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„fausthoch Wein, kniehoch Wasser und reichlich Zucker“

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
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Bernd Schulz

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Re: „fausthoch Wein, kniehoch Wasser und reichlich Zucker“

BeitragSo 18. Jun 2017, 23:03

Prost! hat geschrieben:Meine ältesten Süßen stammen ja aus Beständen, die erst vor kurzem von meinem VK direkt von den Weingütern bezogen und dort auch in regelmäßigen Intervallen (ca. alle 20 Jahre) neu verkorkt wurden.


Meine Altweine (bzw. die mit mir geteilten Altweine meiner Freunde Markus und Ralf ;) ) stammten/stammen dagegen zu einem sehr hohen Prozentsatz aus anderen, weniger verlässlichen Quellen (nicht selten Ebay). Aber trotzdem hielt sich die Anzahl der Nieten bislang in sehr erfreulichen Grenzen! Und wenn ich mir überlege, was die ollen Rieslingschätzchen gekostet haben - im Schnitt kommt man da auf vielleicht auf 10 Euro pro Flasche (eventuell auch 12 oder 15, aber nicht deutlich mehr).....das vergleichsweise exzessive Altweinvergnügen war/ist also durchaus bezahlbar.

Und unter all diesen Weinen gab es kaum ein Exemplar, bei welchem ein Verdacht gemäß dem Titel dieses Threads aufkam. Wie bereits gesagt: Die Jahre zwischen 1977 (einschließlich) und 1987 (einschließlich - deine guten 86er Exemplare halte ich für Ausnahmen, die die Regel bestätigen) sollte man eher meiden! :!:
Bei Rieslingen aus den 90ern sowie den 70ern ab 1976 abwärts (bis noch weiter zurück in die 60er und 50er) habe ich, insoweit sie von einigermaßen vernünftigen Erzeugern auf die Flasche gebracht wurden, kaum Bedenken im Hinblick auf die grundsätzliche Qualität. Die angeseheneren Winzer machten damals (wie heute :mrgreen: ) nix mit „fausthoch Wein, kniehoch Wasser und reichlich Zucker“.

Herzliche Grüße

Bernd
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Prost!

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Re: „fausthoch Wein, kniehoch Wasser und reichlich Zucker“

BeitragMo 19. Jun 2017, 17:17

Hallo ihr zwei.
Das sind ja in Summe gute Nachrichten und ich bekomme dank euch nun wieder deutlich mehr Vertrauen in die Weine und Winzer. Danke!!
Bernd, schön, dass du mir auch Mut machst, was das Ausprobieren von unbekannteren, kleineren, Weingütern angeht. Ich hab natürlich gesehen, dass man da bei eBay auch so alte Sachen zum z. T. sehr günstigen Preis bekommen kann.

Leider habe ich doch sehr geringe Erfahrungen in dem Uralt-Sektor und mein erster "Schnapper" ging prompt in die Hose. Da es den Betrieb nicht mehr gibt, mach ich hier auch kein Geheimnis drum. War eh skeptisch, da eine Wehlener Sonnenuhr 1976 Auslese irgendwie nicht so richtig zu einem Betrieb namens Fürstenbergerhof MAINZ passt, aber im Endeffekt hab ich die 18 EUR (Mindestpreis, mehr hab ich auch nicht geboten) für 2 Buddeln wegen der guten Lage trotzdem riskiert. War ne ziemliche xxxxx... Hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass der einfach nur hinüber war, ich glaube eher, dass das Zeug schon immer exkremental geschmeckt hat.

Ulli, auf dem Etikett wird der Betrieb als "Weingut-Weinkellereien" gekennzeichnet. War es da evtl. mein Fehler, dass ich das mit den "Weinkellereien" nicht richtig zuordnen konnte? Du hast in einem früheren Post mal rel. abschätzig den Begriff "Kellereiware" verwendet.
Naja, war jedenfalls kein ruinöses Fehlinvestment und Anfängerfehler sind eh unvermeidlich.

Bernd, du hast in einem früheren Post geschrieben "selbst 73er oder 75er Kabinette ... machen heute immer noch keine schlechte Figur". Bezog sich das "selbst" auf den Kabinettstatus oder auf die Jahrgänge?
Ich habe es bislang nicht geschafft, Jahrgangsbewertungen von "so lang her" zu bekommen, habe aber mal von einem Ruwer-Topbetrieb eine Aufzählung der aus deren Sicht besonders sammelnswerten und v. a. auch der nicht besonders sammelnswerten Jahrgänge aus den 60ern und 70ern erhalten. Nach dieser Liste war zumindest 75 nicht so toll (an der Ruwer).

Noch mal danke an euch

Grüße
Rainer
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