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Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mo 2. Mär 2020, 21:56
von EThC
...noch kein bißchen müde:

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Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mi 25. Mär 2020, 22:29
von Ralf Gundlach
Dieser BF zeigt genau, warum ich so auf Weninger stehe:

2016 Blaufränkisch

Toller Einstieg in die BF-Welt von Weninger. Brombeere, etwas Graphit und eine dezent animalische Note nach getrockneten Fleisch. Alles fein strukturiert. Lebendig durch die fordernde, aber feine Säure. Kein schlanker, sondern ein eher mittelgewichtiger Roter mit ordentlich Extrakt im Einstiegsbereich. Das ist ein Wein, der eine wunderbare Balance zwischen Anspruch und Trinkfreude hat. Momentan fällt mir nur ein Roter ein, der in der Preisklasse ähnlich genial ist: der SB von der Shelter Vinery.

89 Punkte. Kostet 10 Euro.

Heute habe ich die zweite Lieferung des Abos bekommen. Ich verrate mal nichts, weil ich einen am Samstag zu Bernd mitnehme. Aber es sind drei spannende Rote dabei, aber nur ein BF.

Gruß

Ralf

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Sa 11. Apr 2020, 20:20
von Ralf Gundlach
Im Glas:

2017 Ried Hochäcker BF

In der Nase ätherische Noten. Am Gaumen macht der schon richtig Spaß, obwohl er noch zu jung ist. Brombeere, Kirsche, dezente Zedernholznoten. Deutet Komplexität an. Lebendige Säure. Die Frucht ist gerade sehr dominant. Der braucht noch etwas Zeit, Ich glaube die Hochäcker brauchen in der Regel mindestens 5 Jahre Zeit, um zu zeigen, was sie wirklich können.

90+ Punkte

Gruß

Ralf

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Sa 11. Apr 2020, 20:37
von EThC
Ralf Gundlach hat geschrieben:Der braucht noch etwas Zeit, Ich glaube die Hochäcker brauchen in der Regel mindestens 5 Jahre Zeit, um zu zeigen, was sie wirklich können.

...kommt nach meinem Eindruck ein bißchen darauf an, wie warm das Jahr war. Je kälter, desto länger...

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Sa 11. Apr 2020, 20:59
von Ralf Gundlach
EThC hat geschrieben:
Ralf Gundlach hat geschrieben:Der braucht noch etwas Zeit, Ich glaube die Hochäcker brauchen in der Regel mindestens 5 Jahre Zeit, um zu zeigen, was sie wirklich können.

...kommt nach meinem Eindruck ein bißchen darauf an, wie warm das Jahr war. Je kälter, desto länger...


Da gebe ich dir uneingeschränkt recht!

Gruß

Ralf

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mo 13. Apr 2020, 22:29
von Ralf Gundlach
Im Glas:
2016 Ried Kirchholz Blaufränkisch

Nch dem grandiosen 2015er muss ich innerlich die Erwartungen zurückschrauben. Die Nase enttäuscht schonmal nicht. Brombeeren ,eine feine Zedernholznote und dezent animalisch. Am Gaumen wirkt er eher schlank. Aber sehr komplex in den Aromen. Dreht mit Luft immer mehr auf. Ordentlich Tannine im Abgang gibt es gratis. Braucht sicher noch etwas Zeit.
90+ Punkte

Gruß

Ralf

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2020, 21:45
von EThC
Bordoh oder soh?

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Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2020, 22:22
von Ralf Gundlach
EThC hat geschrieben:Bordoh oder soh?

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Hallo Erich,

mich hat der durchaus an meine Anfänge in Bordeaux erinnert, sprich die 80er Jahrgänge ( mein Lieblingsjahrgang war 1986) . Die Weine waren niemals fett, hatten Extrakt und waren komplex und tumelten sich nicht im Einheitsbrei. Halt Charakterköpfe. Nach dem letzten Bordeaux ( 2015 Fonreaud) habe ich festgestellt, das meine Zeit mit Bordeaux vorüber ist. Das, was Bordeaux damals für mich faszinierend gemacht hat gibt es anscheinend nicht mehr. Zumindest nicht in meiner Preisklasse. Den Kalk würde ich dem Fonreaud, der deutlich teurer ist dreimal vorziehen, weil viel individueller und spannender. Der Kalk hatte mich sofort angefixt. Gibt es noch ab Weingut und nachdem ich das Solidaritätsabo abgeschlossen habe gibts ab Hof 20% Rabatt. Den werde ich mir dann nochmal mehrmals gönnen.

Gruß

Ralf

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2020, 22:37
von EThC
Ralf Gundlach hat geschrieben:mich hat der durchaus an meine Anfänge in Bordeaux erinnert, sprich die 80er Jahrgänge ( mein Lieblingsjahrgang war 1986)

...da kann ich kaum mitreden, leider! Meine Weinsozialisation fand überwiegend mit italienischen Sachen statt, als ich dann anfangs der 90er vermehrt in F war, folgte eine deutliche Annäherung an Burgund und (östliche) Loire. Aber wenn Bordeaux damals in größerem Umfang richtungsmäßig so war wie der "vom Kalk", kann ich das nun ein klein bißchen besser nachvollziehen... :D

Re: Weingut Franz Weninger

BeitragVerfasst: Sa 25. Apr 2020, 20:32
von Ralf Gundlach
Gestern hatten Bernd und ich einen Blaufränkisch im Glas, der Weltklasse verkörperte:

2016 Blaufränkisch Saybritz

Feinste Noten von Himbeeren, Brombeeren und etwas Zedernholz deuteten in der Nase schon die ungeheure Komplexität an. Am Gaumen zeigt sich eine hochgradige Komplexität und ein regelrechtes Aromenfeuerwerk der allerfeinsten Art. Begleitet wird dies von einer feinen Säure und einer tollen Mineralität. Der Wein zeigt Eleganz und Feinheit bei hohem Extrakt. Als Abschluß gibt es einen richtig langen Abgang. Das ist für mich richtig, richtig großes Kino. Ich hatte kurz überlegt, ob ich den nachbestellen soll. Ich lasse es. Denn ich möchte die Eindrücke von gestern so stehen lassen. Manche Momente sollten einmalig bleiben. Auch wenn die Versuchung hoch ist.

95 Punkte, kostet bei Vinocentral 24,90 Euro

Gruß

Ralf