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Studien zum Thema Wein und Gesundheit

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mundschenk

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Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragFr 10. Jun 2011, 21:00

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

heute morgen kam ein newsletter vomVDP mit einer neuen Studie zum Thema Wein und Gesundheit !
http://www.vdp.de/fileadmin/user_upload ... se_BMJ.pdf

Als ich den Artikel in der Rubrik „macht Wein krank oder gesund“ einstellen wollte fiel mir auf dass unter dieser Rubrik zwar auf viele gesundheitliche Nebenaspekte des Weinkonsums/Weingenusses eingegangen wird, das eigentliche Kernthema aber bislang noch nicht groß thematisiert wurde.

Da ich als Weinliebhaber und damit regelmäßiger Konsument moderater Mengen Alkohol seit Jahren Berichte zum Thema Wein und Gesundheit interessiert verfolge und in dieser Zeit so manche Informationen für beide Seiten zusammengetragen habe, möchte ich diese hier einfach mal zur Diskussion stellen.

Anmerkung: die folgenden Informationen habe ich aus diversen Büchern, Zeitungen Zeitschriften und Internetartikeln zusammengestückelt . Da die Informationen eigentlich nur für mich gedacht waren, habe ich nicht immer die Quellen aufgeschrieben. Teilweise sind die Texte kopiert, teilweise von mir selbst geschrieben oder leicht abgewandelt. Falls ich Irgendwelche Urheberrechte verletzt haben sollte, bedaure ich dies zutiefst und bitte es zu entschuldigen. Die Informationen habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Da ich jedoch weder Arzt noch Journalist bin, noch von mir behaupten kann die unten aufgeführten Statistiken selbst gefälscht zu haben, übernehme ich keinerlei Gewähr für die Richtigkeit der Informationen und keinerlei Verantwortung für eventuelle durch das Lesen dieses Beitrages ausgelöste gesundheitliche Probleme durch Alkoholkonsum. Bei Nebenwirkungen schlagen Sie also bitte nicht mich sondern Ihren Arzt oder Apotheker! ;)

Häufig wird von Ärzten (sicherlich zu Recht) vor übertriebenen Alkoholgenuss mit folgenden Argumenten vor den (zugegebenermaßen erschreckenden :shock: ) Gefahren des Alkohols gewarnt:

1) Übertriebener Alkoholgenuss schädigt die Leber:
Hier einige teilweise recht erschreckende Auszüge aus einem Bericht zum 7.Deutschen Lebertag aus der RHEINPFALZ 16. November 2006:
Titel: „ Auch moderater Alkoholkonsum schadet der Leber“
„Ist die Leber „beleidigt“, lagert sie zunächst Fett in Ihren Zellen ab und vergrößert sich zur so genannten Fettleber (oder wie es später einmal Eckhardt von Hirschhausen so schön formuliert hat: „ Die Leber wächst mit Ihren Aufgaben“!) In der zweiten Stufe entwickelt sich eine Entzündung (Hepatitis) später eine Fibrose. Ist allerdings eine Zirrhose entstanden, werden Leberzellen unwiederbringlich zerstört.Die Blutversorgung des Organs verschlechtert sich, nach und nach verliert es an Funktionsfähigkeit, bis es schließlich schrumpft (Schrumpfleber).Die Zirrhose ist in Deutschland die 4. häufigste Todesursache, in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 sogar die häufigste.Das Gros der Lebererkrankungen ( in der Bundesrepublik etwa 80 % ) entsteht durch übermäßigen Alkoholgenuss. Etwa 10.000 Menschen sterben hierzulande jährlich an den Folgen einer alkoholischen Lebererkrankung.“
“Steter Tropfen höhlt die Leber“, bringt es Privatdozent Daniel Rost, Oberarzt der medizinischen Klinik C im Ludwigshafener Klinikum auf den Punkt. Gerade der regelmäßige Genuss alkoholischer Getränke sei schädlich. Das Organ habe ein „Gedächtnis wie ein Elefant“. Es sei vollkommen gleichgültig, ob fünf Jahre auf Dauer wöchentlich 4 Flaschen Wein geleert werden oder 10 Jahre lang 2 Flaschen“ :o

2) Übertriebener Alkoholgenuss erhöht den Blutdruck
Durch den erhöhten Blutdruck kann es ( wie bei einem Schlauch der zuviel Druck aushalten muss) dazu kommen das Blutgefässe platzen. Daher bedeutet ein Alkoholmissbrauch ein dramatisch erhöhtes Risiko, an einem durch Gehirnblutungen ausgelösten Infarkt zu sterben.

3) Übertriebener Alkoholgenuss kann Krebs auslösen
Zwar löste der Alkohol selbst keinen Krebs aus, aber die Alkoholdehydrogenase wandelt ihn in den toxischen und krebserregenden Stoff Acetaldehyd um. Das Krebsrisiko betrifft vor allem die Leber, der Speiseröhre, Gaumen, Kehlkopf, seltener den Mastdarm und Dickdarm.

4) Der Alkoholkonsum birgt eine nicht zu unterschätzende Suchtgefahr
Da diese bereits in einem Thread dieser Rubrik behandelt wurde, gehe ich nicht weiter auf das Thema ein.

All diese Argumente stimmen sicherlich, wenn es um einen übermäßigen Alkoholkonsum
geht. Ob das allerdings, wie im obigen Zeitungsartikel für den moderaten Alkoholkonsum oder ganz speziell den moderaten Weinkonsum gilt, halte ich nach den von mir gesammelten Studien für durchaus diskussionswürdig!

Fakt ist: der Wein wurde sowohl im Altertum als auch im Mittelalter und sogar noch bis vor ungefähr 100 Jahren als Heilmittel angewendet und teilweise sogar auf Krankenschein verordnet. Erst nachdem die alkoholische Gärung entdeckt wurde und man glaubte die Wirkung allein dem im Wein Alkohol zuschreiben zu können, nahm man von dieser Methode Abstand. Das allein ist natürlich noch kein Argument, doch in den letzten 30 Jahren gab es eine Vielzahl von Studien die auf eine schützende und lebensverlängernde Wirkung des Weines schließen lassen. Den Anfang machte in den 80er Jahren eine französische Studie die unter dem Begriff „ French Paradox“ weltweit Aufsehen erregte: Professor Serge Renaud fand heraus, das obwohl viele Südfranzosen fette Speisen zu sich nehmen, viel Wein trinken und rauchen Sie vergleichsweise selten an Herzinfarkt erkranken. Dieses Phänomen schrieb der Pofessor der Kombination von mediterraner Küche (Viel Fisch, Gemüse, Gewürze, Knoblauch, Olivenöl) in Verbindung mit gemäßigten Mengen Rotwein( in diesem Falle durchschnittlich 0,4 l) zu.

Diese Studie war der Startschuss für Wissenschaftler auf der ganzen Welt dieses Phänomen ausführlicher zu erforschen!

1) Wein geben Herzinfarkt
In der westlichen Welt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und speziell der Herzinfarkt die am weitesten verbreiteten Todesursachen. Der Infarkt entsteht am häufigsten, wenn ein Blutgerinsel oder ein Blutpfropf einen Stau in der Blutbahn erzeugt: Der Herzmuskel nicht mehr richtig mit Sauerstoff versorgt- es kommt zum Herzinfarkt. Verstopft ein Blutpfropf die Blutbahn in einem Blutgefäß des Gehirns, kommt es zum Hirninfarkt/Schlaganfall/ Hirnschlag. In der westlichen Welt sind 70-80% aller Hirninfarktfälle so genannte Thrombotische Hirninfarkte!

1991: Sir Richard Doll :
Studie an 12.000 englischen Ärzten: Leichter bis mäßiger Konsum von Alkohol reduziert das Herzinfarktrisiko um bis zu 50% !

1996: Nancy Studie: (Studie an 36.000 französischen Männern, vorwiegend Weintrinker! )
Diese wiederum von Professor Serge Renaud ( French Paradox!) vorgestellte Studie kam zu folgenden Ergebnissen :
•Bei einer Zufuhr von 30-50g Alkohol pro Tag ist die Herz-Kreislauf Mortalität um fünfzig % Prozent geringer als bei den Abstinenzlern.
•Bezüglich der Gesamtsterblichkeit wird erst bei einer Dosis von 80-122g pro Tag das gleiche Risiko erreicht das Abstinenzler tragen.

Fazit: Alkohol ist nicht gleich Alkohol! Im Wein sind neben Alkohol noch andere Substanzen wirksam die gewisse Risiken des Alkohols offenbar kompensieren können, in manche physiologischen Reaktionen des Körpers eingreifen und eine präventive Wirkung haben!

1996: US Dietary Guidelines
Die Regierung der vereinigten Staaten verkündet in den offiziellen Ernährungsrichtlinien (US Dietary Guidelines) dass der tägliche, moderate Konsum von Wein in moderaten Mengen und in Kombination mit dem Essen der Gesundheit förderlich sein kann. (und das im Land der Prohibition!)

1997: WHO- Studie
Die bisher größte Alkohol-Langzeitstudie an insgesamt 490.000 Männern von der amerikanischen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit der WHO kommt zu folgenden Ergebnissen:

•Alkohol hat einen günstigen Einfluss auf den Cholesterinstoffwechsel
(„gutes“ Cholesterin steigt, „schlechtes“ Cholesterin fällt)
•Alkohol hemmt den „entzündlichen Prozess“ der Arterioskleroseentstehung
•Alkohol verbessert die Fließ- und Gerinnungseigenschaften des Blutes und vermindert damit die Thrombosegefahr
•Alkohol fördert die Durchblutung
•Alkohol wirkt ähnlich wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) einer Verklumpung der Blutplättchen entgegen
•Alkohol reduziert die Insulinkonzentration im Blut
•Alkohol hemmt ungezügeltes Zellwachstum und schützt somit vor Krebs

Die niedrigste Gesamtsterblichkeit fand man, bei Männern wie bei Frauen, die eine Alkoholmenge von 12 g zu sich nahmen. Doch selbst bei täglichen Alkoholmengen von 72 g waren die Werte immer noch geringer als bei Abstinenzlern!

Eine von der amerikanischen Regierung in Auftrag gegebene Studie von Dr. David Witten und Marvin Lipp, zwei Medizinern aus USA errechnet, dass wenn jeder erwachsene Amerikaner täglich 2 Gläser Weine trinken würde, die Herz-Kreislauferkrankungen, die fast die Hälfte aller Todesfälle in der Bevölkerung ausmachen um 40% abnehmen würde und dadurch Einsparungen von jährlich 40 Mrd Dollar im Gesundheitssystem möglich wären ! Diese Studie wird in Fachkreisen und in der Gesundheitspolitik sehr ernst genommen!

2) Wein gegen Krebs
Wer von einer Krebserkrankung, die häufig im Alter zwischen 55 und 65 Jahren auftaucht verschont bleibt, der hat heute gute Aussichten alt zu werden !

Wie zahlreiche Studien gezeigt haben (Nancy Studie!) ist Alkohol nicht gleich Alkohol! Im Wein sind neben dem Alkohol, dem Wasser, den Säuren, den Mineralstoffe, den Vitamine noch ca. 1000 weitere Inhaltsstoffe entdeckt worden: Das besondere Interesse der Wissenschaftler gilt dabei den so genannten Polyphenolen.

Polyphenole sind chemisch ganz natürliche Verbindungen aus den Schalen, Kernen und Stielen der Beeren ( z.B. Farbstoffe, Tannin,..) Manche dieser Polyphenole sind eine Art Immunsystem mit vielfältigen Aufgaben für die Pflanze: Sie wehren z.B. Parasiten und Pilze ab, sorgen für eine schnelle Wundheilung, falls die Beerenhaut verletzt wird und scützen gegen UV- Strahlung. Deswegen sitzen auch die meisten dieser Polyphenole in den Schalen der Früchte. Zwar finden sich Polyphenole auch in Obst, Gemüse bzw. in Obst- und Gemüsesäften. Die Konzentration dieser Stoffe ist in den Säften ist jedoch relativ gering, da die Säfte ohne Schalen und Kerne gepresst werden. Die in den Säften vorhandenen Antioxidantien sind darüber hinaus in dieser Form sehr instabil. Ganz anders beim (Rot-) Wein: durch den langen und intensiven Kontakt mit den Beerenhäuten, Stengeln und Kernen bei der Maischegärung ergibt sich eine sehr hohe Konzentration an Polyphenolen. Der Anteil der Polyphenole variiert je nach Sorte, Anbaugebiet und Reifegrad der Trauben und Ausbauart: allgemein kann man sagen je länger und intensiver der Kontakt mit den Beerenhäuten, Stengeln und Kernen desto höher der Gehalt an Polyphenolen. Aufgrund der Farbstoffe in der Traubenhaut und aufgrund der Ausbauart ( Maischegärung) kann man beim Rotwein von einer ca. 10fach höheren Konzentration an Polyphenolen als beim Weißwein ausgehen. „Zwar enthalten Rotweine mehr Polyphenole als Weißweine, doch gelten die Weissweinphenole als wirksamer“. Zusätzlich hält die konservierende Wirkung des Alkohols die Antioxidantien über viele Jahre stabil, so dass sie ihre Aktivität nicht verlieren! Gleichzeitig fördert der Alkohol die Aufnahme der Phenole im Darm!

Die wichtigste Bedeutung der Phenole liegt in Ihrer Wirkung als Antioxidantien. (Beispiel Auto-> Rost ist nichts anderes als das Resultat aggressiver Sauerstoffreaktionen. Im Körper lassen solche Sauerstoffattacken so genannte „freie Radikale“ entstehen. Radikal werden Moleküle wenn ihnen ein Atom entrissen wurde. Sie versuchen dann das fehlende Atom aus Molekülen Ihrer Umgebung zurückzubekommen: Es kommt eine Kettenreaktion in Gang, die zur Zerstörung von Zellstrukturen führen kann. Viele führende Wissenschaftler glauben, dass solche freien Radikale für das Altern aber auch für die Entstehung von Herzgefäßerkrankungen und Krebs verantwortlich sind.

Zwar kann der Körper zu seinem Schutz eigenen Antioxidantien herstellen, aber oftmals reic hat die Menge der körpereigenen Antioxidantien nicht aus und muss von außen zugeführt werden: z.B. VitaminE, Vitamin C, Betacarotin, Selen.

Gerade der Wein enthält ein besonders reichhaltiges Spektrum an Polyphenolen.
Die im Wein vorkommenden Polyphenole Catechin, Epicatechin, Quercetin und Resveratrol haben eine antioxidative und krebshemmende Wirkung! In Versuchen wurde nachgewiesen, dass die im Wein vorhandenen Polyphenole sogar eine größere antioxidative und damit krebsschützende Wirkung als die Vitamine A, C und E hatten.

Resveratrol ist übrigens die am stärksten pharmazeutisch wirksame Phenolverbindung, die bisher entdeckt wurde! Seit seiner Entdeckung gilt das Resveratrol als eine Art „Wunderwaffe: Der Beere dient es als „natürliches Fungizid“ , als Mittel gegen Pilzbefall. Deshalb sind Resvertrol-Gehalte in Weinen aus kühlen und feuchten Gebieten wesentlich höher als aus trockenen warmen Gebieten. Die höchsten Resveratrol-Gehalte finden sich übrigens in spätreifenden Rotweinen aus nördlicheren und kühlen Anbaugebieten.( ein Grund mehr deutsche Rotweine zu trinken! :D ) : Besondershohe Resveratrol -Gehalte finden sich auch in Trauben die in sehr hoch gelegenen Weinbergen wachsen (UV-Strahlung!) Demzufolge müsste dann ja der der Wein der argentinischen Bodegas Colomé enorm gesund sein ?!)

Außerdem haben westliche Forscher zudem herausgefunden, dass Resveratrol
- das „gute“ HDL- Cholesterin im Blut anhebt und das „ böse“ LDL- Cholesterin senkt
(Da Resveratrol praktisch exklusiv mit Wein und Erdnüssen erhältlich ist kann man doch eigentlich nur noch empfehlen zum Wein ein paar Erdnüsse zu knabbern)

3) Wein gegen Demenzerkrankungen:
Die immer größere Lebenserwartung der Menschen hat auch Nachteile:
Alt werden aber ist das größte Risiko an Alzheimer oder einer anderen Demenzformen zu erkranken. Bereits mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind Demenzkranke.

Nach den Angabe des Zentralinstituts für seelische Gesundheit Mannheim liegt der Anteil der Demenzkranken
bei 65-69 Jahre alten Menschen bei 2%.
bei den 80 Jährigen liegt der Anteil bereits bei fast 15%
bei den 85-89 jährigen bereits bei 25%
und mit 90 Jahren liegt der Anteil demenzkranker bei fast der Hälfte

Aufgrund der immer höheren Lebenserwartung, kann also in den folgenden Jahrzehnten mit einem drastischen Anstieg demenzkranker Menschen gerechnet werden!

Ziel muss sein : körperliche und geistige Fitness im Alter zu erhalten
Auch hierbei kann der Wein eine wichtige Rolle spielen!

Eine Untersuchung von 3777 Senioren im Alter ab 65 Jahren bei denen gezielt nach neu auftretenden Demenzen (also Nachlassen geistiger Fähigkeiten) gefahndet wurde, ergab, das das Risiko der moderaten Weintrinker weniger als 1/5 des Risikos von Abstinenzlern war!

Nach einer Studie am städtischen Spital in Kopenhagen scheint Wein die Gefährdung durch Mobus Alzheimer stark zu senken: Eine Studie mit 1.706 Menschen im Alter über 60 Jahre kam zu dem Ergebnis, dass die Alzheimer Rate bei den Personen die zumindest einmal wöchentlich Wein tranken um 50% reduziert war. „Die Ergebnisse sind aufregend, weil sie bedeuten könnten das Inhaltsstoffe des Weines den Ausbruch einer Demenz verhindern könnten. Wenn dies der Fall ist könnte man die Behandlungs- oder Vorsorgestrategien auf der Basis dieser Stoffe entwickeln.“

Auch eine Studie des japanischen Instituts für Langlebigkeit
bei der 18 Jahre lang die Trinkgewohnheiten und die geistige Leistungsfähigkeit von 3556 japanischen Männern von im Mittel 78 Jahren untersucht wurden, kam zu dem Ergebnis, dass wer im mittleren Alter regelmäßig Alkohol in moderaten Mengen genießt auch eine im Alter signifikant verbesserte geistige Fitness aufweist!

Auch diese Wirkungen führen die Wissenschaftler auf das Zusammenspiel des Alkohols mit den antioxidierenden Phenolen zurück:



4) WEIN GEGEN STREß
Gerade in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit stellt negativer Stress eine Gefahrenquelle für die Gesundheit dar. Wein gehört wie Schokolade und Zucker, Kaffe oder Tee zu den Nahrungsmitteln die in den Gehirnstoffwechsel eingreifen und euphorisierend wirken können. Wein ist Balsam für die Seele: Ersteigert das Wohlbefinden und die Lebensqualität:
Zum Stressabbau empfehlen Mediziner seit Urzeiten Ihren gestressten Patienten Wein: Eine niedrige Dosis Wein kann Streß abbauen, das Selbstwertgefühl und das allgemeine Wohlbefinden steigern, Anspannung und Unsicherheit abbauen und hilft einem das Leben wieder von der schöneren Seite zu sehen. Es gibt genug Ärzte die es für sinnvoller halten ein Glas Wein zur Entspannung zu trinken als irgend welche Medikamente zu schlucken!


Welche Argumentationskette jetzt schlagkräftiger ist und welche Mengen Wein man zu sich nimmt, muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen. Ich persönlich werde mir jetzt nach diesem langen Schrieb erst mal ein Gläschen Wein gönnen! :!:

Und überhaupt: wie der Volksmund so schön sagt:

“Wird einer früh vom Tod getroffen,
dann heißt´s der hat sich totgesoffen,
Ist´s einer von den guten Alten, dann heißt´s
den hat der Wein erhalten!“

Gruß

Peter
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susa

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragFr 10. Jun 2011, 21:48

Wenn man's recht überlegt, kann man all diese Dinge mit dem letzten Verslein Deines Postings zusammenfassen oder, um es nett Lateinisch zu formulieren "Dosis sola venenum facit", es ist die Menge, die es zum Gift werden lässt.

Dass man im Mittelalter eher zum Wein denn zum Wasser griff, hat seinen einfachen Grund in der damals üblichen (nicht vorhandenen) Hygiene. Der Alkohol des Weines tötete nun mal zuverlässig eine ganze Menge Bakterien ab, so dass Wein unterm Strich gesünder war als Wasser, in dem sich alle möglichen Keime munter vermehrten. Und, als Medizin verabreicht, wirkt Alkohl auf eine ganze Menge Symptome lindernd, allerdings nicht unbedingt die Ursachen des Leidens bekämpfend.

Eigentlich wissen wir das alle hier "allzuviel ist ungesund" und ich hoffe - und bin mir sicher - wir wissen schon mit unserem Hobby entsprechend umzugehen, dann profitieren wir von den positiven gesundheitsfördernden Aspekten und haben unseren Spaß und unseren Genuss.

Ich halt's da mit dem alten Spruch, der besagt: Ob nicht trinken, nicht rauchen, stete Mäßigung beim Essen und Zurückhaltung bei anderen Genüssen das Leben verlängert ist nicht gewiss, aber so ohne alles kommt es einem bestimmt ewig lang vor, ;)

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DerFranki

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragSa 11. Jun 2011, 09:17

Viele Infos, viele Meinungen, viele Ergebnisse.....

Ja, es ist wohl doch nur die Dosis, die den Alkohol zum Gift macht.


So gerne wie ich Getränke mit Alkohol habe, so gut mir viele von ihnen schmecken, kann das Zeugs nur ungesund sein!

Es wäre sonst das erste mal, dass irgend etwas, was wirklich Spaß macht, frei von unangenehmen Nebenwirkungen ist. ;)
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susa

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragSa 11. Jun 2011, 12:05

Fränki, es ist doch so "Alles was Spaß macht ist entweder ungesund, unmoralisch oder es macht dick!" ;), also such Dir was aus.

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BuschWein

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragSa 11. Jun 2011, 12:22

Ich würde echt gern mal wissen, warum alle Welt immer einen gesundheitlichen Benefit von Nahrungsmitteln, oder gar Genussmitteln, erwartet?

Immer sucht man nach Stoffen die freie Radikale fangen, die die Alterung aufschieben, die jünger, schöner .... machen. Was hat man denn davon?

Nahrungsmittel sollen satt machen und schmecken und Genussmittel sollen hauptsächlich schmecken und Spaß bereiten, ein klein wenig Rausch darf gern mal beim Genuss dabei sein.

Und wer ein Nervengift wie Alkohol zu sich nimmt, weil er irgendwo mal gelesen hat, dass im Wein, Bier etc. Stoffe sind, die gesundheitlichen Nutzen haben, dem ist doch sowieso nicht zu helfen. Schlimm mag dabei sein, dass so viele gebildete, zumindest ausgebildete Menschen, Professoren etc. bei diesem ganzen Blödsinn mitmachen. Studien zum Thema Wein und Gesundheit sind von vorn bis hinten Schwachsinn, wenn man einen gesundheitlichen Benefit durch Wein auf Teufel komm raus generieren will.
Armin
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dylan

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragSa 11. Jun 2011, 12:25

Recht so, Armin. Mein These hierzu: Alles was Spass macht ist gesund!

Gruss

dylan
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Gerald

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragSa 11. Jun 2011, 12:37

Hallo Armin,

ich gebe dir Recht bei Studien, die für bestimmte Interessensgruppen zugeschnitten sind und meistens immer nur einzelne Aspekte berücksichtigen, die vom Ergebnis her passen.

Grundsätzlich finde ich es aber schon sinnvoll zu wissen, wie der eigene Konsum - nach aktuellem Wissenstand - sich auf die Gesundheit auswirken könnte. Deine These - überspitzt formuliert - "wenn es schmeckt, kann es ruhig giftig sein" kann ich zumindest für mich nicht nachvollziehen. Sollte es sich glaubwürdig zeigen lassen, dass mein Weinkonsum so schädlich wie 2 Packungen Zigaretten pro Tag wäre, würde ich ihn höchstwahrscheinlich einstellen ...

Grüße,
Gerald
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mundschenk

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragDo 30. Jun 2011, 14:46

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

heute sind mir zwei seit längerem in einer Umzugskiste verschollene Bücher in die Hände gefallen:
das erste Buch heißt "Täglich Wein" und stammt von Nicolai Worm, einem im gesamten deutschen Sprachraum angesehenen Ernährungswissenschaftler. Einen großer Teil der oben genannten Studien habe ich aus diesem Buch übernommen. Eine unbedingte Lese-Empfehlung für all die, die mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen mäßig aber regelmäßig Wein genießen!

Das zweite Buch heißt "Die Wein-Apotheke" von Elmar M. Lorey
Untertitel "Amüsantes, Kurioses und Wissenswertes aus alten Arzneibüchern und Chroniken"

Beide Bücher sind im Hallwag Verlag erschienen und für Weinliebhaber absolut lesenswert.

Gruß

Peter
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Gerald

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragFr 29. Jul 2011, 12:25

Hallo,

eins durchaus ausführliches Statement zum Thema vom zuvor angesprochenen Ernährungswissenschafter Nicolai Worm kann man auf der Webseite des Weinguts Setzer nachlesen:

http://www.weingut-setzer.at/index2.php?l=0&a=14

Ob man da alles für bare Münze nehmen kann und/oder ob negative Aspekte "vergessen" wurden, kann ich natürlich nicht beurteilen. Im Prinzip halte ich das Ganze aber durchaus für seriös ...

Grüße,
Gerald
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susa

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Re: Studien zum Thema Wein und Gesundheit

BeitragMo 1. Aug 2011, 20:25

Und wieder wird ein neues Schwein durchs Dorf getrieben, nun schützt (wie immer natürlich nur in Maßen statt in Massen genossen) der Wein schon vor Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung, im Zweifel sogar vor Hautkrebs etc. pp. 8-)

Madame Cathiard schwört bei ihrer Kosmetik ja schon seit langem auf die Kräfte aus der Weintraube, aber innerlich angewendet ist das doch eine ganz andere Sache :lol: :lol:

http://www.oenologie.fr/actualite/vin-et-soleil

lieben Gruß
susa
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