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Der eigene Weinberg

Von der Weinbergspflege bis zur Kellertechnik
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 26. Mai 2019, 20:42

Moin,

wie die das erste Lächeln, der erste Schritt, das erste gesprochene Wort des Nachwuchses:

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Nun ja, zugegebenermaßen melodramatisch und übertrieben, Äpfel und Birnen und so, aber es erfüllt mich doch mit tiefer Zufriedenheit, dass ich wohl nicht alles falsch gemacht habe.
Die Pfähle sind bestellt, jetzt naht die 2. Runde harter, körperlicher Arbeit. Und ich würde Lügen, wenn ich sage, dass ich mich nicht darauf freuen würde!

Viele Grüße,
Björn
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OsCor

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 26. Mai 2019, 21:10

Ich bin sicher nicht der einzige, der dein Projekt mit großem Interesse verfolgt.

Gruß
Oswald
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Winedom

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 26. Mai 2019, 21:25

OsCor hat geschrieben:Ich bin sicher nicht der einzige, der dein Projekt mit großem Interesse verfolgt.

Gruß
Oswald


Genau so ist es!

VG Rainer
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 29. Sep 2019, 19:24

Moin,

so langsam ist es mal wieder an der Zeit für ein Update. Ich fange mal chronologisch dort an, wo ich aufgehört habe. Der Frühsommer war leider brutal trocken, die jungen Reben fanden das wenig erbaulich. Ich habe irgendwann dann notgedrungenermaßen 1500 Liter Wasser in den Weinberg bestellt und gegossen. Anfang Juli gab es dann etwas Regen und während wir im Urlaub waren gab es weitere Niederschläge. Dafür wusste ich bei der Rückkehr aus dem Urlaub dann, warum Glyphosat erfunden wurde: Knöterich, Distel, Amaranth, Gänsefüßchen ... der Regen kam halt allen zugute. Problem nur: die Ruderalflur wächst schneller als die Rebe. Und dann gab es auch wieder fast 4 Wochen Trockenheit, diesmal ohne Gießmöglichkeit. Momentan sind nur noch die Distelrosetten dominierend, ein wenig Tollkirsche und dazwischen einiges anderes ( Leinkraut, Aster, Dost, Erdrauch usw.). Aber zurück zu den Reben. Diese sind aufgrund der Bedingungen nicht so gewachsen, wie das in bewässerten, vollentgrünten Weinbergen der Fall ist. Einige Reben muss ich wohl in 2020 nachpflanzen. Der Rest wird in Absprache mit den Brands auf 2 Augen runtergeschnitten und kann dann mit voller Kraft im Frühjahr austreiben. Das alles klingt jetzt nicht so toll, ist aber völlig ok für mich. Kein Totalverlust nur Zeitverlust. Meine Lernkurve ist weiterhin steil und die Arbeit macht Spaß. Und darum geht es schlussendlich doch.
Nächstes Mal erzähle ich Euch dann, warum ich den Pflanzenschutz-Sachkundenachweis nicht machen kann und warum auch für Großgerät lernen müsste ( was ich nie benutzen werde).

Viele Grüße,
Björn
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weingeist

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragSo 29. Sep 2019, 21:15

Herr S. hat geschrieben:Diese sind aufgrund der Bedingungen nicht so gewachsen, wie das in bewässerten, vollentgrünten Weinbergen der Fall ist. Einige Reben muss ich wohl in 2020 nachpflanzen.
Schön, wieder etwas von Deinem "Projekt" zu hören. Du betreibst das ja eben auch nicht Hauptberuflich, sondern weil es Dir ein Anliegen, ein "Hobby" ist. Und glaube mir, in meiner Lieblingsweinregion (wenn es in Ö eine solche gibt ;) ), der Wachau, war zu Beginn der Tröpfchenbewässerung, die Diskussion dazu mehr als emotionslos. Vielleicht überlegst Du Dir so etwas auch für Deinen Weingarten (wenn möglich). Würde Dir in Zukunft vielleicht etwas an "Kummer" ersparen.
Liebe Grüße
weingeist
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Tannat

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 30. Sep 2019, 11:01

Hallo Björn,
Hallo zusammen,

ja es ist schon ein steiniger Weg bis man da mal endlich was im Glas hat.
Ich habe ja nur 50 Stöcke (Lemberger und Zweigelt) im Garten Pflanzjahr 2004.
Wasser gießen war da wirklich ausschließlich am Anfang nötig.

Spritzmittel hatte ich seinerzeit noch ohne Probleme bekommen.
Die damals gekaufte Kleinstmenge hat auch bis vor 2 Jahren gereicht.
Mangels Schein kommt jetzt halt nur noch Kupfer zum Einsatz und eine möglichst Luftige Laubwand hilft auch etwas.
Durch die guten letzten beiden Sommer hat das gut funktioniert.

Unkraut wird gemäht, untergefräst, gehackt fertig.
Die Diesjährige Ernte ca. 30 Liter gärt noch.
Es gab auch schon mal etwas mehr… Aber auch schon Totalausfälle.
Immer wieder spannend Jahr für Jahr.
Irgendwas ist immer Frost, Wildfraß, Krankheitsdruck durch Regen, Essigfliege, Stiellähme und und und.

Bei 200 Stöcken artet das aber dann schon in Arbeit aus…
Weithin viel Glück dabei.

Grüsse Marc
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Herr S.

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Re: Der eigene Weinberg

BeitragMo 30. Sep 2019, 12:10

Hallo Marc, hallo Weingeist,

ja, Arbeit ist es aber wie gesagt, es macht Spaß. Das mit der Bewässerung klappt technisch nicht bzw. wäre zu aufwendig. Ich bin aber optimistisch, dass es einfach nur ein wenig länger braucht. Die Brands meinten mal, dass man mit einer derart extensiven Wirtschaftsweise einfach mehr Geduld aufbringen muss, dass das Ergebnis sich dann aber durchaus sehen lassen kann. Und Geduld habe ich im Übermaß. Jetzt bin ich erstmal gespannt, wie der Winter wird und dann sehen wir uns im Frühjahr wieder und schauen, was wo wie gemacht werden muss. Bis dahin habe ich Zeit, mein Drahtrahmensystem zu etablieren. Langeweile kommt nicht auf.

Viele Grüße,
Björn
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