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Weingut Prager

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Gerald

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Re: Weingut Prager

BeitragMi 27. Feb 2013, 08:35

Hallo Alexander,

laut anderen Händlern (Interspar, Wein & Co) hat dieser Wein 13,5 Vol.%. Bei 12% hätte er auch gar nicht als Smaragd, sondern als Federspiel deklariert werden müssen.

Das Preisniveau ist natürlich so eine Sache. Wie schon weiter oben diskutiert, sind die Weine ja vermutlich absichtlich auf möglichst hohe Punkte in den Weinguides "optimiert" (wie bei anderen Toperzeugern). Mit vielen Falstaff-Punkten ausgestattet wird die Nachfrage eben so groß sein, dass er trotzdem nicht auf seinen Weinen sitzenbleibt. Ob das Preis-Genuss-Verhältnis noch stimmt, ist da eigentlich nebensächlich :?

Grüße,
Gerald
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UlliB

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Re: Weingut Prager

BeitragMi 27. Feb 2013, 09:05

Gerald hat geschrieben: Mit vielen Falstaff-Punkten ausgestattet


92-94, also für Falstaff-Verhältnisse gar nicht mal so viel :twisted:

Nicht nur der Alkoholgehalt kann nicht stimmen, auch der Preis ist ein wenig überrissen. Der auch nicht durchweg günstige Fohringer führt den Wein für 31 €. Der "offizielle" Ab-Hof-Preis wird vermutlich bei knapp 30 Euro liegen. Den zahlt der Händler aber ganz bestimmt nicht, und der Privatkunde nicht notwendigerweise ;)

Gruß
Ulli
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Gerald

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Re: Weingut Prager

BeitragMi 27. Feb 2013, 09:11

Hallo Ulli,

die Preise bei anderen Händlern sind aber ähnlich (z.B. 34 Euro bei Interspar - die normalerweise nicht so exzessive Preisaufschläge wie Wein & Co nehmen).

Dass der Händler natürlich einen hohen Rabatt auf den Ab-Hof-Preis bekommt (bei weniger renommierten Winzern spricht man von bis zu 50%, bei Prager wird es als Toperzeuger vermutlich nicht so viel sein) ist eine andere Sache. Vielleicht bekommt man als langjähriger Privatkunde auch einen besseren Preis, normalerweise kann das der Winzer aber nicht machen, da er ja sonst seine Handelspartner verärgert.

Siehe die Diskussion über (zu günstigen) Ab-Hof-Verkauf und damit Verlust von Händlern - nicht zuletzt in Deutschland ...

Grüße,
Gerald
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82er Steirer

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Re: Weingut Prager

BeitragMi 27. Feb 2013, 20:29

@ blumentopferde: Kann es sein, dass man dir den falschen Wein zugesandt hat? Hatte er einen Korken oder einen Schrauber?
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blumentopferde

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Re: Weingut Prager

BeitragDo 28. Feb 2013, 04:02

Gerald hat geschrieben:Hallo Alexander,

laut anderen Händlern (Interspar, Wein & Co) hat dieser Wein 13,5 Vol.%. Bei 12% hätte er auch gar nicht als Smaragd, sondern als Federspiel deklariert werden müssen.

Das Preisniveau ist natürlich so eine Sache. Wie schon weiter oben diskutiert, sind die Weine ja vermutlich absichtlich auf möglichst hohe Punkte in den Weinguides "optimiert" (wie bei anderen Toperzeugern). Mit vielen Falstaff-Punkten ausgestattet wird die Nachfrage eben so groß sein, dass er trotzdem nicht auf seinen Weinen sitzenbleibt. Ob das Preis-Genuss-Verhältnis noch stimmt, ist da eigentlich nebensächlich :?

Grüße,
Gerald


82er Steirer hat geschrieben:@ blumentopferde: Kann es sein, dass man dir den falschen Wein zugesandt hat? Hatte er einen Korken oder einen Schrauber?


Da muss ich was durcheinandergebracht haben. Es muss schon der Smaragd gewesen sein, denn er war verkorkt. Die 13,5% würden auch sehr viel besser zum Geschmack passen ;) Leider nicht bei mir getrunken, deswegen auch keine Flasche da, um nochmal nachzusehen!
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blumentopferde

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Re: Weingut Prager

BeitragDo 28. Feb 2013, 05:27

UlliB hat geschrieben:
Gerald hat geschrieben: Mit vielen Falstaff-Punkten ausgestattet


92-94, also für Falstaff-Verhältnisse gar nicht mal so viel :twisted:

Das ist allerdings richtig. 92 Fallstaff-Punkte hat jeder Essigreiniger beim Hofer :twisted:
[/quote]
Nicht nur der Alkoholgehalt kann nicht stimmen, auch der Preis ist ein wenig überrissen. Der auch nicht durchweg günstige Fohringer führt den Wein für 31 €. Der "offizielle" Ab-Hof-Preis wird vermutlich bei knapp 30 Euro liegen. Den zahlt der Händler aber ganz bestimmt nicht, und der Privatkunde nicht notwendigerweise ;)
[/quote]
Das allerdings nicht, der kostet tatsächlich fast überall so viel!
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Gerald

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Re: Weingut Prager

BeitragSa 15. Nov 2014, 10:01

Wie weiter oben im Thread nachzulesen ist, gab/gibt es ja Zweifel an der Entwicklungsfähigkeit der 2006er Smaragde.

Gestern/vorgestern wollte ich das wieder einmal überprüfen und habe einen Wein aus dem Keller geholt, der mir im Jugendstadium ausgesprochen gut gefallen hat.

Bild

Die 8 Jahre merkt man dem Wein eigentlich kaum an, eher noch gleich nach dem Öffnen, während er mit Luft (halb gefüllte Flasche einen Tag im Kühlschrank) viel an Frische und Komplexität zurückgewinnt.

Auch 6 1/2 Jahre nach der ersten Verkostung ein ganz toller Riesling, kann bestimmt noch länger reifen. Eine Flasche habe ich noch im Keller, vielleicht so um 2020?

Grüße,
Gerald
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Gerald

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Re: Weingut Prager

BeitragSa 7. Mär 2015, 09:45

Nachdem ich ja vom seinerzeit als "Jahrhundertjahrgang" bezeichneten Jahrgang 2006 - auch wenn diese Einschätzung bald relativiert wurde - recht viel bei Prager eingekauft habe, habe ich mir zum Geburtstag eine Flasche des Toprieslings des Hauses gegönnt.

Bild

Hat sich eigenlich sehr schön entwickelt, zumindest wenn man den etwas fülligen Stil mit spürbarer Restsüße mag. Interessant - wie schon öfters bei Wachauer Smaragden - ist, dass die Reifenoten frisch nach dem Öffnen recht deutlich sind und im Lauf der Zeit an der Luft verschwinden.

Grüße,
Gerald
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gddg

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Re: Weingut Prager

BeitragSo 30. Okt 2016, 14:23

Bild

Entwickelt sich nach dem öffnen sehr vorteilhaft. Das letzte Glas jetzt zwei Stunden nach dem entkorken zeigt ein wahres Aromen-Feuerwerk in der Nase.
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Gerald

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Re: Weingut Prager

BeitragSo 18. Jun 2017, 10:06

Die recht lange unharmonische Zwischenphase der 2006er Smaragde (siehe weiter vorne im Thread) dürfte jetzt wirklich überwunden sein, auch der Riesling von der Klaus zeigt sich in sehr schön gereifter Form:

Bild

Und besonders erstaunlich für mich, dass man die ziemlich exzessiven 14,5 Vol.% eigentlich gar nicht merkt.

Grüße,
Gerald
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