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Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Fr 24. Mär 2017, 22:18
von Michael24
Domaine de Chevalier 2011 ist im Glas,

schöne Nase, am Gaumen eine gefestigte Rotbeerigkeit, die sich nach einer Stunde in der Karaffe verläuft. Um € 50,- würde ich keine weiteren Flaschen mehr nachkaufen. Schöner und kompletter Wein, diese fruchtzuckrige Rotbeerigkeit ist nicht unbedingt meins. Terroirnoten? 2014 und 2015 werden doch gerade so gelobt, ich werde das mal bei deren arrivage probieren was ein Domaine de Chevalier so hergeben kann.
mfg,
Michael

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Fr 5. Mai 2017, 22:21
von AmonA
Wie angekündigt: Clinet 2011
dekantiert, sehr schöne Nase nach Beeren aus der Karaffe, auch am nächsten Tag. Voller Vorfreude ins Sommerlier Bordeaux GC Glas gegossen und - nix! kein Beerenfüllhorn, am Gaumen etwas Kirsche, präsente Säure, dann schokoladig und langer Nachgeschmack nach Schwarzkirschen. Am zweiten Tag hat sich die Säure gemildert, leichter Oxidationston am Gaumen. Am dritten Tag das gleiche Bild und Assoziazonen an einen Single Malt Whisky! Der Wein war definitiv eine unangenehme Überraschung. :(
Die anderen 11er lasse ich bis 2020 mal unangetastet.

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Fr 5. Mai 2017, 22:36
von Sauternes
Einen 11er hatte ich voriges Jahr im Glas, La Tour Figeac, war im Vergleich zum 10er auch enttäuschend, Säure überwiegt und Grüntöne dazu, die übrigen 5 davon bleiben erstmal liegen.

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Sa 3. Jun 2017, 09:13
von UlliB
Clos de la Vieille Eglise 2011 (Pomerol) 14% Vol. Bei Lobenberg mal mitbestellt, unter anderem auch wegen der völlig disparaten Bewertungen: Lobenberg 96-97+, Meister Parker himself 84+ (!). Bei 12 bis 13 Punkten Differenz ist es schon interessant, wer hier aus meiner Sicht die Lage besser einschätzt.

Kurz gesagt: keiner von beiden, ich sehe den Wein ziemlich genau in der Mitte beider Einschätzungen, und am besten trifft die Primeurnotiz von Neil Martin die Sachlage:

This has a very ripe, slightly overdone bouquet that is more New World than Pomerol. The palate is sweet and succulent with a core of saturated, highly extracted fruit. It actually could be unbalanced, but I think they have managed to retain sufficient acidity to pull off a commendable, opulent Pomerol 2011. This might have toned down after bottling. (88-90)+

Der erwähnte Neuwelteindruck ist definitiv da: zunächst balsamische Noten und Vanille vom Holz, dann aber auch recht satte blaue Frucht, im Gaumen gewisse Süße, auch hier recht satte Blaufrucht, aber nicht übermäßig dicht. Durchzogen von präsenter, aber nicht beißender Säure, was den Wein letztlich doch als Bordeaux erkenntlich macht. Keine große Komplexität und Tiefe, aber insgesamt recht balanciert und gut zu trinken. Mittlere Länge.

Alles in allem: ein solider Mittelklasse-Pomerol, ein wenig überholzt, aber alles andere als schlecht. Von Größe, die die Lobenberg-Note andeutet, aber weit entfernt. Jetzt schon gut anzugehen, wird aber noch lange halten.

Gruß
Ulli

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Sa 3. Jun 2017, 09:46
von Olaf Nikolai
Der 09er schlägt in dieselbe Kerbe.......m.E. von Meister Gerstl und Lobenberg überbewertet.......zu teuer.

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Mo 12. Jun 2017, 23:57
von Figeac78
gestern und heute im Glas Mille Roses 2011 (Margaux)

mittleres bis kräftiges Rubinrot, gestern nach dem Öffnen dominieren in der Nase sehr reife Sauerkirschen aber auch eine leicht alkoholische Note, am Gaumen auch Kirsche, schöne Säure und spürbare aber milde Tannine. Im Laufe des Abends mischten sich aber immer mal wieder leichte Grün- und Bitternoten darunter (wohl dem Jahrgang geschuldet?)
Heute ein schöner(Kirsche, angenehme Säure und milde Tannine) leichter Wein ohne viel Tiefgang. Wäre ein schöner Essensbegleiter. Den Haut Medoc des gleiche Weinguts aus den natürlich stärkeren Jahre 2005 und 2010 empfand ich in der Vergangenheit als besser.

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Di 13. Jun 2017, 18:00
von innauen
Hallo Detlef,

völlig richtig. 2005 und 2009 sind bei Mille Roses wirklich gelungen. An manchen Tagen und zu manchen Gerichten habe ich dennoch gerne einen Wein im Glas, der kerniger und grüner ist als die Schmeichler aus den großen Jahren.

Grüße,

wolf

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Di 8. Aug 2017, 23:45
von Figeac78
Nachdem kleinere Weine (siehe oben Mille Roses) schon im Trinkfenster zu sein scheinen, musste jetzt mal ein Schwergewicht ran. The Drinks Business schrieb kürzlich "Pauillac and Saint-Julien considered good hunting grounds and the tannic structure of the wines may make them longer-lasting than the easy-drinking 2012s". Also mal nachgeschaut. Ich hatte Anfang Juli 2017 im Glas

Leoville Poyferre 2011, St. Julien: Sehr dunkle kirschrote Farbe, in der Nase frische aber reife Kirsche, etwas Pilze, Waldboden und Holz und eine schöne Süße, am Gaumen eine knackige Säure und wieder Kirsche sowie ein leicht bissiges Tannin. Der Wein braucht eindeutig noch Lagerzeit (5-10 Jahre ?) und dann mal schauen, was kommt.

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 13:00
von Olaf Nikolai
Noch so eine Degunotiz über einen Wein deren Intention ich kaum nachvollziehen kann.
Hab's Ihr keine trinkreifen Weine zum aufziehen? :lol:

Re: Bordeaux 2011

BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 13:42
von maha
Olaf Nikolai hat geschrieben:Noch so eine Degunotiz über einen Wein deren Intention ich kaum nachvollziehen kann.
Hab's Ihr keine trinkreifen Weine zum aufziehen? :lol:

Noch so ein Kommentar über eine Degunotiz den ich kaum nachvollziehen kann.

Ich finde jede VKN hilfreich. Auch diese (danke an der Stelle an Figeac78)