-Riege 2012 / 2013 kennengelernt und die waren aus meiner Sicht alle vom Primus inter pares bis zum 19-68 großartig, aber auch recht polarisierend; muß man halt mögen. Den 2015er 19-29, den ich neulich probiert habe, fand ich auch recht schön, aber deutlich weniger polarisierend bzw. auch weniger spannend, von gefällig will ich aber noch nicht sprechen. "Traditionell" geht aber sicher anders...
Viele Grüße
Erich


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niers_runner

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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 09:36

Danke für den Bericht. Mit dem Winzer muss ich mich also nicht beschäftigen. Solche Weingüter braucht kein Mensch. Schön dass es soviele Alternativen gibt.

Beste Grüße

Peter
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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 09:48

niers_runner hat geschrieben:Solche Weingüter braucht kein Mensch.

...hmmm; was bin ich dann :?:
Viele Grüße
Erich


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Dilbert

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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 10:28

niers_runner hat geschrieben:Danke für den Bericht. Mit dem Winzer muss ich mich also nicht beschäftigen. Solche Weingüter braucht kein Mensch. Schön dass es soviele Alternativen gibt.

Beste Grüße

Peter


Naja, das ist eben "nur" meine Einschätzung und mein Empfinden, das muss ja nicht zwangsläufig auch auf Dich zutreffen. Letztendlich war es dann aber auch doch wieder interessant, weil es hilft den eigenen Geschmack zu schärfen und abzugrenzen.

Wenngleich ich zugeben muss, dass ich am Ende der Probe einen ähnlichen Gedanken hatte! ;)

Gruß,
Jochen
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amateur des vins

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Re: Teschke

BeitragDi 4. Jun 2019, 11:56

EThC hat geschrieben:ich habe einen Eindruck aus einem Video, das vor einigen Jahren bei ihm entstand:
https://wernervino.com/2015/09/08/folge ... l-teschke/
Danke dafür. Ich habe tatsächlich bis zum Ende durchgehalten, was ich zu Beginn nicht gedacht hätte. Es paßte halt nicht zwischen den beiden, was ich aus beider Sicht nachvollziehen kann. (Ich mußte mir gerade auf die Lippen Finger beißen, nichts bissigeres zu schreiben.) Definitiv kein Grund, die Weine nicht zu kaufen.
Besten Gruß, Karsten
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