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Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: So 20. Jan 2019, 14:04
von EThC
...ganz eigenes Zeuch:

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Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Mo 21. Jan 2019, 18:32
von EThC
Hier ein für seinen Preis recht ordentlicher Chardonnay, braucht aber noch Zeit:

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Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 10:37
von olifant
EThC hat geschrieben:...ganz eigenes Zeuch:

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Ich hatte vor Kurzem auch einen Terrano im Glas, nicht von Zidarich, sondern von Edi Kante. Die Eindrücke waren nicht ganz unähnlich, wobei der bei mir verkostete '12er nicht ein derart säurelastiges gewesen zu sein scheint, wie der deine. Bei Edi Kante ist der Terrano so etwas wie der "Brot-Wein", also rel. weit unten in der internen Qualitätspyramide, sofern es die bei E. Kante gibt, angesiedelt, - zumindest preislich. In meinen Augen war das ein sehr angenehmer Pizza und Pasta - Begleiter und durchaus zu empfehlen. Habe mir aber beim Trinken werden Notizen noch grossartig Gedanken gemacht.

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 11:59
von amateur des vins
Gestern im Restaurant und daher ohne Notizen:

Vie di Romans, Dis Cumieris 2016 (100% Malvasia Istriana)

Ich hatte mich ja mal zum Kennenlernen durch die 2015er probiert (s.o.), aber da war dieser reinsortige Malvasia nicht darunter. Die damals empfundene klare Hausstilistik finde ich auch hier wieder: Praktisch keine Frucht, grandiose Balance und Frische, dezente Cremigkeit unter der schönen Säure und ganz leichte Reduktion (8 Monate sur lie). Dieser hier ist nicht so weit weg von Chardonnay oder (bei Vie di Romans hypothetischem) Weißburgunder, aber aufgrund einer typischen, ganz leichten und angenehmen Bitternote auch nicht verwechselbar.

Mir wurde erzählt (ich habe es nicht überprüft), daß 2016 herausfordernd gewesen sei: im April 3 Wochen Dauerregen (nicht so schlimm, würde ich meinen, da vor der Blüte) und dann dauerhaft Hitze bis zu 38°C bis in den September. Meine Befürchtung wäre da, einen eher breiten, säurearmen Wein zu bekommen. Nix da! Wirklich tolle Frische, Spannung und Lebendigkeit, bei großer Ausgewogenheit, und ganz ohne grüne Noten.

Ein Genuß!

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 14:41
von olifant
amateur des vins hat geschrieben:... und dann dauerhaft Hitze bis zu 38°C bis in den September. Meine Befürchtung wäre da, einen eher breiten, säurearmen Wein zu bekommen. Nix da! Wirklich tolle Frische, Spannung und Lebendigkeit, bei großer Ausgewogenheit, und ganz ohne grüne Noten.


Das ist für meinen Geschmack das, was die Guten von den weniger Guten unterscheidet: Die Guten bringen auch in heissen Jahren Gutes auf die Flaschen.

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 15:10
von amateur des vins
olifant hat geschrieben:Das ist für meinen Geschmack das, was die Guten von den weniger Guten unterscheidet: Die Guten bringen auch in heissen Jahren Gutes auf die Flaschen.
...und in kühlen, nassen Jahren vermeiden sie Schlechtes. Stimmt, aber selbst die Guten schaffen das nicht immer, bzw. folgen der Jahrgangscharakteristik.

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 16:00
von olifant
amateur des vins hat geschrieben:...und in kühlen, nassen Jahren vermeiden sie Schlechtes. Stimmt, aber selbst die Guten schaffen das nicht immer, bzw. folgen der Jahrgangscharakteristik.


... eben das ist die Kunst, auch in A***-Jahren was gutes auf die Flasche zu bringen und im Kontext den Jahrgang nicht zu verleugnen ;)
Gelingt natürlich nicht Jedem und auch denen nicht immer :)

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Fr 8. Feb 2019, 12:11
von olifant
... weiter aus einer Probekiste ...

Ribolla Gialla 2015, Ca'Ronesca - Dolegna del Collio

mittleres Strohgelb; mürber Apfel, Birne, gelbe Pflaume, gewisse medizinale Kräuter; am Gaumen mittlere Stoffigkeit, reife gelbe Kern- und Steinobst Noten, etwas Kurkuma, weinige Säure, in sich stimmig, Reif; mittellanger-langer Abgang auf reife Frucht - 16-16,5/20 op

Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: Sa 9. Feb 2019, 09:12
von mixalhs
Ich hatte dienstlich in Udine zu tun, mein erster Aufenthalt in der Region. Unter den Weinerlebnissen, die ich hatte, stechen zwei besonders hervor. In einer Weinbar hatte ich gestern Mittag einen Terrano 2015 von Skrerk, hervorragend! Und dann war ich zum Abendessen bei Agli Amici, die zu Recht zwei Michelinsterne haben, und trank dort eine grandiose Vitovska 2011 von Vodopivec, die das ganze Menü bestens begleitet hat.

Hier die Notizen:

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Re: Veneto, Friaul, Julisch-Venetien - Der Nordosten

BeitragVerfasst: So 10. Feb 2019, 00:00
von amateur des vins
Hallo Michael,

danke für Deinen Bericht! Italien ist nicht meine Hauptbaustelle. Aber wo ich früher nur hilflos überfordert war, sehe ich heute in den zahllosen autochthonen Rebsorten manchmal auch das Potential für spannende neue Erfahrungen. Ich glaube, auf die mir zuvor völlig unbekannte Vitovska muß ich mal ein Auge werfen!

Hast Du den Wein selber ausgesucht, oder war das eine Empfehlung des Sommeliers? Und nach welchen Kriterien? Amphorenweine sind ja doch ein wenig speziell.