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Smaragd 2013

Weltkulturerbe und internationales Aushängeschild Österreichs
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Gerald

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Re: Smaragd 2013

BeitragDo 11. Sep 2014, 06:29

Ja, den Falstaff-Guide kaufe ich seit Jahren nicht mehr (obwohl seinerzeit "Standardlektüre" bei mir ;) ), da das Ranking ohnehin Jahr für Jahr gleich aussieht. OK, einmal ist Hirtzberger einen Punkt vorne, dann wieder FX - das war es aber schon.

Generell ist aber schon problematisch, überhaupt die "besten Smaragde" zu küren, da es inzwischen sogar in der Wachau doch recht unterschiedliche Stile gibt, die man nur schwer vergleichen kann.

Wer gelungene Veltliner aus 2013 auch außerhalb der Wachau sucht (auch zu deutlich günstigeren Preisen): da habe ich ja im Weinviertel-Thread einige Exemplare erwähnt, die mir bei der letzten Verkostung sehr gut gefallen haben.

Grüße,
Gerald
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octopussy

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Re: Smaragd 2013

BeitragDi 25. Nov 2014, 07:25

Guten Morgen,

mit österreichischen Weinen allgemein und Smaragd Grünen Veltlinern kenne ich mich gar nicht aus. Gestern war ich bei dem folgenden Wein aber schon etwas verstört: Tegernseerhof - 2013 Grüner Veltliner Smaragd Bergdistel. Zuerst war ich einigermaßen beeindruckt, da ist einiges an Ausdruck vorhanden. Ziemlich schnell kam aber die Ernnüchterung. Erstens wirkt der Wein so, als wäre er schon sieben Jahre alt. Goldgelb in der Farbe, mit fast schon ersten Reifenoten in der Nase. Und dann diese überreife, verfault wirkende Frucht. Das fand ich völlig abtörnend.

Im Mund kann der Wein auch nicht überzeugen. Keine Säure, Fettsucht, gar keine Dynamik. Ich fand das super schwerfällig. Auch zum Essen ging der Wein nicht besser. Mit Temperatur kam noch Alkohol dazu. Kurzum: von dem Wein war mir sogar ein Glas zu viel.

Bild

Jetzt meine Frage: schmecken die Weine dieses Betriebes immer so (ich kannte den bisher nicht)? In der VKN-Datenbank sind die Eindrücke recht positiv. Ist dieses Adipöse ein Jahrgangscharakteristikum (kann ich mir kaum vorstellen?
Beste Grüße, Stephan
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Gerald

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Re: Smaragd 2013

BeitragDi 25. Nov 2014, 08:01

Hallo Stephan,

den genannten Wein habe ich nur in 2012 getrunken (siehe VKN-Datenbank), der war auch sehr üppig, hat mir aber - wenn man so etwas mag - ganz gut gefallen. Sonst habe ich die anderen Weine des Betriebs nur ab und zu probiert, da waren sie aber (wenn ich mich richtig erinnere, habe keine Notizen dazu gemacht) recht "normal", jedenfalls nicht so üppig.

Die Sache mit den "Reifenoten" bei ganz jungen Veltlinern kommt aber gelegentlich schon vor. Diese verschwinden nach einigen Stunden bis einem Tag an der Luft aber wieder, keine Ahnung warum das so ist.

Ist dieses Adipöse ein Jahrgangscharakteristikum (kann ich mir kaum vorstellen?


würde ich auch nicht sagen, allerdings ist der Jahrgang nach meinen bisherigen Erfahrungen bei Veltliner doch recht eigenartig. Die leichteren Weine (z.B. Federspiel) haben oft eine sehr kräftige, frische Säure, während bei den Smaragden wieder oft recht wenig (teilweise zu wenig für die Harmonie) auftritt. Die Unterschiede zwischen Federspiel und Smaragd scheinen mir also viel intensiver als sonst üblich. Kann aber auch nur Zufall gewesen sein ...

Grüße,
Gerald
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octopussy

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Re: Smaragd 2013

BeitragMi 26. Nov 2014, 10:29

Gerald hat geschrieben:Die Sache mit den "Reifenoten" bei ganz jungen Veltlinern kommt aber gelegentlich schon vor. Diese verschwinden nach einigen Stunden bis einem Tag an der Luft aber wieder, keine Ahnung warum das so ist.

Das ist interessant. Ich trinke zu wenige ganz junge Veltliner, um es beurteilen zu können. Aber so ein Phänomen habe ich noch bei keinen anderen Weinen feststellen können.

Wie gesagt kenne ich mich mit Österreichischen Weinen und Veltlinern im Speziellen zu wenig aus. Insgesamt habe ich aber bislang mit sehr gehaltvollen Veltlinern aromatisch mehr Probleme gehabt als mit gehaltvollen Rieslingen, z.B. aus der Wachau. Letztere trinke ich durchaus sehr gerne. Erstere sind bislang nicht mein Ding. Ich werde aber meine Meinung ändern, wenn ich mal einen guten im "richtigen" Reifestadium ins Glas kriege :P
Beste Grüße, Stephan
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