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Piemont - Barbera

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olifant

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Re: Piemont - Barbera

BeitragSo 27. Jan 2013, 12:46

... gestern im Glas ...

Bionzo Barbera d'Asti 2001, La Spinetta - Castagnole Lanze

dunkles opakes Rubinrot; schwarze Beeren, Tabak- und etwas Rauch-Röstnoten aus dem Barrique; am Gaumen dicht und opulent, überreife fast süsse schwarze Beerenfrucht, Rauch-/Röst- und Holznoten, samtig und dennoch kräftiges leicht trockenes Tannin, passende Säure, recht tief; langer Abgang auf Frucht und Tannin - 17/20 op

Auch wenn ich den parallel getrunkenen Rosso Riserva 2004 von Pighin ebenfalls mit 17/20 einorde, so hatte die Rosso Riserva trotzdem die Nase vorne.
Gegenüber der Opulenz dieses Barbera lag die Originalität und Eleganz der Cuvée aus autochtonen und internationalen Sorten subjektiv vorn.
Mit wenig gereifterer Frucht geviel mir der Bionzo noch besser.
Grüsse

Ralf
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Weinzelmännchen

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Re: Piemont - Barbera

BeitragSa 2. Feb 2013, 21:54

Jetzt hat es mich auch in das Piemont verschlagen und ich bin über diesen kleinen Ausflug angenehm erfreut. Der heutige Wein ist nichts Großes un in einer kleinen Vinothek um € 13,-- erstanden.

Bild

Ein sehr angenehmer Essensbegleiter, an dem mich vor allem seine Frische (= Säure) gepaart mit der würzigen Frucht gefallen hat. Kein großer Wein, aber sauber, trinkanimierend und gut gemacht, dafür 86P.
MvG
(Mit vinophilen Grüssen)

Daniel
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weingollum33

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Re: Piemont - Barbera

BeitragSa 16. Feb 2013, 14:34

Bruno Giacosa, Barbera d’Alba Falletto di Serralunge2004

Transparente eher blasse granatrote Farbe, in die Nase gelangt ein wenig Duft von Sauerkirschen, am Gaumen mittlerer Körper, Sauerkirschen und Noten von roten Beeren und Mineralien, durchaus nachhaltig und von einer guten Säurestruktur getragen. Mittlerer Abgang! Ein Barbera der vorzüglich als Essenbegleiter geeignet ist, keinerlei Barriqueeinflüsse zeigt und eher durch Typiztät und Nuancen besticht und ergründet sein will! Sehr gut – für ca. 30 € jedoch nicht ganz billig!

Die Barbera-Weine von Giacosa hinterlassen bei mir unterschiedliche Eindrücke. Ich hatte schon vor geraumer Zeit einfache Barbera aus dem Jahr 2000, die ich als ungewöhnlich vielschichtig und komplex empfunden habe und mir richtig Freude bereitet haben. Ein Barbera d’Alba Falletto di Serralunga aus 2003 war sogar vor ein paar Jahren nach 48 h Luftkontakt richtig burgundisch elegant. Häufig empfinde ich sie jedoch auch „nur“ gut bis sehr gut. Es gibt sicherlich Exemplare mit einem besseren Preis/Leistungsverhältnis. Ansprechend finde ich u.a. auch den Montebruna (Barbera d’Asti) von Braida und den einfachen Barbera d’Alba von Fratelli Revello (auch wenn ich die aktuellen Weine dieses symphatischen Weingutes weniger kenne und meine Trinkerfahrungen eher aus den neunziger Jahren stammen). Mittlerweile sagen mir die im Barrique ausgebauten Barbera weniger zu – auch wenn Sie meist geschmeidiger und gefälliger zu trinken sind und somit vor allem als „crowd pleaser“ geeignet sind !

Gruß Tobias
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Weinbertl

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Re: Piemont - Barbera

BeitragDi 12. Nov 2013, 11:27

hallo,

hier eine VKN zum 2009 Barbera d'Alba Vigna Gattere Superiore, Mauro Molino

sehr tiefe Farbe, praktisch keinerlei Reifeanzeichen
In der Nase dunkelbeerig, wilde Aromen, Blut, nach und nach wird die Frucht blaubeeriger. Am Gaumen zu Beginn sehr üppig und fleischig. Frucht von Kirschen und Pflaumen, die sich v. a. am hinteren Gaumen mächtig aufbaut. Leichter Einschlag von vanilligem Holz. Die Tannine sind eher wenig präsent, die Säure überwiegt (Barbera-typisch), wobei diese für meinen Geschmack noch besser akzentuiert sein dürfte. Damit wären wir bei der Struktur im Allgemeinen: die reife Frucht und der volle, fast üppige Körper nimmt mir zu viel Platz ein, etwas mehr Sehnigkeit würde den Gesamteindruck verbessern. Abgang zu Beginn lang, danach nur noch mittellang. Überhaupt hat der Wein an der Luft an Druck verloren, womit er weiteres Entwicklungspotential stark hinterfragen lässt. Trinkfluß bietet er jedoch zweifelsohne.

Fazit: Der Wein lässt mich ein wenig grübelnd zurück. Einerseits macht dieser Barbera Spaß und hebt sich von den üblichen Standardqualitäten ab, andererseits fehlt mir dann doch etwas die Klasse, mit welcher in dieser Preisklasse (ca. 25 EUR) so manche Nebbiolo aufwarten. Unentschlossene 16,5 P.
Grüße
Robert
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maha

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Re: Piemont - Barbera

BeitragDi 18. Feb 2014, 09:55

Mr. Nebbiolo hat geschrieben:Gestern mal kein Nebbiolo, sondern Barbera:

Barbera d`Asti "Camp du Rouss" 1990 - Coppo

Ich habe den Wein im Mai aus Südtirol mitgenommen um mal zu sehen, was mich bei einem 21 Jahre alten Barbera für 9,90 € so erwartet und war mehr als positiv überascht.
...

Hallo zusammen,

ich hab die Chance den 2010er für nen recht schmalen Tarif zu bekommen (ca. 12 EUR).
Zuschlagen?
Wie ist denn das Trinkfenster von dem Teil?

Danke
Gruss
Marko
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olifant

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Re: Piemont - Barbera

BeitragDi 18. Feb 2014, 13:14

Hallo Marko,

12€ sind schon OK, denke ich, ca. 20 % unter üblichen Händlerpreisen. Wenn du barriqugeprägte Barbera nicht kennst, dann probier's aus.
Trinkfenster jetzt bis +10 Jahre - bei Klaus auch mehr ;) , wobei m.E. die Opulenz ab- und die Säurewahrnehmung zunimmt. Ich trinke solche Barbera gerne jung.
Grüsse

Ralf
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maha

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Re: Piemont - Barbera

BeitragDi 18. Feb 2014, 13:32

Danke Ralf!
Ich bin noch recht unerfahren was Barbera angeht. Ich denke das ist ne ganz gute Möglichkeit mich da mal rein zu trinken.

Ich werde berichten, sollte von dem Angebot noch was übrig sein.

Gruss
Marko
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Weinbertl

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Re: Piemont - Barbera

BeitragDo 29. Jan 2015, 19:25

2011 Barbera d´Asti „Bricco dell Uccellone“, Braida di Giacomo Bologna

Die 16% alc. sind recht gut eingebunden, die Frucht wirkt durch den immens hohen Extrakt gepaart mit dem Alkohol ziemlich süß. Tannine sind da, Säure eher weniger. Somit fehlt mir generell etwas Struktur. Lang und intensiv im Abgang.

Der Wein kleistert den Gaumen doch ziemlich zu, nach 2 Gläsern hat man das immense Bedürfnis nach Wasser.
Der Wein ist schon sehr wuchtig und keinesfalls etwas für Liebhaber filigraner, eleganter Weine. Mein Fall ist es nicht. Ich vergebe dennoch 16,5 P., sofern man in seiner eigenen Subjektivität objektiv sein will :D
Grüße
Robert
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olifant

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Re: Piemont - Barbera

BeitragFr 30. Jan 2015, 09:23

Hallo Robert,

Monsterkiller, was :lol:
Puh, ein Barbera 'ohne' Säure, das ist ja eher krass, da würde mir auch was fehlen, dazu noch 16% Alc. und Fruchtkonzentrat - klingt als können man einen Espressolöffel senkrecht drin stehen lassen.
Eigentlich ist der Bricco dell Uccelone ja ein Wein sein, den man als Italienliebhaber einmal getrunken haben sollte, aber ich glaube ich werde wohl auch weiterhin wenig Bedarf haben. Andererseits ist der Wein im Stil auf eine gewisse Reife angelegt, und das bessert sich noch ..., hätte da aber trotzdem wenig Hoffnung. Aus 2003 gab's recht ähnliche Barbera-Charakteristik, deren Frucht mit der Reife aber deutlich ins Rosinige ging, was ich bei Barbera aber auch nicht brauche.
Für meinen Teil Barbera gerne mit Säure, auch mit gewissem Holz-/Barriqueeinsatz, aber nicht Überreif, als anständigen Schluck zum kräftigen Essen, rustikalen Pastagerichten und dergleichen.
Grüsse

Ralf
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Weinbertl

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Re: Piemont - Barbera

BeitragFr 30. Jan 2015, 10:58

olifant hat geschrieben:Hallo Robert,

Monsterkiller, was :lol:
Puh, ein Barbera 'ohne' Säure, das ist ja eher krass, da würde mir auch was fehlen, dazu noch 16% Alc. und Fruchtkonzentrat - klingt als können man einen Espressolöffel senkrecht drin stehen lassen.
Eigentlich ist der Bricco dell Uccelone ja ein Wein sein, den man als Italienliebhaber einmal getrunken haben sollte, aber ich glaube ich werde wohl auch weiterhin wenig Bedarf haben. Andererseits ist der Wein im Stil auf eine gewisse Reife angelegt, und das bessert sich noch ..., hätte da aber trotzdem wenig Hoffnung. Aus 2003 gab's recht ähnliche Barbera-Charakteristik, deren Frucht mit der Reife aber deutlich ins Rosinige ging, was ich bei Barbera aber auch nicht brauche.
Für meinen Teil Barbera gerne mit Säure, auch mit gewissem Holz-/Barriqueeinsatz, aber nicht Überreif, als anständigen Schluck zum kräftigen Essen, rustikalen Pastagerichten und dergleichen.


Hallo Ralf,

Dein Anspruch an Barbera deckt sich so ziemlich mit meinem. Ich bin zwar nicht der große Barbera-Fan, aber wenn ich einen trinke, erwarte ich mir eine belebende Säure ohne überreife Frucht.
Bzgl. des Bricco dell Uccellone könnte es natürlich sein, dass sich das Ganze mit weiterer Reife noch etwas legt und harmonischer wird. Aber ehrlich gesagt sind mir 40 EUR/Flasche zuviel, wenn ich nicht von Anbeginn überzeugt bin.
Grüße
Robert
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