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Domäne Wachau

Weltkulturerbe und internationales Aushängeschild Österreichs
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Gaston

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Re: Domäne Wachau

BeitragDi 10. Apr 2018, 00:18

Mein erster Wein des neuen Jahrgangs war wie so oft ein Grüner Veltliner. Überzeugen konnte er mich jedoch nicht.

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Leider ist die Apfelfrucht sehr dominant und dazu auch noch etwas künstlich wirkend, Stichwort Eisbonbon. Ohne diese für mich zu penetrante Frucht könnte das ein sehr angenehmer Wein sein. So habe ich eher ziemliche Mühe damit. Ich habe keine Ahnung wie bei der Domäne vinifiziert wird, und ich bin auch keineswegs ein Dogmatiker was den Einsatz von Reinzuchthefe angeht, aber dieser Wein schrammt nur knapp an jenen Tutti-Frutti-Aromahefe-Veltlinern vorbei, die eine Zeit lang im Weinviertel so in Mode waren. Für mich doch recht enttäuschend, auch wenn unter 10 Euro und (offenbar) Basiswein.
Beste Grüße
Gaston
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EThC

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Re: Domäne Wachau

BeitragDi 10. Apr 2018, 09:08

Ich stelle immer wieder fest, daß dieser plakative Fruchtgeschmack von vielen Leuten, die nicht ganz so nerdig drauf sind wie wir, durchaus gemocht und auch gesucht wird. Da habe ich mich neulich erst bei der Bewertung des Lieblingsweins einer Bekannten unbewußt in die Nesseln gesetzt. Und auch die an sich besseren Kellereien bedienen häufig auch ganz bewußt diesen Geschmack mit diesen "Crowdpleaser"-Weinen. So jedenfalls meine Wahrnehmung. Da werden dann entweder Aromahefen eingesetzt oder es wird kaltvergoren oder beides. Die Masse will halt auch bedient werden...
Viele Grüße
Erich


Über Geschmack soll man nicht streiten, vorausgesetzt man hat einen...
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weingeist

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Re: Domäne Wachau

BeitragDi 10. Apr 2018, 12:53

Gaston hat geschrieben:Mein erster Wein des neuen Jahrgangs war wie so oft ein Grüner Veltliner. Überzeugen konnte er mich jedoch nicht.

Wie Du selbst schreibst, ein Basiswein. Wobei, da bin ich wiederum bei Dir, gerade ein Basiswein sollte vielleicht genau das Ergebnis zeigen, das man sich erwarten würde (hier also einen typischen, leichten Grünen Veltliner mit einem zarten Pfefferl).

Hier handelt es sich halt noch dazu um einen Basiswein einer doch größeren Genossenschaft, mit deren Weinen ich schon oftmals so meine Probleme hatte. Nicht nur bei den Basisqualitäten. Also sicher nicht als Referenzwert für den Jahrgang 2017 heranzuziehen, der, wenn man Winzern glauben will, eine sehr gute Qualität erbringen sollte.

Und das die Domäne Wachau, nicht einzelne Winzer, für den großen, weiten Markt produzieren, ist allgemein bekannt. Dafür passt dann wiederum die gefällige Stilistik, die Du beschreibst.

Wobei, einzelne Weine der Domäne, vor allem im oberen Qualitätssegment können schon einiges.
Liebe Grüße
weingeist
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