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Bordeaux 2018

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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Matthias Hilse

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Re: Bordeaux 2018

BeitragDo 13. Jun 2019, 22:22

Segla hat geschrieben:Hallo,
Carruades hatte ich vor vielen Jahren einige Flaschen zu 40,- gekauft. Ich kann nicht einmal mehr sagen, ob es DM oder Euro waren... :roll:
Was ich aber noch weiß, Begeisterungsstürme hat der Wein nicht ausgelöst. Das war ein ordentlicher Wein, aber nachgekauft hätte/habe ich nicht.
Ich kann allen Käufern des 2018er nur wünschen, dass da heute, zu diesen Preisen, etwas anderes in der Flasche ist...
Gruß Segla

Bei den Carruaden ist die Qualität der nachlaufende Faktor gewesen. Der Wein erfreut sich in anderen Kulturkreisen einer solchen Beliebtheit, dass die Preise ins Kraut schossen mit einer offensichtlich indifferenten Kundschaft der Qualität gegenüber. Schaut man sich den ex-Negoce Preis für Pavillon Rouge 2016 (€ 114,-) und dem aktuellen Marktpreis (ca € 160,- netto) an, dann versteht man, warum diese Zweitweine immer teurer werden. Es muss an der Konnotion "Zweitwein" liegen, die hierzulande anders interpretiert wird als ganz anderswo. Die Erzeuger haben die Weine ab Hof jetzt so verteuert, dass kein Händler mehr auf die Idee kommt, Allokationen zu horten, um sie dann weiter zu exportieren. Die Frage nach der Qualität des Weins ist dabei leider völlig irrelevant.

Auf der anderen Seite: gerade die Absurdität dieses Mechanismus sollte dem Interessierten die Augen öffnen für die Fälle, wo es genau andersherum zugeht...

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
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Speedsocke

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 06:01

Was waren denn so eure „must haves“ aus der aktuellen Kampagne bzw. was sollte man unbedingt nochmal ins Auge fassen?

Ich selber habe mich für Seguin, Pontac Monplaisir, Clos Louie und La Dame de Montrose entschieden. Außerdem überlege ich noch eine Kiste Smith Haut Lafitte zu ordern. Der hat es mir irgendwie angetan.
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Bradetti

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 07:32

Speedsocke hat geschrieben:Was waren denn so eure „must haves“ aus der aktuellen Kampagne

Also für mich persönlich: Ähhh - nichts :lol:

Hab lediglich Chateau Poesia gesubst. Aber nicht weil ich auf Wertsteigerung hoffe bzw diese befürchte, sondern weil ich den einfach mal antesten möchte und denke, dass dieser evtl. nicht sooo gut verfügbar ist bzw sein wird.
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TOM

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 07:49

Speedsocke hat geschrieben:Was waren denn so eure „must haves“ aus der aktuellen Kampagne … habe mich für Seguin, Pontac Monplaisir, Clos Louie und La Dame de Montrose ...

Eine gute Wahl, wie ich finde. Denke, dass Du Spass mit den Weinen haben wirst.
Ich habe Clos Louie, Labegorce, Capbern, Château Laroque und Chateau Les Gravieres gesubst.

Den Labegorce und den Capbern, da ich glaube, dass beide bei Erscheinen am Markt ausverkauft sein werden.
Bei Château Laroque und Chateau Les Gravieres habe ich mich von den hohen Bewertungen bei gemäßigtem Preis leiten lassen. Eigentlich kann man da nichts falsch machen. Mal sehen, ob die Weine halten, was die Tester versprechen.

Beim Seguin habe ich mich bewust dagegen entschieden. Der Wein ist ja sowieso "etwas üppiger" und in warmen Jahren wird er mir persönlich dann zu fett. Die Erfahrung habe ich mit dem 2015er gemacht, daher lasse ich 2018 aus. Trotzdem finde ich, dass es ein guter Wein ist.

Bei der Dame de Montrose hadere ich noch mit mir, ob ich den subsen soll oder auf das Erscheinen warten. Das habe ich mir eh vorgenommen. In letzter Zeit gab es so viele Gutscheinaktionen und "Arrivage-Angebote", dass man (in meinen Augen) getrost auf das Erscheinen der Weine warten kann und diese dann trotzdem in der Nähe des Subs-Preises (oder sogar leicht darunter) bekommt.

Ach so! Ganz vergessen! Natürlich habe ich wieder eine Kiste "Cour d'Argent" geordert. Mein Lieblings-Grillwein. Der ist in warmen Jahren eigentlich immer sehr gut und so viel Wein für 8,30 Eur bekommt man wahrscheinlich sonst nirgendwo auf der Welt. Da soll noch einer sagen, Bordeaux sei teuer.
Wer 14 Tage auf Öl, Wein und Zucker verzichtet, der verliert 2 Wochen.
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UlliB

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 09:09

Genau so wie befürchtet:

Figeac, 174 € ex nego, ca. 240 € EVP.

Nachdem man beim 2016er schon fast 50% auf den Preis vom 2015er aufgeschlagen hat, gibt's darauf jetzt noch mal einen Zuschlag von 16 %. Damit teurer als der 2010er und most expensive ever.

Die Absicht ist klar: man will bei der nächsten Reklassifikation unbedingt premier grand cru classé "A" werden, und dazu gehört nicht nur die entsprechende Weinqualität (mit der scheint es dieses Jahr zu stimmen), sondern auch ein entsprechender Preis.

Figeac hatte einmal sehr viele treue Fans. Die meisten dürften schon lange ausgestiegen sein, die letzten wohl jetzt. Aber man wird sicher neue Kundschaft finden :roll:

Gruß
Ulli
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UlliB

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 09:23

Und gleich noch einer:

La Conseillante, 162 € ex nego, ca. 225 € EVP. Ebenfalls teurer als der 2016er (150 € en), und damit auch hier most expensive ever.

Das tut mir ganz persönlich weh - mein Lieblingswein vom rechten Ufer.

Gruß
Ulli
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Olaf Nikolai

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 09:28

" Figeac hatte einmal sehr viele treue Fans. Die meisten dürften schon lange ausgestiegen sein, die letzten wohl jetzt. Aber man wird sicher neue Kundschaft finden :roll: "

Nun ja. Bis auf den Namen hat sich dort nahezu Alles geändert, wie im übrigen bei vielen Chateau nach Besitzerwechsel. Namen sind Legion (Calon Segur, Figeac, Montrose, Poujeaux...)
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stollinger

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 09:33

UlliB hat geschrieben:Die Absicht ist klar: man will bei der nächsten Reklassifikation unbedingt premier grand cru classé "A" werden, und dazu gehört nicht nur die entsprechende Weinqualität (mit der scheint es dieses Jahr zu stimmen), sondern auch ein entsprechender Preis.


Gibt es da einen Zeitpunkt, wann eine Reklassifikation ansteht?
Bzw. Kann sich ein Chateau auf Antrag neu klassifizieren lassen oder wird das für die gesamte Appellation turnusmäßig gemacht?

Grüße Josef
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UlliB

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 09:45

stollinger hat geschrieben:Gibt es da einen Zeitpunkt, wann eine Reklassifikation ansteht?

In St. Emilion gibt es gesetzmäßig alle 10 Jahre eine Reklassifikation. 2006 gab es eine, aber die ist durch französische Gerichte bis in die letzte Instanz gekippt worden. Ich habe die Situation danach nicht mehr im Detail verfolgt, aber die momentan gültige Klassifikation (gegen die wohl auch noch Klagen anhängig sind) stammt von 2012, und damit wäre 2022 eine erneute Reklassifikation fällig. Da hierfür die Jahre davor entscheidend sind, muss man sich jetzt dringend positionieren.

Eine Klassifizierung auf Antrag zwischen den regulären Terminen gibt es nicht.

Gruß
Ulli
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UlliB

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Re: Bordeaux 2018

BeitragFr 14. Jun 2019, 11:32

Cheval Blanc, 528 € ex nego, ca. 730 € EVP. Etwas unter dem Preis vom 2016er (552 € en).

Und jetzt nur noch: Warten auf Godot VCC.

Gruß
Ulli
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