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Brunello di Montalcino

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rosko

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 30. Jul 2018, 21:07

Hallo Ralf,

von dem Wein habe ich auch noch eine Flasche, die ich damals ab Hof erworben habe. Das war noch ganz am Beginn meiner Weinleidenschaft. Sehr junger (damals) und sympathischer Winzer, die Koststube mit Hinterzimmercharme und der Brunello hätte fast mein Budget gesprengt. Der Wein hat mir jung gut gefallen, ausgesprochen elegant und (in meiner Erinnerung) durchaus burgundisch, jedenfalls nicht mollig; ein sehr schöner Wein.

Da es meine einzige Flasche ist: Wieviel Lagerpotenzial würdest du ihm noch zugestehen?

Beste Grüße
Roland
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olifant

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragDi 31. Jul 2018, 09:20

Hallo Roland,

wenn du den Wein noch weiter lagern willst? Wird evtl. noch ein paar Jahre auf dem Niveau bleiben können, aber warum noch weiter lagern.
Ich würde den '96er La Fiorita, hätte ich noch eine Flasche, wohl jetzt bei passender Gelegenheit auch trinken. Der Wein präsentierte sich mir einfach sehr schön - besser wird er nicht mehr werden - allenfalls wird's gute und schlechte Flaschen geben.
Ich wünsche dir eine Gute.
Grüsse

Ralf
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rosko

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragDi 31. Jul 2018, 19:26

Hallo Ralf,

wahrscheinlich hast du recht, wär schade um den Wein. Ich werde ihn im nächsten halben Jahr trinken und berichten. Wenns denn ein Montagswein ist, würde sich vielleicht Heiligabend anbieten... ;)

Beste Grüße
Roland
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Jochen R.

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMi 15. Aug 2018, 08:55

Segla hat geschrieben:... Wenn du einen 2007er zu vernünftigen Konditionen auf einer Weinkarte entdeckst, unbedingt bestellen... :P
Gruß Segla
N. S. Wie weiter oben steht, Conti Costanti ist ganz auf der traditionellen Schiene!

Segla,
das war ein exzellenter Tipp, danke!

Conti Costanti 2007:
Traumhaft mittelkr. bis intensive und komplexe Nase.
Druckvoll am Gaumen mit schöner Frucht und frischer
Säure. Mittellanger Abgang, der mit der Zeit aber immer
länger wurde. 92 P.

Deine und Ralf's Einschätzung "traditionell" haben mich
allerdings etwas überrascht, hatte einen etwas rustikaleren
Gesellen erwartet (wobei das nicht negativ gemeint ist!).
Das Gegenteil war der Fall.

Viele Grüße,
Jochen
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Segla

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragDo 16. Aug 2018, 18:53

Hallo Jochen,
freut mich, dass dir der Conti Costanti auch gefallen hat! "Traditionell" ist für mich nicht rustikal, sondern das Gegenstück zu einigen "modern" gemachten Weinen in Montalcino. Dazu gehören z. B. Fanti, Siro Pacenti etc., diese Weine haben viele Anhänger und sind oft sogar höher bewertet, aber eben anders... Ich bin eher auf der traditionellen Seite Zuhause.
Gruß Segla
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olifant

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 20. Aug 2018, 10:58

Segla hat geschrieben:Hallo Jochen,
freut mich, dass dir der Conti Costanti auch gefallen hat! "Traditionell" ist für mich nicht rustikal, sondern das Gegenstück zu einigen "modern" gemachten Weinen in Montalcino. Dazu gehören z. B. Fanti, Siro Pacenti etc., diese Weine haben viele Anhänger und sind oft sogar höher bewertet, aber eben anders... Ich bin eher auf der traditionellen Seite Zuhause.
Gruß Segla


Mit seiner Einordnung kann ich Segla eigentlich nur zustimmen. Das 'Modern' schlägt sich m.E. gerne in der Konzentration und einer recht plakativen Frucht nieder. Auch die 'Modernen' setzen schon länger nicht mehr (bedingungslos) auf Barrique-Parfüm.
Entscheidend ist aber was am Ende rauskommt, egal ob traditionell oder modern, dass sehe ich nicht anders als beim Barolo im Piemont.
Grüsse

Ralf
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Holzfass

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 20. Aug 2018, 21:54

olifant hat geschrieben:Das 'Modern' schlägt sich m.E. gerne in der Konzentration und einer recht plakativen Frucht nieder. Auch die 'Modernen' setzen schon länger nicht mehr (bedingungslos) auf Barrique-Parfüm.
Entscheidend ist aber was am Ende rauskommt, egal ob traditionell oder modern, dass sehe ich nicht anders als beim Barolo im Piemont.


Ich zitiere das mal, Ralf, weil es ganz interessant in Hinsicht auf den Frescobaldi Brunello di Montalcino Castelgiocondo 2011 ist, den ich heute am zweiten Abend im Glas habe. Ich hätte den Wein gar nicht im Keller, hätte ich im letzten Jahr nicht einige Flaschen zum Spottpreis erstanden. Dafür konnte ich aber auch keinen "modernen" Brunello liegen lassen. Wie schon vor einem Jahr die erste Flasche viel besser an Tag 2, frisches transparentes Rot, nur ein feiner orangener Rand. Kirsche und rote Beeren in der Nase, dazu neues Holz, blumige Noten, unterlegt von mal erdig bis mineralischen, mal süßlichen Anklängen (Marzipan). Am Gaumen korrespondierend rote Früche, Neuholz, dazu spürbare Säure, die vielleicht noch nicht ganz integriert wirkt, sowie dezente, leicht trocknende Tannine. Insgesamt ein eleganter, recht fein austarierter, moderner Brunello, der aber seine Herkunft nicht verleugnet. Bemerkenswert finde ich den elegant-mittelschweren, alles andere als überextrahierten oder gar wuchtigen Charakter in Hinsicht auf 2011. Da muss ich doch sagen, für mich wurde hier mit Feingefühl vinifiziert und die oben zitierten Parameter Konzentration und plakative Frucht, die auch ich (genauso wie das auch im Castelgiocondo moderat aufgetragene Barrique-Parfum) als Merkmale moderner (Brunello-)Weine sehe, spielen keine zu wesentliche oder dominierende Rolle.
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amateur des vins

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 5. Nov 2018, 12:46

Ich habe zwei Flaschen Tenuta Nuova 2013 gekauft, bei denen ich davon ausging, sie würden identisch sein. Erhalten habe ich das hier (sorry für die mäßige Bildqualität):
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Ich kenne den Wein auch aus anderen Jahrgängen nicht. Ich sehe dem güldenen Etikett wohl an, daß sie 20jähriges feiern, aber anscheinend nicht mit allen Flaschen...

Die Rücketiketten sehen mir bis auf die Farbe identisch aus, selbst das Kleingedruckte rechts unten in der Ecke: "R.I. 5931SI" dürfte wohl sowas wie "Repubblica Italiana $PLZ Siena" bedeuten, obwohl mir der Zusammenhang mit Casanova di Neri nicht ersichtlich ist. "L. 717" steht auch auf beiden - ist das das Lot? Die Nummern auf den Banderolen unterscheiden sich, und zwar sowohl die oberen größeren als auch die unteren kleineren.

Langer Rede kurzer Sinn:
Darf ich davon ausgehen, daß dasselbe in den Flaschen ist, oder handelt es sich bei der einen um eine Sonderabfüllung von womöglich anderer Qualität?
Besten Gruß, Karsten
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olifant

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 5. Nov 2018, 15:13

Hallo,

bei gleicher Lot-Nummer sollte unabhängig vom Etikett auch der Inhalt gleich sein.
Wenn Du's ganz ganau wissen willst, dann die Banderolen-Nummern auf der Consorzio-Seite bei "Traceability" (Menuleiste: Wines > Traceability) eingeben und schauen was rauskommt ...
http://www.consorziobrunellodimontalcino.it/en/583/vini
Grüsse

Ralf
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amateur des vins

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Re: Brunello di Montalcino

BeitragMo 5. Nov 2018, 16:52

Danke, Ralf!

Goldenes Etikett: ABDU 03371823
Weißes Etikett: ABDU 03383782

Die "Traceability"-Daten sind identisch, aber auch nicht so wahnsinnig aussagekräftig. Wenn ich wüßte, daß insgesamt von diesem Wein genau 45616 Flaschen produziert wurden, wüßte ich auch sicher, daß es dasselbe Lot sein muß.

Naja, vielleicht haben sie ja nur 42000 goldene Etiketten drucken lassen, und plötzlich konnten sie ein paar mehr Flaschen abfülen? :D
Besten Gruß, Karsten
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