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Bordeaux 2011

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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amateur des vins

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 00:40

Detlef, chapeau für Deinen gelassenen Umgang mit der Polemik, und danke für Deine Notizen zu Weinen jedweden Alters!
Besten Gruß, Karsten
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Tomschki

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 07:51

Ich habe mal eine Frage an den so erfahrenen Bordeauxtrinker Olaf:
Wie oft warst du schon in Bordeaux unterwegs? Wieviele Weingüter hast du schon besucht/gesehen/erkundet?
Irgendwie beschleicht mich immer wie mehr das Gefühl, dass du etwas versuchst vorzugeben was du nicht bist, aber ich kann mich natürlich täuschen und hinter dir steckt der neue Messias der Weinkritik. Dann allerdings, solltest du dich im zwischenmenschlichen Bereich noch heftig weiterbilden, sonst wird das nix :lol:

Und: Wer ein Bordeaux nicht auch mal zwischendurch im Jungweinalter oder in einer Zwischenphase trinkt, der hat von Bordeaux nix verstanden...oder ich muss mich auf etlichen hochdotierten Chateaus im nachhinein beschweren weshalb die mir da ständig so untrinkbares Zeugs vorsetzen...

Peace
Thomas

Edit: Weintrinken ist mehr als nur mit etlichen Kisten Wein zu prahlen welche man angeblich im Keller hat...
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Desmirail

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 08:56

Tomschki hat geschrieben:Edit: Weintrinken ist mehr als nur mit etlichen Kisten Wein zu prahlen welche man angeblich im Keller hat...


So ist das!!!


Nebenbei bemerkt: in 2011,16 Postings, 2015, 9 Postings, 2016, 2 Postings und jetzt ... oftmals IMHO zu viele ... ruppig war's schon damals. Nur warum die Pause, Ein Troll??? Vermutlich nicht, aber schon besonders ... :roll:
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Deep And House
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Trinkfreude

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 18:52

Figeac78 hat geschrieben:Manche, aber keineswegs alle 05er werden früher im Trinkfenster ankommen als vergleichbare 03er, aber die 05er werden länger drin bleibe und für meinen Geschmack einen schöneren Strauß an Tertieraromen entwickeln.
... ok, angebissen. :D Jetzt erzähl mal etwas mehr. Wie kommst Du denn zu dieser These? Und für welche 05er bzw 03er gilt sie, für welche eher nicht?

Ich denke auch, dass viele 05er hintenraus ein sehr langes Trinkfenster haben werden - und dementsprechend genug Zeit, die Tertiäraromen zu entwickeln, bevor sie wieder bergab gehen. Das würde ich daraus ableiten, dass sie mit allen strukturgebenden Komponenten reichlich gesegnet sind, aber bei guter Balance. Das mag bei den 03ern anders sein, da mögen viele früher wieder bergab gehen. Beim einen ist vielleicht das Tannin gut, aber die Säure zu tief für ein wirklich langes Leben. Beim anderen ist vielleicht das Tannin nicht so perfekt ausgereift, und das wird im Laufe der Entwicklung stärker spürbar. Das ist ja sehr heterogen in diesem Jahrgang.

Das mit dem "früher im Trinkfenster ankommen" ist schwieriger zu packen. Ich habe den Eindruck, dass viele 03er sehr lange offen geblieben sind und mit ihrer jugendlichen Frucht geprahlt haben. Im gleichen Alter waren die meisten 05er schon zu. Wenn dann allerdings einer von den großkalibrigen 03ern doch mal in die Verschlussphase gegangen ist, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er dort eine Weile bleibt, während die 05er sich schon langsam wieder öffnen. Wenn Deine Definition von "Trinkfenster" sich also auf den Zeitraum nach der Verschlussphase bezieht, dann kann ich die These nachvollziehen. Ich persönlich sehe die 03er aber eher als Weine mit zwei Trinkfenstern.

So, jetzt Du!
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mixalhs

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 19:34

Bevor ich meinen unqualifizierten Kommentar abgebe, äußere ich erstmal als absoluter Laie, was Bordeaux angeht (ok, ich kenne und mag Sénéjac aus diesem Jahr, aber das war's auch schon fast). Jetzt der Kommentar bzw. die Frage: Was haben die Trinkfenster der Jahrgänge 2003 und 2005 mit dem Jahrgang 2011 zu tun, um den es hier geht? Wahrscheinlich eine ganze Menge, wenn ich den Ernst richtig verstehe, mit dem das hier diskutiert wird. Allein, mir fehlt der Kontext. Ich bitte um Hilfestellung.

Herzliche Grüße, Michael
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Figeac78

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 10. Aug 2017, 21:28

Trinkfreude hat geschrieben: Jetzt erzähl mal etwas mehr. Wie kommst Du denn zu dieser These? Und für welche 05er bzw 03er gilt sie, für welche eher nicht?

So, jetzt Du!


Lieber Jürgen,

deine Aufforderung nehme ich gerne an. Da Michael aber natürlich recht hat, das wir damit nicht den 11er Thread füllen sollten, werde ich dir nachher noch im 03er Thread antworten. Bei den 05ern hab bitte noch etwas Geduld. Da hab ich gerade quasi eine kleine Wiederentdeckungsrunde in meinem Keller gestartet. Darüber werde ich dann im 05er Thread berichten und dabei natürlich auch mit Eindrücken und Erinnerungen von anderen Jahrgängen vergleichen.
Herzliche Grüsse,
Detlef
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olifant

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Re: Bordeaux 2011

BeitragFr 11. Aug 2017, 09:46

mixals hat geschrieben:Was haben die Trinkfenster der Jahrgänge 2003 und 2005 mit dem Jahrgang 2011 zu tun, um den es hier geht?


Off Topic und nicht ernst gemeint ;)
Also, was haben die Jahrgänge 03, 05 und 11 mit einander zu tun?
Ganz einfach: 03+05 = 8 und 8+3=11 q.e.d. - alles Kabbala, oder ähh Kasalla ...
Grüsse

Ralf
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Käfi

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 21. Sep 2017, 09:06

Chateau Carmenere Petit Reserve 2011

Am ersten Abend wäre er fast im Ausguss gelandet. So ein penetranter Duft nach Kuhstall, dass mir die Lust direkt vergangen ist. Ist im Glas mit der Zeit ein weeeenig besser geworden, von Genuss aber keine Spur.

Am zweiten Abend schon ganz anders. Direkt aus dem Kühlschrank war noch eine Spur Kuhstall zu erschnuppern, sobald der Wein sich aufgewärmt hatte, ist das dunkler Frucht und Schokolade gewichen.
Am Gaumen angenehm herb, Tannin rau aber nicht unangenehm, Zedernholz, Tabak, etwas Schokolade und Kirsche.

Bin gespannt wie er sich heute zeigt.


Frage: Ich dachte zuerst natürlich an BRETT. Aber kann sich das mit Luft zurück entwickeln? Wohl eher nicht, oder?
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Ralf Gundlach

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Re: Bordeaux 2011

BeitragSo 10. Dez 2017, 20:32

Im Glas: 2011 Chateau Rollan de By, schöne Nase nach reifen Brombeeren, am Gaumen viel Frucht, Brombeeren,
Kirsche, angenehm dezenter, gut eingebundener Holzeinsatz, durchaus kräftiger Körper, etwas weniger davon und dafür
etwas mehr Struktur und "Medoc" würde mir noch besser gefallen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau,
der Wein ist schon verdammt gut "gemacht", im Abgang gibt es noch ordentlich Tannine, aber eher der angenehmen Art, 88 Punkte, hat beim Lidl- Spezial-Verkauf etwas über 9 Euro gekostet, das ist natürlich ein besserer Witz für einen
vernünftigen Bordeaux, da bin ich mal sehr gespannt, wie der Bernd gefällt.

Gruss

Ralf
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Judo

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Re: Bordeaux 2011

BeitragDo 14. Dez 2017, 21:57

Ich kann mich Ralf da nur anschließen, habe für 9€ schon deutlich schlechteres getrunken. Könnte mir auch vorstellen, dass der Wein einem breiterem Publikum gefällt.
Im Vergleich zu einem kürzlich genossenen 14er Château Malbec etwas weniger Frucht, mit der Zeit sticht auch grüne Paprika und Cassis durch. Habe 10% CS-Anteil ergoogelt, ich würde blind auf mehr tippen. Etwas Rauch und Tabak rieche ich auch.
Am Gaumen schön dicht, dunkle Kirsche, etwas Speck. Säure und Tannine präsent, aber nicht sperrig. Langer Nachhall.
Nun fehlt mir die Erfahrung mit Bdx, ich würde aber vermuten, dass der Wein noch einige gute Jahre vor sich hat.

Habe gerade noch Schöniberts Notiz auf CT gelesen: ja, ich bin auch von einem großen auf ein kleines Glas umgestiegen. Im Großen fand ich den Wein etwas verloren. Halte mich dann auch mal an die Erfahrung anderer ;) und leg den Rest mal weg.
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