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Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants Ffm.

Berichte von Verkostungen mit Weinen aus mehreren Ländern/Regionen (sonst bitte im Länderforum einstellen)
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P-No

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragMo 8. Jan 2018, 19:08

Ein neuer Fred zu diesem Thema wäre spannend - wobei ich weder den Gutedel 10hoch4 von Ziereisen probiert habe (steht auch nich auf meiner Einkaufsliste ;) ) und auch die GG‘s von Keller seit dem Jahrgang 2011 nicht mehr gekauft habe.. aber spannend sind solche Preisentwicklungen schon. Wobei Herr Ziereisen und Herr Teschke die Preise hier wohl eher „sehr selbstbewusst“ festgelegt haben und nicht vom „Markt bestimmt“ wurden (wie bei den Weinen von Keller).
Aber probiert hatte ich den Mission auch sehr gerne :D
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octopussy

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDi 9. Jan 2018, 14:54

P-No hat geschrieben:Ein neuer Fred zu diesem Thema wäre spannend - wobei ich weder den Gutedel 10hoch4 von Ziereisen probiert habe (steht auch nich auf meiner Einkaufsliste ;) ) und auch die GG‘s von Keller seit dem Jahrgang 2011 nicht mehr gekauft habe.. aber spannend sind solche Preisentwicklungen schon. Wobei Herr Ziereisen und Herr Teschke die Preise hier wohl eher „sehr selbstbewusst“ festgelegt haben und nicht vom „Markt bestimmt“ wurden (wie bei den Weinen von Keller).
Aber probiert hatte ich den Mission auch sehr gerne :D

Die GGs von Keller sind übrigens im Erstmarkt (ab Hof und bei offiziellen Händlern wie Pinard de Picard) extrem stabil. Kirchspiel ist von 2010 bis 2015 im Preis um 6 Euro gestiegen (von 30 Euro auf 36 Euro), Hubacker um 5 Euro (von 35 Euro auf 40 Euro), Abtserde um 18 Euro (von 54 Euro auf 72 Euro). Nur Morstein, G-Max und Pettenthal gibt es jetzt nur noch in der Keller-Kiste. Kirchspiel und Hubacker bewegen sich preislich auf ganz normalem Riesling GG Preisniveau bzw. sind mittlerweile in ihrer Liga im Vergleich eher günstig (Weingüter wie Christmann, Bürklin-Wolf, Battenfeld-Spanier haben da ganz anders angezogen).

Ich finde es irgendwie toll, dass sich Winzer wie Teschke oder Ziereisen um weniger berühmte Rebsorten kümmern. Aber diese "ich mach jetzt mal das vermeintlich beste, was man aus der Rebsorte machen kann, und zwar mit extrem später Lese und neuen Holzfässern und einem ambitionierten Preis" Nummer finde ich reichlich lächerlich. Weder ein Sylvaner "Mission" noch ein Gutedel "10hoch4" muss 120 Euro kosten, um seinen Effekt zu erzielen. Den können die auch für 50 Euro verkaufen und sind preislich immer noch ganz vorne. Angesichts dessen, was Teschke sonst so erzeugt (ordentliche Sylvaner) kaufe ich doch lieber einen Sylvaner Creutz von Luckert, wenn ich Top of the Pops will und gehe kein Experiment mit einem (im Worst Case) überteuerten Show-Wein ein.
Beste Grüße, Stephan
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P-No

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDi 9. Jan 2018, 15:22

octopussy hat geschrieben: Angesichts dessen, was Teschke sonst so erzeugt (ordentliche Sylvaner) kaufe ich doch lieber einen Sylvaner Creutz von Luckert, wenn ich Top of the Pops will und gehe kein Experiment mit einem (im Worst Case) überteuerten Show-Wein ein.

Den Creutz habe ich auch gekauft (JG 2014) und es in keiner Weise bereut :)
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Michl

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDi 9. Jan 2018, 16:53

octopussy hat geschrieben:Weder ein Sylvaner "Mission" noch ein Gutedel "10hoch4" muss 120 Euro kosten, um seinen Effekt zu erzielen.


+ 1 Mich stößt eine derartige Preispolitik eher ab...

octopussy hat geschrieben:Angesichts dessen, was Teschke sonst so erzeugt (ordentliche Sylvaner)...


Stephan, da bin ich nicht bei dir. Teschkes Silvaner waren bei Entdeckung für mich eine wirkliche Offenbarung. So fein, leicht, definiert und elegant kannte ich Silvaner bisher nicht. Für mich sind sie nicht nur mehr als "ordentlich", stilistisch würde ich sie sogar als herausragend einstufen.

P.S. Schön, wieder hier von dir zu lesen!
Viele Grüße

Michl
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Jochen R.

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragMi 10. Jan 2018, 20:29

Michl hat geschrieben:
octopussy hat geschrieben:Weder ein Sylvaner "Mission" noch ein Gutedel "10hoch4" muss 120 Euro kosten, um seinen Effekt zu erzielen.


+ 1 Mich stößt eine derartige Preispolitik eher ab...
...

Das schöne an Blindproben ist, dass man unvoreingenommen an Weine
herangeht. Ich hatte mir auch fast keine Notizen gemacht, kann aber
Marko´s VKN nur so unterschreiben - das (also der Mission) war (wie alle
anderen Weine auch) ein unvergessliches Weinerlebnis, weder abstoßend
noch lächerlich.

Und dann frage ich mich halt (unnötigerweise) auch noch: muss z. B.
eine Krug Grande Cuvee (das ist zufällig die letzte Notiz, an die ich
mich von Stephan/octopussy erinnern kann) rund 150 EUR kosten, um
den Effekt zu erzielen?

Viele Grüße,
Jochen
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octopussy

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDo 11. Jan 2018, 10:37

Jochen R. hat geschrieben:
octopussy hat geschrieben:Weder ein Sylvaner "Mission" noch ein Gutedel "10hoch4" muss 120 Euro kosten, um seinen Effekt zu erzielen.
...

Das schöne an Blindproben ist, dass man unvoreingenommen an Weine
herangeht. Ich hatte mir auch fast keine Notizen gemacht, kann aber
Marko´s VKN nur so unterschreiben - das (also der Mission) war (wie alle
anderen Weine auch) ein unvergessliches Weinerlebnis, weder abstoßend
noch lächerlich.

Und dann frage ich mich halt (unnötigerweise) auch noch: muss z. B.
eine Krug Grande Cuvee (das ist zufällig die letzte Notiz, an die ich
mich von Stephan/octopussy erinnern kann) rund 150 EUR kosten, um
den Effekt zu erzielen?

Viele Grüße,
Jochen

Wie viele Flaschen Sylvaner Mission hast du dir denn nach dem unvergesslichen Weinerlebnis in den Keller gelegt? Nur mal so gefragt...

Der Vergleich zur Krug Grande Cuvée hinkt. Für Krug Grande Cuvée gibt es einen lange gewachsenen Markt, auf dem sich das Preisniveau von 150 Euro die Flasche eben eingependelt hat. Wenn die Nachfrage sinkt, muss sie irgendwann günstiger werden, wenn die Nachfrage steigt, muss allokiert werden oder der Preis steigen.

Bei einem neuen Über-Sylvaner, einem neuen Über-Gutedel oder anderen neu auf den Markt gebrachten Weinen hingegen gibt es kein im Markt etabliertes Preisniveau. Beim Sylvaner war lange Zeit der teuerste der "Creutz" von Luckert, der immerhin mit 140 Jahre alten Reben und seiner Einzigartigkeit aufgrund der Klone und des Rebalters punkten kann. Der kostete übrigens ursprünglich um die 40 Euro und ist jetzt langsam im Preis auf 70 Euro gestiegen. Ich gehe den Preis gerne mit, weil das einfach ein Weltklassewein ist. Beim Gutedel ist mir - jedenfalls aus Deutschland - keiner bekannt, der mehr als 15 Euro kostet (das kostet bei Zieresen der Steingrübler). In der Schweiz ist preislich selbst bei den besten Dezalays bei unter 30 Euro Schluss.

Der Effekt, den ein Preis von 120 Euro erzielen soll, ist also ein ganz anderer als bei der Krug Grande Cuvée, bei der letztlich gar kein Effekt erzielt werden soll, sondern nur ein marktgerechter Preis aufgerufen wird. Der Effekt der 120 Euro Gutedel und Sylvaner ist vielmehr, erstens überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen und zweitens Wertigkeit über den Preis zu suggerieren. Wenn der Markt den Preis mitgeht, ist ja alles gut. Beim Gutedel 10hoch4 von Ziereisen geht der Markt ihn aber ganz offensichtlich nicht mit. Ohne Probleme sind alle Jahrgänge des Weins (der in Kleinstmenge erzeugt wird) ab dem ersten Jahrgang noch erhältlich. Dem Sylvaner "Mission" prognostiziere ich bei dem Preis das gleiche Schicksal (klassischer Ladenhüter). Was schade ist, denn wenn der Wein so brilliant ist (was ich gerne glaube), dann hat er es eigentlich verdient, dass er nicht nur als preislicher Eyecatcher und Instrument zum Antriggern von Weinbloggern (die dann kostenlose Probeflaschen kriegen) gebraucht wird, sondern sich als Top-Sylvaner in der Gastronomie und für private Weinliebhaber etabliert. Für letzteres wäre aber ein Preis bei z.B. 50 Euro deutlich hilfreicher.
Beste Grüße, Stephan
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Jochen R.

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDo 11. Jan 2018, 13:20

octopussy hat geschrieben:...
Wie viele Flaschen Sylvaner Mission hast du dir denn nach dem unvergesslichen Weinerlebnis in den Keller gelegt? Nur mal so gefragt...

Hallo Stephan,
keine einzige, aber - nur mal so gefragt - was spielt das für eine Rolle?
Leider kann ich mir nicht alles was ich gut finde in den Keller legen, schon
rein aus platzgründen.

Viele Grüße,
Jochen
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octopussy

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDo 11. Jan 2018, 18:02

Jochen R. hat geschrieben:keine einzige, aber - nur mal so gefragt - was spielt das für eine Rolle?
Leider kann ich mir nicht alles was ich gut finde in den Keller legen, schon
rein aus platzgründen.

Hallo Jochen,

die Frage kam deshalb, weil es für mich immer einen Unterschied macht, ob ein Wein einfach nur ausgezeichnet ist oder ob er sich auch zum privat Einkellern eignet. Das ist für mich die entscheidende Frage. Ich persönlich kellere mir (wenn auch nicht viel) auch mal Flaschen für > 100 Euro ein, aber letztlich immer nur dann, wenn der Wein einen Track Record hat und ich mich aufgrund vergangener Erfahrungen einigermaßen darauf verlassen kann, dass er bei Trinkreife ein Traum ist (z.B. bei Top-Burgundern, Top Bordeaux, Top-Rhône Weinen, etc.). Bei einem Sylvaner Mission oder einem Gutedel 10hoch4 oder auch einem Pinot Noix von Twardowski oder anderen "gleich bei Start hochpreisig" Weinen bin ich erst einmal skeptisch. Deshalb finde ich es immer deutlich sympathischer, wenn der Startpreis noch einigermaßen akzessibel ist. Mit der Zeit kann man den Preis ja gerne deutlich steigern. Aber gleich mal mit 120 Euro ranzugehen, ist für mich halt eher Show.
Beste Grüße, Stephan
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maha

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Re: Bordeaux-Runde Frankfurt und/oder Korkgeld-Restaurants F

BeitragDo 11. Jan 2018, 19:43

nachdem sich jetzt doch eine recht interessante Diskussion ergeben hat, hab ich mal nen neuen Fred erstellt.

Admins, könnt Ihr bitte die Beiträge hier hin verschieben?
viewtopic.php?f=7&t=5044#p109517

Danke
Gruss
Marko
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