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Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

Neusiedlersee-Hügelland, Neusiedlersee, Mittelburgenland, Südburgenland
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Panamera

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Re: Neusiedlersee-Hügelland

BeitragMo 30. Mai 2016, 14:43

Hallo zusammen

Letztes Wochenende hatten wir in einer kleinen Runde ein paar schöne Weine des aktuellen Jahrgangs von Paul Achs im Glas. Nebst der Basis-Qualität (Blaufränkisch Heideboden), hat vorallem der Pannobile sehr überzeugt!

Mehr dazu hier: http://www.vvwine.ch/2016/05/paul-achs- ... r-vom.html

Gruss
Marcio
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Gerald

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Re: Neusiedlersee-Hügelland

BeitragSo 6. Nov 2016, 11:23

Ein ziemlich schwieriger Fall war der Leithaberg rot 2012 vom Weingut Prieler:

Bild

Frisch geöffnet eigentlich fast ein Fall für den Ausguss, auch ein paar Stunden an der Luft haben nichts daran geändert. Erst 24 Stunden in der halbvollen Flasche haben ihn zu einem recht attraktiven Wein gemacht, wenn auch nicht auf Augenhöhe mit den meisten "Kollegen" vom Leithaberg. So extrem habe ich das eigentlich noch nicht erlebt, wenn sich auch häufig bei Weinen erhebliche Änderungen in 24 Stunden an der Luft ergeben. Für mich eigentlich ein Paradebeispiel für die Untauglichkeit von Momentan-Verkostungen.

Grüße,
Gerald
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weingeist

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Re: Neusiedlersee-Hügelland

BeitragSo 6. Nov 2016, 12:03

Hallo Gerald!

Der Wein dürfte Dich wirklich aus dem Konzept gebracht haben.... :lol:

Jahrgang 2006 zu Jahrgang 2012 ? :mrgreen:
Liebe Grüße
weingeist
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Gerald

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Re: Neusiedlersee-Hügelland

BeitragSo 6. Nov 2016, 12:12

Danke für den Hinweis, ist schon korrigiert (die zeitsparende Funktion, eine VKN zu kopieren und nur die Änderungen einzutragen, hat halt auch seine Tücken ...).

Grüße,
Gerald
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austria_traveller

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragSo 22. Jan 2017, 10:13

Guten morgen Forum,
Gestern bei Freunden getrunken Scheiblhofer Perfection 2013
Leider habe ich mir die Flasche nicht so genau angesehen, dass ich jetzt nicht weiß welche Perfection es war; scheinbar gibt es da mehrere. Zweigelt & Shiraz sicher nicht, das hätte ich erkannt an der Rebsorte.
Auf jeden Fall ein sehr glattgebügelter Wein, der zwar schöne Früchte zeigt aber auch nicht besonders ausladend. Säure in geringen Maßen vorhanden, ein halbwegs vollmundiger Wein ohne besonderen Abgang. Nett zum trinken, aber nichts dass ich mir für +20.- in meinen Keller legen würde.
Für mich ein typischer mainstreamiger Österreicher, ohne Ecken und Kanten.
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Charlie

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragMo 23. Jan 2017, 14:29

Habe noch paar Lagen eingemalt. http://weinlagen-info.de/#bereich_id=88
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Tackleberry

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragMi 12. Apr 2017, 21:51

Ein super Blaufränkisch von Erwin Tinhof über den ich einfach einen Blogbeitrag schreiben musste:

A hidden champion from Burgenland - Erwin Tinhof Blaufränkisch Leithaberg 2012

Ja, liebe Leserinnen und Leser, ist es nicht meist das Altbekannte zu dem man am ehesten greift? Die Vorfreude treibt einem bereits das Lächeln ins Gesicht und ein wohliges Gefühl stellt sich ein. Aber manchmal kommt es noch besser als gedacht: Augen werden aufgerissen und man weiß zum Teufel nicht was hier passiert! Beim Thema Wein kann schönerweise auch das Gewohnte krasse Überraschungen mit sich bringen. In unserem Fall positive die sich im Glas abspielen.

Doch nun genug gefaselt und ab zu dem guten Tropfen. Den Jahrgang 2011 der heutigen Flasche hatte ich vor zwei Jahren schon einmal im Glas. Er konnte definitiv überzeugen. Der Name Tinhof war mir ein Begriff, den ich im Auge behalten wollte. Die jetzige Begegnung mit diesem Wein „changed the game“, wie der Engländer zu sagen pflegt. Obwohl der Blaufränkisch nicht allzu viele Jahre auf dem Buckel hat, bringt er alles mit, um vollständig zu überzeugen. Im Glas zunächst ein kompaktes und dunkles Karminrot, was in dieser Gewichtsklasse nicht häufig anzutreffen ist. In der Nase eine kühle Aromatik nach dunklen Beeren. Am Gaumen anschließend das gewohnte Bild eines Blaufränkisch, jedoch in perfekter Balance: etwas Rauch, Orangenzeste, Waldkräuter, Leder, schwarzer Pfeffer, Brom- und etwas Johannisbeere. Eine Säure, welche die einzelnen Bausteine des Weines ausbalanciert, den Abgang einleitet und den Wein lang und samtig im Rachen und am Gaumen haften lässt. Zwar kann der Tropfen noch weitere Jahre im Keller verbringen, jedoch macht die Angelegenheit, trotz oder gerade wegen der kräftigen Säure, derart Spaß, dass der Wein bereits jetzt schon vollends genussfähig ist. Die Eleganz des Weines und die Saftigkeit beim Trinken unterstützen die Freude ungemein.

Aber warum ist gerade dieser Wein ein Hidden Champion des Blogwarts?
Na, weil die Qualität, Trinkvergnügen und der Preis des Weines kundenfreundlich zusammenpassen. Und weil der Wein dieses Winzers bisher nicht die Aufmerksamkeit erfahren hat, die er eigentlich verdient hätte. Bis jetzt…

Chapeau Erwin Tinhof!!!


Beste Grüße, Alex
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derwolf

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragSo 14. Mai 2017, 19:32

Servus und guten Abend!

Interessant ist in diesem Thread die Aussage, dass die ganz heissen und somit "großen" Jahre, dem Blaufränkisch gar nicht so gut tun. Grundsätzlich ist diese Aussage wohl richtig, nuancierter und weniger zwetschgig wird er meiner Einschätzung nach auch in eher kühlen Jahren (2010/2013). Untermauert hat diese Annahme auch der gestrige Wein:
Panta Rhei Blaufränkisch 2009 Velich/Schwarz

Feine Nase mit den reifen Brombeeren und diese wacholderwürzige Kräuterigkeit, hintergründig etwas Schoko. Am Gaumen dann etwas breit, relativ zwetschgig, auch rote Beeren, die Kräuter gehen in einem langen, leicht alkoholischen Abgang leider unter. Über die Stunden wird der Wein auch etwas oxidativ und die Säure wird prägnanter und auch leicht störend. Jammern auf hohem Niveau, aber die Flasche kostet auch ca 40€. Insgesamt kein wirklich kompletter Wein, dennoch sehr gut.

Abseits des Themas "Zu reifes Jahr" war ich auch vor einiger Zeit von einer Minivertikale der Dürraus vom Weninger enttäuscht (2007/2008/2009), gute Weine, aber ohne Wow-Effekt in puncto Eleganz oder Vielschichtigkeit, wie man es sich erwarten würde. Vielleicht stecken wir Österreicher auch einfach zu große Hoffnungen in diese Rebsorte, die sie dann nicht immer erfüllen kann.

Schönen Abend, Wendelin
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Gerald

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragMo 15. Mai 2017, 08:46

Hallo Wendelin,

meiner Einschätzung nach - auch wenn das wahrscheinlich manche Weinfreunde anders sehen werden - erreichen die höherwertigen Blaufränkisch ihre höchste Komplexität in der Jugend. Mit zunehmender Reife werden sie sicher runder, trinkfreudiger, aber nicht mehr mit der aromatischen Vielschichtigkeit vom Anfang. So zumindest fast immer mein Eindruck, wenn ich gereifte (sagen wir 10 Jahre alte) BF mit meinen Notizen kurz nach dem Kauf vergleiche.

Ich denke, wenn man das berücksichtigt (und keine Probleme mit kräftigen Tanninen in der Jugendphase hat, solange sie harmonisch sind), kann man sehr viel Freude mit der Rebsorte haben. Nur sollte man eben nicht davon ausgehen, dass lange Lagerung den Wein wesentlich verbessern wird ...

Grüße,
Gerald
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derwolf

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Re: Neusiedlersee-Hügelland / Leithaberg DAC

BeitragMo 15. Mai 2017, 14:04

Hallo Gerald,

ja, das trifft's. So ähnlich sind auch meine Erfahrungen, ich hatte vor zwei/drei Jahren einen Cupido 2004 von Heinrich, der war zwar rund, seidig und in diesem Fall sehr schön schwarzkirschig, aber aus ein bisschen Holznoten war da nicht mehr viel.

Grüße,
Wendelin
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