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Bordeaux 2016

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
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Charmail

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMo 15. Apr 2019, 22:48

Interessant, sind die irgendwo auch ohne Abo einsehbar?

Grüße, Josef

hier ein kurzer Auszug:

Coming to the wines then, these are very strong, in their impact, their flavour, their structures and as already indicated their alcohol levels. At Château Calon-Ségur Vincent Millet (pictured above) likened the tannic structure to 2009 more than 2016. "It is a little like the style of 2009, but with a little more density", he suggested. "The 2009 vintage has a 'solaire' character, and here in 2018 we have a wine with the same character, but with a more elegant structure, and more acidity, with more silky tannin, and a fuller character".. As I noted in my introduction the best descriptions of the 2018 vintage combine 2016 and 2009. The 2016 vintage is the vessel, structured and fresh, and it is filled to the brim with the warmth and texture of the 2009 vintage. As a vintage it has more weight than 2016, but more energy and freshness than 2009. It also has a lot more alcohol, 14.9% at Château Calon-Ségur, 14.8% at Château Montrose and 14.6% at Château Cos d'Estournel.. Interestingly, the second wines at all three estates, which usually have more Merlot and thus often have higher alcohols, possess the exact same alcohol levels as the grand vin in each case. It is a sign of the extreme ripeness of the Cabernet Sauvignons in the grands vins.

One other feature noted at harvest was the interest and complexity from the Merlots. This was a big surprise for Dominique Arangoïts at Château Cos d'Estournel.. He took the small, sweet and concentrated Cabernet Sauvignon berries in his stride, but was taken aback by the "energy" he found within the Merlot. Approaching the fermentations cautiously, he did what many did in the region, which was to scale back on the extraction. He held the fermentation at a temperature 3ºC lower than usual, and reined in his approach to extraction. The result of his work is nothing short of remarkable. Indeed this could be said of all three wines, as well as many others from within the St Estèphe appellation. These are atypical wines for the region, in some cases looking more seductively Californian than Médocian, but these are undoubtedly wines that combine the dark flavours and high alcohols of the vintage with freshness and grip, which to me is perhaps the very best of 2018. They will not appeal to everybody. But they will, I suspect, come to be regarded, in time, with awe. (10/4/19)

Beset Grüße Steffen
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stollinger

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Re: Bordeaux 2016

BeitragDi 16. Apr 2019, 09:00

Danke!
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toska

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Re: Bordeaux 2016

BeitragDi 16. Apr 2019, 11:24

@Ulli
Danke für den Kommentar

Nach der Kirwan-Erfahrung halte ich Giscours aus einem mittleren-guten Jahr(12er/42€ od. 14er/50€) für die deutlich bessere Wahl, als Kirwan 16. Den 12er-Gis hatte ich hochelegant-feminin-duftig im Glas, Margeaux halt...Malescot würde sich preislich auch anbieten, war aus 12 in meinem Falle, aber unlängst noch zu tannindominiert mit geringer Strahlkraft.
Gruss, Toska
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willinger1

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Clos St Julien 2016?

BeitragDi 16. Apr 2019, 19:42

Hatte jemand diesen Wein schon im Glas? Überlege da nochmal zuzuschlagen...

Danke für Eure Einschätzung.
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Jochen R.

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Re: Clos St Julien 2016?

BeitragMi 17. Apr 2019, 09:24

willinger1 hat geschrieben:Hatte jemand diesen Wein schon im Glas? Überlege da nochmal zuzuschlagen...

Danke für Eure Einschätzung.

Hallo,
welchen Wein meist du? Kirwan ´16?

Viele Grüße,
Jochen
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Ewald von Dennenburg

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMi 17. Apr 2019, 09:39

Hallo Jochen, steht bei willinger1 oben im Betreff - Clos St. Julien 16. Hatte ich zunächst auch überlesen.
Besten Gruß
Uwe
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Jochen R.

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMi 17. Apr 2019, 09:48

Aaah, danke Uwe, hatte ich überlesen :mrgreen:

Viele Grüße,
Jochen
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Ollie

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMi 17. Apr 2019, 10:03

willinger1,

zum Clos St-Julien: Lobenberg liefert ja immer erst spaeter aus, deswegen habe ich meinen noch nicht, aber falls der 2015er und dessen euphorischer Bewertung (die fuer mich so gar nicht funktioniert haben) als Hinweis gelten darf: Ich wuerde ihn nicht mehr blind kaufen...

Falls dir der 2015er aber das Geld wert war: weiterkaufen, 2016 ist bestimmt nicht schlechter.

Cheers,
Ollie
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willinger1

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMi 17. Apr 2019, 19:43

Hallo Ollie,

Vielen Dank für den Hinweis. Den 15 habe ich nicht, aber vom 14er eine Kiste. Ich ziehe mal eine Testflasche aus dem Keller. Der 2011 hat mir aber schon gut gefallen.

Fritz
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Invest

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Re: Bordeaux 2016

BeitragMi 17. Apr 2019, 20:23

Guten Abend zusammen,

zusammengefasst meine wesentlichen Eindrücke von der gestrigen 2016er Bdx Arrivage Verkostung bei Max Gerstl in Zürich.

Bester Wein des Abends, wie im letzten Jahr auch, die Pichon Comtesse. Das ist outstanding, unique, richtig gut und auch schmeckbar Paulliac. Grand Puy Lacoste eine Klasse darunter, der mir dennoch auch sehr gut gefallen hat. Pontet Canet konzentriert, vom Stil weich und mild, beerig, geht eher in Richtung St. Emilion. Nahezu identisch vom Geschmacksbild der 2016er Sociando Mallet mit nahezu 50% Merlot Anteil. Keinerlei Ecken und Kanten, soft und fruchtig wie ein Bdx aus St. Emilion. Was für ein unglaublicher Stilwechsel, aber es ist das, was der Markt eben verlangt! ;-)

Phelan Segur (46.50 CHF), der Wein hat mich begeistert! Sehr klassisch, Struktur, kraftvoll, kühle traumhaft balancierte Fruchtaromatik von schwarzen und roten Beeren, ein wundervoller bezahlbarer Bordeaux. 93-95 Pkte. M.E. klar besser als der mehr als doppelt so teure Leoville Barton. Lafon Rochet (46 CHF) einen Touch schlechter, aber dennoch sehr sehr interessant und gut. Montrose war leider nicht angestellt. Cos d'Estournel sicherlich outstanding und sehr gut, mit Komplexität und Tiefe, dennoch nach meinem Empfinden mit 225 CHF deutlich overpriced und overhyped! Dann doch besser Calon Segur zum halben Preis, der nur minimal weniger expressiv ist.

Abbitte leisten muss ich beim von mir viel geschmähten Pape Clement. Für mich nach der Comtesse der zweitbeste Wein des Abends. Unerwartet auf der eleganten Ebene , mit feiner kühler Frucht, subtiler Tiefe und Vielschichtigkeit. Das ist spannend, anders und richtig gut! Haut Bailly dagegen empfand ich als Enttäuschung. Netter softer Wein, eher belanglos ohne Wiedererkennungswert und völlig austauschbar. Dann doch besser Malartic Lagraviere mit ähnlich soften und lushen Stil, aber zum halben Preis und sogar absolut, nach meinem Geschmacksempfinden, besser.

Sehr gut gefallen hat mir Seguin (36 CHF) mit feiner- Komplexität und Frucht, feminin und elegant. Damen werden den Kauf danken, das versprech ich, somit unter diesem Aspekt für alle Herren eine kluge Wahl! ;-) Der Seguin -Cuvee de la House- aus einer anderen Parzelle ähnlich nur von allem etwas konzentrierter. Sehr schön und ein guter Kauf auch der Moulin Haut Laroque (26 CHF)!

Leovlle Poyferre klasse und sehr gut. Das wird sich sicherlich auch entsprechend sehr positiv entwickeln. Dennoch, für eine Flasche Leo Poyferre bekommt man nahezu drei Flaschen Seguin, was somit für den homo oeconomicus gut zu überlegen ist! Leoville Barton hat mich ähnlich wie Haut Bailly enttäuscht. Wer den kraftstrotzenden glänzenden und schwarzbeerigen 2000er von der seinerzeitigen Arrivage kennt, wird von diesem harmlosen und mainstreamigen eher rotbeerigen 2016er Leoville Barton enttäuscht sein. Die vergebenen 98 Pkte fand ich damals für den 2000er zutreffend, jetzt aber ohne Verständnis und für mein Empfinden bei so 92 Pkten. Langoa Barton, mit Halt und Struktur, stilige leicht grüne Geschmacksnoten, würzig. Sehr klassischer und traditioneller Bordeaux mit spannender Entwicklung!

Tour Saint-Christophe auch in 2015 mit hohen 15% Alk., die wieder nicht zu schmecken sind, PH-Wert 3,2. Hat mir in 2016 wie in 2015 auch sehr gut gefallen, zumal zum Preis von nur 28,50 CHF. Le Boscq und Belgrave, Cambon la Pelouse ist alles sehr nett und schön, dennoch für mich zu kommerziell angepasst, austauschbar, und mainstreamig.

Last, Brane Cantenac, outstanding und klasse, nicht die Kraft vom Phelan Segur, jedoch feiner, subtiler mit aktuell mehr Komplexität und Tiefe. 93-95 Pkte.

Rational kann ich nur jedem raten, die Weine vor dem Kauf auch selbst zu probieren, selbst dann, wenn es dann 10% teurer sein sollte. Möglichkeiten gibt es dafür eigentlich genug und die dadurch bedingte Veränderung der Selektion ist schon gewaltig, wie ich jetzt wiederum selbst bemerkt habe.

Just my 2cents
Christian
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