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Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

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Gerald

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragFr 27. Feb 2015, 15:43

Bordeauxweine zu sauer, das kommt mir etwas merkwürdig vor. Zusammen mit der Erwähnung der restsüßen Weißweine klingt das eher danach, dass sie keine trockenen Weine mag - unabhängig von viel oder wenig Säure. Da werden Beaujolais & Co dann auch nicht viel helfen.

Ich vermute, dass sie mit restsüßen Rotweinen am ehesten Freude haben wird. Nur sind solche Weine für die meisten Weinfreunde eine Schreckensvorstellung, daher wird in der gehobenen Kategorie auch nicht allzu viel davon produziert. So hart es klingt, vermutlich wird sie mit Rotweinen vom Discounter noch am meisten anfangen können. :?

Grüße,
Gerald
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Käfi

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragSa 28. Feb 2015, 16:09

Ich habe jetzt einen Cabernet Sauvignon aus Chile probiert und der hat wirklich gut geschmeckt, sehr beerig, sehr fruchtig, weiche Tannine. Gibt es Empfehlungen für gute Chilenische Weine (ich habe im Kaufhof Gourmet einfach blind ins Regal gegriffen, war ein Rothschild, 10 Euro) oder ähnliches was man nicht durch die halbe Welt schiffen muss?

Grüße,
Julian
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Rocketman

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragMi 4. Mär 2015, 20:29

Käfi hat geschrieben:Ich habe jetzt einen Cabernet Sauvignon aus Chile probiert und der hat wirklich gut geschmeckt, sehr beerig, sehr fruchtig, weiche Tannine. Gibt es Empfehlungen für gute Chilenische Weine (ich habe im Kaufhof Gourmet einfach blind ins Regal gegriffen, war ein Rothschild, 10 Euro) oder ähnliches was man nicht durch die halbe Welt schiffen muss?

Grüße,
Julian


Cabernet Sauvignon ist sehr beliebt und mittlerweile eine in sehr vielen Ländern angebaute Rebsorte. Natürlich wird sich ein Cabernet Sauvignon aus Chile grundlegend von einem aus z.B. dem Bourdeaux unterscheiden. Ich würde einfach mal welche aus verschiedenen Regionen kaufen und testen, was gefällt. Noch häufiger als sortenreinen Cabernet Sauvignon findest du ihn als Cuvee. Auch preislich gibt es auch große Differenzen. Für 10 Euro ist aber schon ein recht anständiger Wein zu haben.
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weingeist

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragMi 4. Mär 2015, 20:57

Rocketman hat geschrieben:Für 10 Euro ist aber schon ein recht anständiger Wein zu haben.

Ohne jetzt allzu Oberlehrerhaft zu klingen, aber um 10.- Euro wirst Du genau den von Julian beschriebenen CS bekommen. Einen CS aus Chile, Argentinien oder Kalifornien, technisch sicher einwandfrei, die Sortentypizität klar erkennbar, weil vielleicht sogar "nachgeholfen", aus einer Massenproduktion für den LEH. Anderes wird es um diesen Preis nicht geben.

Willst Du einen wirklich qualitativ hochwertigen CS, musst Du allerdings auch in diesen Regionen oder in Österreich, wo man vereinzelt ebenfalls sehr gute CS (wenn das Jahr stimmt) erhält, meiner Ansicht und Erfahrung nach, fast mindestens den doppelten Preis ansetzen. Dann wird es wirklich interessant, wobei das nicht heißen will, dass Dir dieser Wein dann überhaupt schmeckt. Nur, vorher sind es unisono austauschbare, nach Cassis schmeckende Fruchtsäfte (ist jetzt sehr überspitzt ausgedrückt).

Mein erster CS, mit dem ich in Berührung kam, war übrigens der Los Vascos aus Chile und ich war zu Beginn meiner Weinleidenschaft. Der hat mich damals beieindruckt, ich habe damit gelernt, CS zu erschmecken, ich trinke ihn auch heute noch, ohne aber irgend einen Qualitätsanspruch daran aufzuhängen. Eben, weil ich zwischenzeitlich wesentlich vielschichtigere, tiefere, beeindruckendere CS kennenlernen durfte (die vielleicht gar nicht so intensiv nur dieses Cassis im Vordergrund hatten).
Liebe Grüße
weingeist
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Alas

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragDo 5. Mär 2015, 09:56

Grüß dich Weingeist!

Welchen CS aus Österreich, so um die 20,- €, würdest du denn empfehlen, der auch gut im Handel erhältlich ist und nicht eine Dekade im Keller gelagert werden muss?

Gruß

Alas
wat den een sien uhl is den annern sien nachtigall
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weingeist

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Re: Geschmack am trockenen Rotwein verloren?

BeitragDo 5. Mär 2015, 16:37

Hallo Alas!
Alas hat geschrieben:der auch gut im Handel erhältlich ist

Genau da werden wir uns schwer tun. Im Handel wirst Du Dir schon alleine aufgrund der "riesigen" Anbauflächen für CS in Österreich :lol: schwer tun, CS zu finden. Wo Du entsprechende (und oft auch gute) CS finden könntest, sollten z. B. die Weinwelt vom Interspar oder Wein & Co sein. Warum gerade diese beiden von mir jetzt genannt werden (es gibt viele andere dazu), ist lediglich darin begründet, dass hier immer wieder auch jene Weine im Angebot sind, die auch ab Hof verkauft werden.

Und da sind wir jetzt schon bei meinem Problem, einer vernünftigen Antwort an Dich. Ich habe halt den „kleinen“ Vorteil, Weine direkt beim Winzer probieren und kaufen zu können (da tust Du Dir „hinter dem Meer“ ;) etwas schwerer).

Gute CS – ist aber wieder eine sehr persönliche Auswahl (vor allem gekaufter CS, gekostet habe ich wesentlich mehr, nur in manchen Fällen war mir die Preisgestaltung dann eben nicht mehr ganz geheuer, sodass ich zwar sehr beeindruckt vo dem CS war, ihn aber nicht gekauft habe) – habe ich in letzter Zeit von
Gerhard & Michaela Lunzer (Gols)
Vinum Pannonia Allacher (Gols)
Grenzlandhof Reumann (Deutschkreutz)
Anna Hufnagel (Neckenmarkt)
K & K Kirnbauer (Deutschkreutz)
Elisabeth Rommer (Gols)
Juliana Wieder (Neckenmarkt)
getrunken, wobei gerade beim CS der Jahrgang halt eine extrem wichtige Rolle spielt. Wenn das Traubenmaterial nicht ausgereift ist (z. B. 2014), was bei uns bei dieser Sorte doch öfters vorkommt, wird kein Winzer, egal wie gut sein Händchen im Keller ist, etwas – für mich – positives produzieren.

International konnten mich bis dato immer wieder CS von
Fetzer (Barrel Select)
Wente Wineyards
Monadvi Private Selection
überzeugen, wobei diese eher in die im Thread angesprochene Richtung gehen (außer beim Preis, das sind sie etwas darüber)
Liebe Grüße
weingeist
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