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Pinot Noir aus Österreich

Allgemeine Themen oder solche, die mehrere Regionen betreffen
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Dilbert

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Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 12:51

Hallo,

da ich das Thema eher gebietsübergreifend sehe, eröffne ich einen Thread zum Thema österreichische Pinot Noirs.

Auslöser ist ein zuletzt getrunkener Pinot Noir Reserve 2004 von Pittnauer, den ich als überaus gut empfunden habe (93P). Generell finde ich die Pittnauerschen Pinots immer sehr gelungen, habe den Fuchsenfeld nun schon im dritten Jahrgang (2004, 2006, 2007) gehabt und finde ihn sehr elegant und ausgeglichen mit feiner Würze. Für mich ist er in seiner Preisklasse eine Art Referenzwein. Habe aber das Gefühl, das mit dem Jahrgang 2007 ein leichter Stilwechsel begonnen hat. Der Wein ist kräftiger evtl. auch durch längeres Barrique und wirkt wuchtiger. Kann das jemand bestätigen?

Außerdem würde mich interessieren, wie die Pinots von Wieniger hier gesehen werden. Habe selbst noch keine gehabt, bin aber sehr interessiert, bin aber bisher immer ein wenig vor den ambitionierten Preisen zurückgeschreckt.

Des Weiteren noch in meinem Keller:

Pöckl aus 2004 und 2007
Umathum, Jois aus 2004
Heinrich aus 2006
Gesellmann aus 2006
Beck aus 2007

Gruß,
Jochen
„Eine Magnum-Flasche? Genau die richtige Größe für einen schönen Abend. Vorausgesetzt, man beginnt mit einem Champagner, man endet das Menu mit einem Sauternes, und man ist allein daheim…“
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Gerald

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 13:02

Hallo Jochen,

auch wenn ich sonst (nicht nur aus Patriotismus) viel von den österreichischen Roten halte, haben mich die Pinots meistens nicht wirklich begeistert. Aus diesem Grund kaufe ich die Weine nur mehr ganz selten, wenn sich da etwas verbessert hat, würde ich es daher vielleicht gar nicht merken :oops:

Ganz allgemein erinnern mich die österreichischen Pinots leider nur zu oft an flüssige Erdbeermarmelade "mit Schuss" und haben so wenig mit ihren Vorbildern aus der Côte d'Or zu tun (auch wenn man da mehr Enttäuschungen als Begeisterung erlebt). Woran das liegt, weiß ich nicht, vielleicht ist es hierzulande - besonders natürlich im Burgenland - einfach zu warm? Oder die Weine werden zu spät geerntet?

Den von dir genannten 2006er von Heinrich (wenn du den Golser Heinrich meinst, nicht den in Deutschkreutz) habe ich schon probiert, hat mich auch nicht wirklich beeindruckt:

Bild

Grüße,
Gerald
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Dilbert

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 14:19

Hallo Gerald,

die Vertreter hatte ich leider auch schon, wobei aus meiner Sicht bei vielen noch eine schöne Würze/Kräuterton hinzukommt, der die Weine dann recht elegant erscheinen lässt. Achs oder Pöckl sehe ich am ehesten in der von Dir beschriebenen Stilistik, Umathum oder Pittnauer sind eher kräftige Pinots mit gutem Lagerpotential. Aber: das PGV ist leider in AT recht hoch oder wie einmal ein Weinhändler zu mir sagte: Damit ein Pinot in AT ernst genommen wird muss er mindestens über 20 EUR kosten!! :(

Gruß,
Jochen
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austria_traveller

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 14:27

Dilbert hat geschrieben:Damit ein Pinot in AT ernst genommen wird muss er mindestens über 20 EUR kosten!! :(

Servus,
ich weis ja nicht wie groß eure Ansprüche sind, aber probiert mal
Schloss Hardegg, Pinot Noir vom Schloss ~ 12€
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Dilbert

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 14:51

Hallo Gerhard,

mein Anspruch ist guten Wein für kleines Geld zu trinken!! :mrgreen:

Also, wie ich schon sagte meine Referenz ist der Fuchsenfeld von Pittnauer für ca. 15 EUR. Danke für Deinen Tipp!

Gruß,
Jochen
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pivu

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 27. Dez 2010, 15:27

Hi there,

das in der Tat ein heikles Thema, das MICH nicht nachhaltig überzeugen konnte. Manchen speziellen Sachen wie der Pinot von Karl Schnabel aus dem Sausal in der Südsteiermark (!) oder manchen gelungenen Exemplar allerdings nur in bestimmten Jahren (z.B. Gesellmann, Auer, Preisinger) stehen die Vielzahl an gekocht und alkoholisch schmeckenden Pinots gegenüber. Und dazu zähle ich auch die Überflieger-Pinots des von mir geschätzten Weinguts Wieninger, sorry Fritz. Das macht aber auch nichts, es gibt einen Markt, und dazu gehört auch die lokalpatriotische Journaille, der diese durchaus gebietstypische Stilistik schätzt, ähnlich wie es Anhänger diverser New-World-Pinots > 14% Alc gibt, so what.

I.ü. halte ich vom St. Laurent als 2. autochthone Sorte für herausragende Rote aus Ö wesentlich mehr.

Ciao
Peter
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Weinzelmännchen

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 3. Jan 2011, 10:07

Liebe Forianer!

Ich hab auch so meine Probleme mit Österreichischen PNs, vor allem aus dem Mittelburgenland. Zu fett, zu holzlastig, häufig ein "BF-Zweitwein" (zumindest von der Stilistik). Bestes PN-Region in Österreich ist für mich ganz klar die Thermenregion südlich von Wien. Neben dem bekannten Weingut Reinisch empfehle ich euch, einmal die PNs vom Weingut Schneider aus Tattendorf zu verkosten.
MvG
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Daniel
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Gerald

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 3. Jan 2011, 10:17

Hallo,

die Pinots aus der Thermenregion haben mich persönlich auch nie wirklich begeistert, habe aber in den letzten Jahren deshalb nicht mehr viel probiert. Am interessantesten waren für mich noch am ehesten die Weine aus Regionen, die mehr für ihre Weißweine bekannt sind, z.B. Kamptal oder auch die Steiermark. Der für mich beste PN aus Österreich war einer von Bründlmayer (1997 ?), leider ist das auch bei diesem Weingut nur in wenigen Jahrgängen der Fall.

Ich stimme aber zu, die burgenländischen Pinots sind im Großen und Ganzen sicherlich die am wenigsten interessanten (Stichwort Erdbeermarmelade in Flaschen).

Grüße,
Gerald
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Don Miguel

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Markowitsch

BeitragMo 3. Jan 2011, 14:45

Servus!

Ich hatte Ende 2009 aus dem Carnuntum einen erwähnswerten 2007er Pinot Noir von Markowitsch: Kräftige, schöne Erdbeernase; tolle Frucht ohne Süße, mittlerer Körper, geschmeidig, mundfüllend, guter Abgang, einfach trinkig-lecker. 91 DMP in der Preisklasse um 12,00 €, das ist schon ein tolles PGV!

Aus einem mir heute eigentlich unerklärlichen Grund (na ja, vielleicht „Kellerüberfüllung“) habe ich nicht nachgekauft, bei Gelegnheit sollte ich dem neuen Jahrgang eine neue Chance geben.

Don
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Weinzelmännchen

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Re: Pinot Noir aus Österreich

BeitragMo 3. Jan 2011, 17:38

Gerald hat geschrieben: Am interessantesten waren für mich noch am ehesten die Weine aus Regionen, die mehr für ihre Weißweine bekannt sind, z.B. Kamptal oder auch die Steiermark.


Hallo Gerald,

Kamptal kann ich sehr gut nachvollziehen, wobei mir spontan Fred Loimer und Karl Fritsch (fast Kamptal, noch Wagram) einfallen. In der Steiermark sind mir noch keine besonderen PNs untergekommen. Kannst du mir hier ein paar Tipps geben?
MvG
(Mit vinophilen Grüssen)

Daniel
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