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Weinbücher

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Käfi

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Re: Weinbücher

BeitragMo 12. Nov 2018, 20:52

olifant hat geschrieben:... hallo Käfi,

m.E. kann man sich das nicht Anlesen, sondern nur als Erfahrung antrinken ;)


Um das dann selbst entsprechend beurteilen zu koennen ganz bestimmt! Aber irgendwo muss dieses Wissen doch auch abstrakt abrufbar sein :)
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weingeist

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Re: Weinbücher

BeitragMo 12. Nov 2018, 21:23

1.) Das Oxford Weinlexikon

Jancis Robinson

Hallwag Verlag


2.) Der große Johnson

Hugh Johnson

Hallwag Verlag

Beides - in meinen Augen - "Bibeln" für Weinfreunde was Weinwissen, aber auch Regionen betrifft.
Liebe Grüße
weingeist
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Sistra7119

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Re: Weinbücher

BeitragMo 12. Nov 2018, 21:30

Hallo Käfi,

ich kann dir zwei Bücher empfehlen, die anschaulich Weinstile und -typen beschreiben. Die beiden Autoren stammen aus der Alten und der Neuen Welt und nähern sich den Themen deswegen auch mit ganz unterschiedlichen Ansätzen.

Dr. Wolfgang Staudt; 50 Dinge, die Sie über Wein wissen sollten, Westen-Verlag, 2009. Wolfgang Staudt ist Weindozent und -autor aus der Nähe von Darmstadt. Er schreibt über Wein in verschiedenen Magazinen und Tageszeitungen. Auf 50 Seiten erläutert er informativ und kurzweilig, Weintypen und -stile und wie man diese unterscheiden kann. Er unterscheidet z.b. bei Rot- und Weißweinen zwischen Klassikern, Newcomern, Juwelen und Langweilern Das Buch kann man guten Gewissens auch Freunden schenken, die (noch) keine Weinfreaks sind.

Marnie Old, Workshop Wein - entdecken- verkosten- genießen, DorlingKindersley, 2014. Sie ist Sommerliere aus den USA. Wenig überraschend umfassen die Beschreibungen der Rot- und Weißweinstyle und Weinregionen gleichgewichtig die Neue Welt (USA, Chile, Australien etc.) und die traditionellen europäischen Weinbauländer. Sie unterscheidet dabei zwischen leichten, mittelschweren und schweren Rot- und Weißweinstilen und beschreibt kompakt auf jeweils 2 Seiten, die wichtigsten Weinregionen und ihre typischen Weinstile und Rebsorten. Was darüber hinaus sofort auffällt sind die vielen Grafiken und kurzen Texte, die das Buch auf den ersten Blick, wie ein Bilderbuch erscheinen lassen. Viele Zusammenhänge prägen sich durch diese Darstellung jedoch sehr gut ein.

Beide Bücher vermitteln Basis-Know-how, zu den von dir genannten Themen. Mich haben Sie motiviert Weine zu erkunden, die ich bisher noch nicht auf dem Radar hatte.

Vielleicht bringen Sie dich auch weiter.....

Grüße, Simone
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Käfi

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Re: Weinbücher

BeitragMi 14. Nov 2018, 16:17

Danke fuer die Empfehlungen!

Das Oxford Lexicon und der Johnson waren auch die Buecher, die in meiner Vorstellung am besten passen koennten. Die werde ich mir zulegen.

Simone, lieben Dank! Ein paar solcher Buecher habe ich schon gelesen, moechte aber diesmal mehr als basis know how :) Dennoch sehr willkommen, das wird bei Gelegenheit verschenkt!
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UlliB

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Re: Weinbücher

BeitragMi 2. Jan 2019, 16:49

Ein Weihnachtsgeschenk, zügig durchgelesen - Herbert Taschler: Südtiroler Wein- und Kellereigeschichte(n) (Athesia Verlag, Bozen 2017). Das Buch basiert auf gut drei Dutzend Interviews, die mit ehemaligen und aktiven Kellermeistern diverser Genossenschaften und einigen selbständigen Erzeugern geführt wurden und die letzten fünf Jahrzehnte Geschichte des Weinbaus und der Weinerzeugung in Südtirol abdecken.

Beeindruckend (oder wohl eher: erschreckend) ist die Schilderung der Zustände während des Booms der Vernatsch-basierten Weine, St. Magdalener und Kalterersee, der Ende der 60er begann und in den 70ern seinen Höhepunkt erreichte. Die Nachfrage nach diesen Weinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz war so groß, dass trotz damals absurd hoher Hektarerträge die Menge der in Südtirol erzeugten Trauben bei weitem nicht ausreichte, um den Bedarf zu decken. Man löste das Problem dadurch, dass man in Mittel- und Süditalien sowie in Spanien und Algerien große Mengen an billigem Verschnittwein zugekauft hat, mit dem man das eigene Produkt verlängert und schließlich weitgehend ersetzt hat. Das war ein Bombengeschäft, da man die Verschnittweine wesentlich billiger einkaufen konnte, als man für das fertige „Südtiroler Produkt“ am Ende erlöst hat. Etliche Kellereien haben schließlich zwei- bis dreimal so viel Wein verkauft, wie sie aus den angelieferten Trauben hätten erzeugen können.

Das lief so bis in die frühen 80er, als die zunehmend qualitätsbewussten Kunden sich von den Weinen in Scharen abwendeten und der Markt zusammenbrach. Den finalen Stoß versetzte dem Geschäft dann noch ein Schweizer Untersuchungsamt, das in den Weinen mehrerer Erzeuger die illegale Verwendung von Saccharin nachweisen konnte.

Wie kurze Zeit später beim Glykolskandal in Österreich war die folgende fundamentale Krise der Anlass zu grundlegenden Verbesserungen. Die Erträge wurden drastisch reduziert, der extrem hohe Vernatsch-Anteil in den Rebanlagen wurde schrittweise zurückgefahren, der Anteil an Weißwein deutlich erhöht und die technische Ausstattung der Kellereien erneuert und verbessert.

Das Buch ist für denjenigen, der sich für die jüngere Geschichte der Weinerzeugung interessiert und sich vielleicht auch mit den aktuellen Verhältnissen in Südtirol ein wenig auskennt, eine interessante und kurzweilige Lektüre.

Gruß
Ulli
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